Nationalpark Böhmische Schweiz
Waldbrand in tschechischem Nationalpark gilt als gelöscht

Ein Feuerwehrmann steht in einem Waldbrandgebiet bei Rynartice im Nationalpark Böhmische Schweiz. Foto: Hájek Ondøej/CTK/dpa
Ein Feuerwehrmann steht in einem Waldbrandgebiet bei Rynartice im Nationalpark Böhmische Schweiz. Foto
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Nach einem massiven Einsatz von Kräften kann Entwarnung gegeben werden. Das Gebiet soll vorerst weiter überwacht werden. Was verraten die Ermittlungen zur Brandursache?

Der Waldbrand im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz nahe der Grenze zu Sachsen gilt als gelöscht. Die Feuerwehr übergab das betroffene Gebiet zwischen den Orten Rynartice, Dolni Chribska und Doubice der Nationalparkverwaltung, wie ein Sprecher mitteilte. Es gebe keine aktiven Glutnester mehr. Zur Sicherheit sollen sechs Einheiten der freiwilligen Feuerwehr das Waldstück für die nächsten zwei Wochen im Blick behalten. Der Nationalpark Böhmische Schweiz grenzt an die Sächsische Schweiz und ist bei Wanderern beliebt.

Polizei ermittelt

Der Waldbrand war am vorigen Samstag bei Rynartice, einem Ortsteil der Gemeinde Jetrichovice, ausgebrochen. Das Einsatzgebiet erreichte zeitweise eine Ausdehnung von 100 Hektar. Eine natürliche Brandursache gilt als unwahrscheinlich. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Gefährdung der Allgemeinheit auf. Unter anderem suchten speziell ausgebildete Hunde nach Spuren von Brandbeschleunigern. Man verfüge über gewisse Indizien, wolle sich aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht näher dazu äußern, sagte ein Polizeisprecher nach Angaben der Agentur CTK. 

Lehren aus 2022 gezogen

Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Ein Feuerwehrmann musste wegen Überhitzung behandelt werden. Bei der Bewältigung des Brandes hätten die Erfahrungen aus dem Jahr 2022 eine enorme Rolle gespielt, sagte der Generaldirektor der tschechischen Feuerwehr, Vladimir Vlcek. Wichtig seien auch die Unterstützung mit zahlreichen Hubschraubern aus der Luft und der Einsatz moderner Technik gewesen. Vor fast vier Jahren hatte ein dreiwöchiger Großbrand weite Teile des Nationalparks zerstört.

dpa

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