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Blutwerte: Beugt Stillen späterer Arterienverkalkung vor?

Muttermilch könnte einer neuen Studie zufolge das Risiko späterer Arterienverkalkungen reduzieren. Untersuchungen an Jugendlichen, die gestillt worden waren, zeigten bessere Cholesterin-Werte.

Muttermilch könnte einer neuen Studie zufolge das Risiko späterer Arterienverkalkungen reduzieren. Das schließt der Forscher Atul Singhal vom Londoner Institut für Kindergesundheit aus dem Vergleich der Blutwerte von 216 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren, die als Babys entweder die Brust oder aber ein Säuglingsmilchpräparat bekamen. Seine Studie ist im Fachjournal "The Lancet" (Bd. 363, S. 1642) von diesem Samstag veröffentlicht.

Bei dem Vergleich stellte sich heraus, dass die früher mit Muttermilch versorgten Jugendlichen im Mittel ein um 14 Prozent besseres Verhältnis des "schlechten" (LDL) zum "guten" (HDL) Cholesterin aufwiesen. Außerdem war bei ihnen die Konzentration des Proteins CRP geringer, das ebenfalls für die Entwicklung von Arterienverkalkung (Arteriosklerose) mitverantwortlich ist. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass das Stillen auf lange Sicht einen wichtigen positiven Effekt auf den Zustand der Blutgefäße hat", sagte Singhal.

DPA

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