Tag der Arbeit
Voigt: "Wir kämpfen um jeden Industriearbeitsplatz"

DGB: Kundgebungen und Demonstration zum 1. Mai in Thüringen (Illustration) Foto: Christoph Reichwein/dpa
DGB: Kundgebungen und Demonstration zum 1. Mai in Thüringen (Illustration) Foto
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Die wirtschaftliche Lage in Thüringen ist angespannt. Am Tag der Arbeit am Freitag geht es auch um die Sicherheit von Arbeitsplätzen. Was Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) dazu sagt.

Thüringens Landesregierung will angesichts des harten Strukturwandels um jeden Industriearbeitsplatz kämpfen. Das sagte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) vor dem 1. Mai, bei dem es den DGB-Gewerkschaften in diesem Jahr vor allem um den Erhalt von Arbeitsplätzen und soziale Sicherheit für Arbeitnehmer geht. 

"Thüringen soll ein Land der guten und sicheren Arbeitsplätze bleiben. Und wir müssen die Menschen, die jeden Tag anpacken, spürbar entlasten", sagte Voigt nach Angaben der Staatskanzlei in Erfurt. Er bezeichnete die wirtschaftliche Lage als ernst, nachdem es in Deutschland im dritten Jahr in Folge kein nennenswertes Wachstum gebe. Viele Industrieunternehmen ständen unter Druck durch hohe Energiepreise, Fachkräftemangel und internationale Unsicherheiten. 

Die Landesregierung wolle bürokratische Hürden senken, Genehmigungsverfahren beschleunigen und sich für bezahlbare Energie einsetzen. Voigt: "Gerade die Energiepreise sind ein entscheidender Standortfaktor für unsere Industrie."

DGB-Kundgebungen in 16 Thüringer Städten 

Am Tag der Arbeit hat der DGB zu Kundgebungen und Demonstrationen in 16 Thüringer Städten aufgerufen, darunter in Erfurt, Nordhausen, Ilmenau, Bad Salzungen, Altenburg, Jena oder Greiz. Sie stehen unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite". 

Viele Menschen hätten derzeit Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Arbeitgeber müssten Verantwortung übernehmen, in die Zukunft investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen, erklärte der DGB. 

Die DGB-Gewerkschaften haben in Thüringen nach Angaben einer Sprecherin mehr als 110.000 Mitglieder. Das entspricht etwa jedem siebten sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem im Freistaat.

dpa

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