Wenige Tage nach dem Fund eines toten Säuglings in einer Babyklappe in Leipzig hat sich die mutmaßliche Mutter des Kindes gemeldet. Gegen die 39-Jährige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Totschlags eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein Haftbefehl sei derzeit aber noch nicht beantragt worden. Die Ermittlungen zur Todesursache und den Todesumständen des Säuglings dauern an.
Der tote Junge war am 27. Februar in der Babyklappe des Klinikums St. Georg gefunden worden. Die Polizei hatte daraufhin die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.
Nach ersten Erkenntnissen war der Säugling bereits tot gewesen, als er abgelegt wurde, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage gesagt hatte. Es habe keine Hinweise auf sichtbare äußere Gewaltanwendungen gegeben. Ob der Junge lebend geboren worden sei, müssten weitere Untersuchungen ergeben, hieß es.