Alkohol Blackouts nach Alkoholkonsum begünstigen Sucht


Gedächtnisstörungen nach Alkoholkonsum tragen zur Entstehung von Alkoholismus bei. Denn nach einem partiellen Blackout füllen Menschen ihre Erinnerungslücken bevorzugt mit positiven Inhalten.

Gedächtnisstörungen nach Alkoholkonsum tragen zur Entstehung von Alkoholismus bei. Denn nach einem partiellen Blackout füllen Menschen ihre Erinnerungslücken bevorzugt mit positiven Inhalten, wie Wissenschaftler der Universität von Texas in Austin bei einer Befragung von Studenten herausfanden. Die Testpersonen gaben beispielsweise an, Alkohol habe sie geselliger oder sexuell attraktiver gemacht. Dieser Glaube erhöht nach Meinung der Forscher die Wahrscheinlichkeit, dass die Betreffenden sich später häufiger betrinken.

Der Psychologe William Corbin forderte in der Wissenschaftszeitschrift "New Scientist", solche Blackouts als Warnsignale zu betrachten und ihnen mehr Beachtung zu schenken. "Dies könnte gefährdetere Personen anzeigen", sagte Corbin. Die Wissenschaftler hatten 108 Studenten untersucht, von denen etwa die Hälfte während der vorherigen Jahres partielle Blackouts erlebt hatte. Im Gegensatz zu einem totalen Gedächtnisverlust können sich die Betroffenen nach einem partiellen Blackout auf Stichworte hin wieder an einige Details erinnern.


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