Beim traditionellen Dreckschweinfest ist im Mansfelder Land von Hunderten Besuchern symbolisch der Winter vertrieben worden. Am Pfingstmontag stoßen sich junge Männer, die als "Dreckschweine" verkleidet und bemalt sind, in einer Kuhle am Waldrand von Hergisdorf gegenseitig in den Schlamm. Die "Dreckschweine" werden von sogenannten "Läufern" attackiert, indem diese mit langen Peitschen die "Dreckschweine" aus der Kuhle jagen. Die "Läufer", ganz in weiß und mit vielen bunten Accessoires behangen symbolisieren den Sommer, die schlammverkrusteten "Dreckschweine" den Winter.
Der Brauch ist als Teil der Pfingsttanz-Tradition und steht seit 2018 auf der deutschen Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes. Die früheste schriftliche Erwähnung des Dreckschweinfestes findet sich in einem Kirchenbucheintrag von 1620.