Soziales
"Gemeinsam statt einsam" - Linke beginnen Kampagnen

Unter dem Slogan "Gemeinsam statt einsam" werben die Linken für eine Landesstrategie gegen Einsamkeit. (Symbolbild) Foto: Julian
Unter dem Slogan "Gemeinsam statt einsam" werben die Linken für eine Landesstrategie gegen Einsamkeit. (Symbolbild) Foto
© Julian Stratenschulte/dpa
Die Linken sehen in sozialer Isolation ein Risiko auch für die Gesundheit Betroffener. Deshalb machen sie jetzt mit Plakaten in Sachsen gegen Einsamkeit mobil.

Die Linken im Sächsischen Landtag möchten mit einer Plakataktion ein grundlegendes Problem vieler Menschen thematisieren - die soziale Isolation. Unter dem Slogan "Gemeinsam statt einsam" werben sie für eine Landesstrategie gegen Einsamkeit. Das Thema betreffe viele, werde aber oft unterschätzt, erklärte Fraktionschefin Susanne Schaper. 

"Insbesondere chronische Einsamkeitsgefühle können zu Teufelskreisen aus Isolation, Stress und Rückzug führen. Starke psychische Belastung erhöht das Risiko für Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen", betonte Schaper. Auch die körperliche Gesundheit könne stark beeinträchtigt sein, etwa durch ein höheres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Linke wollen Gesellschaft geselliger machen 

"Armut verstärkt soziale Isolation zusätzlich. Wir wollen die Gesellschaft geselliger machen – das darf keine Geldfrage sein. Dafür sind viele Mittel denkbar, die wir in eine Landesstrategie gegen Einsamkeit gießen wollen", so die Fraktionsvorsitzende und schlug vor, Begegnungsorte zu schaffen, das Ehrenamt zu fördern, "Plauderbänke" aufstellen und Hilfsangebote zu sichern.

Eine zweite Kampagne betrifft eine wohnortnahe Kinderbetreuung auch auf dem Land. Dabei greift Die Linke auf sächsischen Dialekt zurück. Unter dem Motto "Nu lasst mal die Kita im Dorf" geht darum, Schließungen von Kindertagesstätten zu verhindern, hieß es. 

Chance für bessere Betreuung

"In Sachsen sind die Geburtenzahlen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Deshalb kommen immer weniger Kinder in der Kita an. Wir sollten die Chance nutzen, die Betreuung besser zu machen", betonte die Landtagsabgeordnete Luise Neuhaus-Wartenberg. Der falsche Weg wäre es, durch Schließungen die Wege für die Familien zu verlängern.

dpa

Mehr zum Thema