Die saarländische Landesregierung weitet die Landarztquote im Medizinstudium aus, um mehr Ärzte für den ländlichen Raum zu gewinnen. Künftig werden 10,8 Prozent der Studienplätze für Bewerber reserviert, die sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung für mindestens zehn Jahre in ländlichen Regionen im Land tätig zu sein, wie das Wissenschaftsministerium in Saarbrücken mitteilte. Bislang lag dieser Anteil bei 7,8 Prozent.
Konkret bedeutet das, dass statt bislang etwa 23 Studienplätzen dann um die 32 Plätze pro Jahr im Rahmen der Landarztquote zur Verfügung stehen. "Wir nutzen die Spielräume bei der Studienplatzvergabe konsequent, um mehr junge Menschen für den Hausarztberuf dort zu gewinnen, wo Knappheit herrscht", sagte Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker (SPD).
Die Landarztquote ermöglicht es Bewerberinnen und Bewerbern, einen Medizinstudienplatz auch ohne Spitzen-Abiturnote zu erhalten.