Während die Mannschaft des FSV Mainz 05 den vorzeitigen Klassenerhalt im Flugzeug Richtung Süden feierte, erteilte Angreifer Phillip Tietz den Partybefehl für die Fans in Hamburg. Der Angreifer, der beim 2:1 (2:0) im Millerntor-Stadion beim FC St. Pauli überragte, sprach von einem guten eigenen Spiel. Aber das solle nach dem Erfolg nicht überwiegen, meinte er.
"Heute soll überwiegen, dass wir den Fans wirklich etwas zurückgeben konnten, die uns tagtäglich unterstützen, heim oder auswärts. Das ist einfach nur Wahnsinn und die sollen es heute richtig krachen lassen", sagte der 28-Jährige. Der Mittelstürmer überzeugte als Torschütze zum 1:0 und Wegbereiter des zweiten Treffers.
Fischer: "Glaube" zurückgekommen
Die Rheinhessen machten in Hamburg die 18. Saison in Serie in der deutschen Spitzenklasse perfekt. Zum Jahresende waren die Mainzer Tabellenletzter mit acht Punkten nach 15 Spielen. Dann führte Trainer Urs Fischer, der im Dezember gekommen war, das Team wieder nach oben.
Das 2:2 Mitte Dezember beim späteren deutschen Meister FC Bayern München habe der Mannschaft gutgetan, sagte Fischer. Die Spieler hätten danach eine gewisse Zuversicht und Selbstvertrauen zurückbekommen. Sie hätten "dann sicherlich gedacht, die Worte, die der neue Trainer sagt, die sind nicht so verkehrt. Und dann kommt dieser Glaube zurück", sagte der Schweizer. Der Klassenerhalt bei zwei ausstehenden Spieltagen sei "schon außerordentlich".
"Das jetzt dann doch schon vorzeitig klargemacht zu haben, bedeutet uns einfach enorm viel, weil wir wirklich viel investiert haben", sagte Danny da Costa. "Dass wir das heute geschafft haben, ist einfach eine Riesen-Mannschaftsleistung." Sein Kollege Tietz fügte später hinzu: "Das haben wir uns über so eine geile Rückrunde extrem doll verdient gehabt."