Jahrestag Kriegsende
Linke: 8. Mai braucht nicht weniger, sondern mehr Erinnerung

Die Linken sehen den Jahrestag des Kriegsendes 1945 als fortwährende Verpflichtung zur Erinnerung. (Symbolbild) Foto: Frank Hamm
Die Linken sehen den Jahrestag des Kriegsendes 1945 als fortwährende Verpflichtung zur Erinnerung. (Symbolbild) Foto
© Frank Hammerschmidt/dpa

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Wider das Vergessen: Der Jahrestag des Kriegsendes 1945 darf nach Ansicht der sächsischen Linken nicht aus dem Gedächtnis verschwinden. Gedenkorte bräuchten deshalb eine sichere Finanzierung.

Die sächsischen Linken sehen im Jahrestag des Kriegsendes 1945 eine fortdauernde Verpflichtung. "Der 8. Mai ist der Auftrag, gegen das Vergessen und für Demokratie einzutreten! Ein Ende dieser Aufgabe ist nicht abzusehen", teilte die Parteispitze mit. Dieser Tag brauche nicht weniger, sondern mehr Erinnerung - zumal die Zahl der Überlebenden schwinde. "Wer sie einschränkt, gefährdet die demokratische Bildung künftiger Generationen. Deshalb müssen Gedenkorte sicher finanziert und zeitgemäß ausgestattet werden."

8. Mai ist offizieller Gedenktag in Sachsen

Der 8. Mai wird auf Betreiben der Linken zum zweiten Mal in Sachsen als offizieller Gedenktag begangen. "Der Tag soll kein Ritual sein, sondern muss mit Leben erfüllt werden. Viele schauen auch heute mit Freude und Dankbarkeit auf dieses Datum. Wir dürfen aber nie vergessen, dass im Tag der Befreiung das Echo von Millionen vernichteter Leben widerhallt", hieß es in einer Erklärung, die von den beiden Parteivorsitzenden Anja Eichhorn und Marco Böhme sowie von Fraktionschefin Susanne Schaper unterzeichnet ist.

Linke: "Alle Menschen sind gleichermaßen wertvoll"

Nach Ansicht der Linken muss die Erinnerung an die Gräuel, die vom faschistischen Deutschland ausgingen, leben – so wie die Erinnerung an jene, die sie beendeten. "Unsere Verpflichtung lautet, dafür zu sorgen, dass die extreme Rechte niemals wieder Einfluss auf die Gesetzgebung bekommt. Alle Menschen sind gleichermaßen wertvoll. Wir dürfen es niemals zulassen, dass dieser Grundsatz relativiert wird." Das Denken, das Auschwitz möglich machte, sei präsent und müsse mit allen demokratischen Mitteln bekämpft werden.

dpa