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Frankfurt am Main Blindgänger "in kritischem Zustand" wurde gesprengt – 25.000 Menschen mussten aus ihren Wohnungen

Polizei nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Frankfurter Nordend
Sehen Sie im Video: Weltkriegsbombe "in kritischem Zustand" gefunden – kontrollierte Sprengung geplant – 25.000 Menschen müssen jetzt aus ihren Wohnungen.




Fund einer Weltkriegsbombe im Stadtteil Nordend.
25.000 Menschen müssen ihre Wohnung verlassen.
Die Bombe soll noch am Abend kontrolliert gesprengt werden.
Das mache die Bauart insbesondere des Zünders erforderlich.
Sie war am Mittag bei Baggerarbeiten entdeckt worden.
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Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Frankfurt am Main gesprengt. Die Weltkriegsbombe stellte die Helferinnen und Helfer vor enorme Herausforderungen.

Die Feuerwehr in Frankfurt am Main hat in der Nacht eine Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt. Für die Unschädlichmachung war eine riesige Evakuierungsaktion nötig geworden.

Der Fund des Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg sorgte dafür, dass am Mittwochabend rund 25.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten.

Der 500 Kilogramm schwere Sprengkörper war am Mittwoch bei Baggerarbeiten in der Schwarzburgstraße im Stadtteil Nordend entdeckt worden. Das Gefährliche: "Die Bombe befindet sich in einem kritischen Zustand", so ein Mitarbeiter der Frankfurter Feuerwehr. Sie verfüge über einen beschädigten Langzeitzünder und könne "jederzeit" explodieren, "alleine schon durch Temperaturschwankungen", wie Dieter Schwetzler vom Kampfmittelräumdienst erläuterte. Der Blindgänger sollte daher vor Ort kontrolliert gesprengt werden. "Es ist notwendig, das sofort zu machen", hieß es weiter. Eine unkontrollierte Detonation hätte in dem dicht bewohnten Stadtteil massive Schäden an Gebäuden und eine große Gefahr für Menschenleben bedeutet. 

Fund von Weltkriegsbombe macht Evakuierung in Frankfurt nötig

Die Behörden hatten einen Sperrradius von 700 Metern um den Fundort der Bombe eingerichtet. Alle rund 25.000 Bewohnerinnen und Bewohner dieses Gebiets mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch ein Krankenhaus befindet sich in dem betroffenen Bereich. Viele Menschen machten sich am Abend mit Gepäck auf den Weg aus der Sicherheitszone. Die Stadtverwaltung hatte eine Notunterkunft in der Eissporthalle eingerichtet, rief aber dazu auf, nach Möglichkeit bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterzukommen. Die wegen der Coronavirus-Pandemie geltende Ausgangssperre in dem Gebiet war für die Evakuierungsaktion ausgesetzt.

Feuerwehr, Stadtverwaltung, Hilfsorganisationen und Polizei waren mit einem Großaufgebot im Frankfurter Nordend vor Ort, um die Evakuierung durchzuführen. Nachdem das Gebiet frei von Menschen war, konnten sich die Kampfmittelexperten an die Arbeit machen.


4,5 Kilogramm Sprengstoff sollten an dem Blindgänger angebracht werden, anschließend sollte die Bombe zum Schutz der umliegenden Gebäude mit rund 70 Lastwagenladungen Sand abgedeckt werden.

Nach der erfolgten Sprengung untersuchten Erkundungstrupps, unter anderem mit Statikern, den Bereich und die Gebäude um den Fund- und Detonationsort. Erst nach Abschluss der Untersuchungen sollen die ersten Menschen in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde mehrfach aktualisiert.

Quellen: Feuerwehr Frankfurt, Feuerwehr Frankfurt bei Twitter, Nachrichtenagentur DPA

wue

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