Statistik
Weniger Schwangerschaftsabbrüche in Thüringen gemeldet

Ein Schwangerschaftsabbruch bleibt straffrei, wenn er innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Empfängnis erfolgt, eine Beratu
Ein Schwangerschaftsabbruch bleibt straffrei, wenn er innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Empfängnis erfolgt, eine Beratung stattgefunden hat und der Eingriff durch einen Arzt vorgenommen wird. (Symbolbild) Foto
© Hendrik Schmidt/dpa

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In Thüringen wurden im vergangenen Jahr weniger Schwangerschaften vorzeitig beendet. Aber auch die Geburten gehen im Freistaat stetig zurück.

In Thüringen hat es im vergangenen Jahr weniger Schwangerschaftsabbrüche gegeben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 2025 im Freistaat 2.845 Schwangerschaften vorzeitig beendet. Das waren 215 Fälle oder sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Bundesweit fiel der Rückgang mit minus 0,7 Prozent deutlich geringer aus. Die meisten Eingriffe erfolgten ambulant in gynäkologischen Praxen oder OP-Zentren.

Den Statistikern zufolge waren 2.445 Frauen zwischen 18 und 39 Jahre alt. 105 Frauen waren jünger als 18 Jahre. Auch in dieser Altersgruppe ging die Zahl der Abbrüche zurück. Die meisten Frauen hatten zum Zeitpunkt des Eingriffs bereits Kinder: 685 Frauen hatten ein Kind, 730 Frauen waren zweifach Mutter, 410 Frauen hatten drei oder mehr Kinder.

Der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche ändert aber nichts am strukturellen Problem: Thüringen verzeichnete 2024 den bundesweit stärksten Geburtenknick - mit 11.803 Geburten wurde ein historischer Tiefstand erreicht und der Rückgang setzte sich auch 2025 fort.

dpa