Notfälle
Verzögerung: Zünder der Dresdner Weltkriegsbombe beschädigt

In Dresden laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe. Foto: Robert Michael/dpa
In Dresden laufen die Vorbereitungen für die Entschärfung einer Weltkriegsbombe. Foto
© Robert Michael/dpa
Die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfordert in Dresden erhöhten Aufwand, weil der Zünder beschädigt ist. Deshalb soll Spezialgerät zum Einsatz kommen.

Der Zünder der in Dresden gefundenen Weltkriegsbombe ist beschädigt und kann nur mit einem Spezialgerät - einem Wasserschneidgerät - entfernt werden. Deshalb rechnet die Polizei mit Verzögerungen bei der Entschärfung des Sprengkörpers. "Wir hoffen gleichwohl, dass wir die Einschränkungen für die Dresdnerinnen und Dresdner so gering wie möglich halten", sagte Polizeisprecher Marko Laske. Sicherheit gehe vor Schnelligkeit. "Sicherheit ist hier das oberste Gebot."

Der Polizeisprecher gab keine Prognose ab, wie lange der Einsatz dauert. Es gebe viele Unwägbarkeiten. "Die Bombe ist scharf." Deshalb gehe von ihr eine erhebliche Gefahr aus. Pünktlich 9.00 Uhr wurde der Sperrkreis geschlossen. Jetzt seien noch einmal Polizisten im Speergebiet unterwegs, um zu schauen, ob sich niemand mehr dort befinde, sagte Laske. Betroffene würden angesprochen und in Sicherheit gebracht. "Wenn das geschehen ist, wird der Sprengmeister mit seiner Arbeit beginnen." Es sei zu hoffen, dass noch am Vormittag mit der Entschärfung begonnen werden könne. 

Nach dem Bombenfund muss ein Großteil der Dresdner Innenstadt evakuiert werden. Etwa 18.000 Menschen sind betroffen. Am Dienstag waren auf dem Gelände der abgerissenen Carolabrücke zwei verdächtige Gegenstände untersucht worden, die im Boden versteckt lagen. Einer davon entpuppte sich als 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe mit Zünder.

dpa