Demonstrationen Propalästinensischer Protest zieht nicht durch Connewitz

Am Connewitzer Kreuz startet am Samstag eine Demonstration, die anschließend in Richtung Innenstadt bis zum Augustusplatz zieht.
Am Connewitzer Kreuz startet am Samstag eine Demonstration, die anschließend in Richtung Innenstadt bis zum Augustusplatz zieht. (Archivbild) Foto
© Jan Woitas/dpa
Statt durch Connewitz zieht der Protest für Palästina nun in Richtung Innenstadt. Was die Entscheidung für die geplanten Gegenkundgebungen und das Sicherheitskonzept bedeutet.

Der in Leipzig erwartete Demo-Tag im Stadtteil Connewitz könnte weniger konfrontativ verlaufen als zunächst befürchtet. Wie die Versammlungsbehörde mitteilte, zieht die Hauptdemonstration unter dem Motto "Antifa means: Free Palestine" ab 13.00 Uhr nicht wie von den Veranstaltern ursprünglich angemeldet durch Connewitz - unter anderem vorbei am Büro der Linken-Landtagsabgeordneten Juliane Nagel. Stattdessen führt der Aufzug vom Connewitzer Kreuz über die Karl-Liebknecht-Straße in Richtung Innenstadt bis zum Augustusplatz.

Damit würden sich die propalästinensische Demonstration und mehrere angemeldete Gegenkundgebungen rund um das Connewitzer Kreuz räumlich voneinander trennen. Wenn sich die beteiligten Gruppen an die Routen und Auflagen halten, könnte das Versammlungsgeschehen weniger konfliktreich ablaufen, da die Lager nicht unmittelbar aufeinandertreffen würden.

Die Route war zuletzt Gegenstand unterschiedlicher Darstellungen. Ein Bündnis hatte am Freitagabend auf der Plattform X geschrieben, die Stadt habe die ursprünglich angemeldete Strecke nicht genehmigt und dies mit einer außergewöhnlichen Gefahrenlage begründet. Nach Angaben der Stadt handelt es sich jedoch nicht um eine Untersagung, sondern um das Ergebnis eines Kooperationsgesprächs, dem die Anmelder zugestimmt hätten.

Rund um das Connewitzer Kreuz sind für Samstag insgesamt acht Versammlungen angemeldet. Die Polizei plant einen Großeinsatz. Der sächsische Verfassungsschutz rechnet mit einer aufgeheizten Stimmung und schließt Störaktionen nicht aus.

dpa