Wasser
Verband mahnt Schutz der Wasserressourcen in Sachsen an

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Sachsen hat einen Schutz der Wasserressourcen angemahnt. (Symbolfoto) Foto: Robert Michae
Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Sachsen hat einen Schutz der Wasserressourcen angemahnt. (Symbolfoto) Foto
© Robert Michael/dpa

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Wasser ist ein kostbares Gut. Auch Deutschland steht in Zeiten des Klimawandels vor einem Wasserproblem und muss Vorsorge treffen.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Deutschland mahnt weiter einen besseren Schutz der Gewässer an. "Der Handlungsdruck ist in Sachsen seit Jahren sichtbar. Nur rund sieben Prozent der Fließgewässer in Sachsen befinden sich in einem guten ökologischen Zustand", erklärte der BUND in Leipzig. Zugleich scheitere die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie immer wieder an denselben Hürden: fehlende Flächen, zu wenig Personal, geringe kommunale Spielräume und eine unzureichende Finanzierung.

"Wasserresilienz ist für Sachsen weit mehr als ein Umweltthema. Sie entscheidet mit darüber, wie gut wir uns an Dürren, Hochwasser und Nutzungskonflikten anpassen können, wie zukunftsfähig unsere Kommunen sind und wie attraktiv Sachsen als Lebens- und Wirtschaftsraum bleibt", erklärte BUND-Chef Felix Ekardt. Wer jetzt in gesunde Gewässer und starke Strukturen investiere, schütze nicht nur Natur, sondern stärke auch Vorsorge, Planungssicherheit und regionale Entwicklung.

Investitionsbedarf von rund 1,6 Milliarden Euro binnen zehn Jahren

Der BUND verwies darauf, dass der Freistaat selbst Handlungsbedarf benannt und im Programm "Zukunft Wasser für Sachsen" für die kommenden zehn Jahre ein Investitionsbedarf von rund 1,6 Milliarden Euro beschrieben hat. "Damit die vorhandenen Potenziale tatsächlich genutzt werden können, braucht es jetzt konkrete politische Entscheidungen und verlässliche Strukturen."

Aus Sicht des BUND Sachsen sind dafür vor allem zwei Schritte notwendig. Erstens müsse der Freistaat den Gewässer- und Wasserschutz im nächsten Doppelhaushalt so absichern, dass Gewässerentwicklung, Renaturierung, Flächensicherung und kommunale Umsetzung dauerhaft finanziert werden können. 

Ferner brauche man starke Verbände für eine naturnahe Gewässerentwicklung. Viele Kommunen seien für die Aufgaben an ihren Gewässern personell und finanziell nicht ausreichend ausgestattet, hieß es. Unterhaltungsverbände könnten hier dauerhaft Fachkompetenz und Umsetzung vor Ort sichern. Dafür braucht es entweder eine verlässliche finanzielle Unterstützung durch das Land oder Änderungen im Sächsischen Wassergesetz, damit Kommunen Beiträge für Gewässermaßnahmen erheben und Finanzierungsgrundlagen schaffen können.

dpa

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