HOME

Tödlicher Trend: 14-Jähriger stirbt nach Deo-Schnüffelei

In Australien ist ein Teenager gestorben, nachdem er Deodorant inhaliert hat. Er wollte sich offenbar in einen kurzen Rausch versetzen. Der Junge ist nicht das erste Opfer eines lebensgefährlichen Trends.

In Australien wurde ein 14-Jähriger tot aufgefunden, nachdem er offenbar Deodorant geschnüffelt hatte

Bei Experten gelten Deo-Gase als Einstiegsdroge

Der Tod eines Schülers erschüttert Australien. Der erst 14-jährige Junge starb offenbar auf der Suche nach dem schnellen Kick. Gemeinsam mit seinen Freunden soll er Deo geschnüffelt haben. Eine bei Jugendlichen beliebte Form, um günstig "high" zu werden.

Wie die australische "Herald Sun" berichtet, fand die Polizei fand den Jungen Freitagabend leblos in einer Wohnung in einem Vorort der Hafenstadt Geelong, wo er den Abend gemeinsam mit Freunden verbrachte. "In meinen 17 Jahren als Polizist habe ich so etwas noch nicht gehört", sagte ein Polizist gegenüber der Zeitung. Auch, wenn eine genaue Untersuchung noch aussteht, so wird vermutet, dass das Schnüffeln für den Tod des Schülers verantwortlich ist. "Da lagen mehrere Deosprays sowohl im Haus als auch auf der Straße herum", so der Polizist, "das war schon etwas eigenartig".

Nicht nur in Australien ein Problem

Wie australische Medien berichten, ist das Schnüffeln schon länger ein großes Problem, mit dem sich vor allem Sozialarbeiter auf den Straßen Melbournes oft konfrontiert sehen. Der Bundesstaat Nord-Queensland verbannte Deo sogar schon aus einigen Supermarktregalen.

Der Fall in Australien liegt zwar in weiter Ferne. Doch der gefährliche Trend ist längst auch hier in Deutschland angekommen. Vor fast genau einem Jahr starb ein 13-jähriges Mädchen aus Kiel, nachdem sie Deo geschnüffelt hatte. Ihre Eltern fanden Sie morgens tot in ihrem Kinderzimmer. Aus ihrer Nase quoll Blut, an ihrem Mund klebte Erbrochenes. In der Hand hielt sie eine Plastiktüte.

Das Schnüffeln gilt als typische Einstiegsdroge. Dabei wird der Sauerstoff durch das Gas aus der Lunge verdrängt. Das Gehirn schlägt sofort Alarm, höchste Mengen an Adrenalin werden ausgeschüttet. Das sorgt nach einer Phase von Übelkeit für einen – meistens nur Sekunden dauernden – Rauschzustand. Schon das erste Experimentieren kann tödlich sein.

Schnüffeln kann zu Herzstillstand oder Hirnblutung führen

Noch ist der plötzliche Schnüffeltod nicht vollständig erforscht. Experten gehen jedoch davon aus, dass dabei auf ein Herzkammerflimmern der Herzstillstand folgt. Andere Schnüffler werden ohnmächtig, ersticken an Erbrochenem. Oder der Sauerstoffmangel führt zu Bluthochdruck und es kommt zur Hirnblutung.

Die Cousine des toten Jungen aus Australien hat im Internet einen Spendenaufruf gestartet. Um die Beerdigungskosten zu bezahlen. "Wir wollen ihm eine schöne Trauerfeier bescheren und erlauben jedem zu kommen, um Abschied zu nehmen ehe unser kostbarer Junge im Himmel in Frieden ruht."

jek

Wissenscommunity