Vor dem Krisengipfel
Hohe Spritpreise: Verkehrswirtschaft fordert Steuersenkung

Vor einem Energiepreisgipfel gibt es Forderungen aus der Wirtschaft. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Vor einem Energiepreisgipfel gibt es Forderungen aus der Wirtschaft. (Symbolbild) Foto
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Logistik- und Verkehrsunternehmen in NRW sehen sich durch Maut und hohe Spritpreise doppelt belastet. Laut Verband wird es am Ende beim Verbraucher ankommen, dass die Lkw-Transporte sich verteuern.

Angesichts der hohen Spritpreise hat der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW eine Senkung der Mineralölsteuer verlangt. "Wir haben wesentlich mehr Abgaben auf den Diesel als unsere Nachbarländer", kritisierte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Marcus Hover im "Morgenecho" von WDR 5. Die Logistiker und Spediteure seien doppelt belastet durch die hohen Spritpreise und die Maut.

Deutschland sei "mit eines der teuersten Länder in der EU, was den Treibstoff angeht, durch die Steuern. Und da fordern wir eine Absenkung", sagte Hover am Freitag kurz vor einem Krisengipfel. Durch die infolge des Iran-Kriegs erheblich gestiegenen Treibstoffkosten verteuere sich ein Lkw-Transport aktuell im Schnitt um 12 bis 13 Prozent. Das komme am Ende beim Verbraucher an. "Das heißt, das Leben in Deutschland wird auf jeden Fall teurer."

Gipfel beim Finanzminister

Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Energiepreis-Gipfel am Freitag eingeladen. Der Finanzminister hatte angeregt, Bürgerinnen und Bürger gezielt - etwa über eine Mobilitätsprämie - zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen. Außerdem wirbt er für einen flexiblen Preisdeckel für Sprit. Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung gegen die steigenden Spritpreise haben bisher keine durchschlagende Wirkung gezeigt.

dpa