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Erhötes Krebsrisiko Weltweiter Rückruf gefährlicher Brustimplantate

Brustimplantat
Das Pharmaunternehmen Allergan hat wegen eines möglichen Krebsrisikos bestimmte Brustimplantate zurückgerufen. (Symbolbild)
© Daniel Reinhardt / Picture Alliance
Brustimplantate der Firma Allergan werden weltweit zurückgerufen. In rund 500 Fällen sind Menschen mit diesen Implantaten an einer seltenen Krebsart erkrankt. 

Wegen erhöhtem Krebsrisiko werden Brustimplantate des Pharmaunternehmens Allergan weltweit zurückgerufen. In rund 500 Fällen einer seltenen Krebserkrankung konnte ein Zusammenhang zu den Implantaten festgestellt werden, wie die US-Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) am Mittwoch (Ortszeit) erklärte. 

"Ein Rückruf ist angebracht, um die Gesundheit von Frauen zu schützen", erklärte die FDA. Frauen, die keine Beschwerden haben, wird jedoch nicht empfohlen, ihre Implantate entfernen zu lassen. Erste Anzeichen einer Erkrankung könnten der FDA zufolge Schwellungen oder Schmerzen im Bereich des Implantats sein.  

Brustimplantate der Biocell-Reihe

Der Rückruf bezieht sich auf mehrere Brustimplantate aus der Biocell-Reihe des Herstellers. "Die Gesundheit der Patienten hat für Allergan Priorität", erklärte das in Irland ansässige Unternehmen. Die übrigen Allergan-Brustimplantate aus den Reihen Natrelle und Microcell sind demnach nicht von dem Rückruf betroffen. Allergan ist an der Börse in New York notiert. 

Einer Analyse der FDA zufolge hatten von den rund 600 Patienten, die an dem seltenen Lymphom BIA-ALCL leiden, knapp 500 Frauen Brustimplantate der Firma Allergan. Bislang habe es 33 Todesfälle in Folge der Krebserkrankung gegeben, so die FDA.

+++ Weitere Rückrufe und Produktwarnungen finden Sie hier.

deb DPA

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