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Corona-Rekord Deutschland meldet an einem Tag so viele Infektionen wie in der kompletten ersten Welle

Eine rote Corona-Warn-App: So viele Fälle wie heute wurden in der Pandemie noch nie gemeldet.
Eine rote Corona-Warn-App: So viele Fälle wie heute wurden in der Pandemie noch nie gemeldet.
© Julian Stratenschulte/ / Picture Alliance
Mehr als 200.000 Corona-Infektionen meldete das RKI für den 26. Januar. Das ist nicht nur eine besorgniserregende Menge und ein neuer Tagesrekord, sondern entspricht auch der gesamten Fallzahl der kompletten ersten Corona-Welle.

Vor zwei Jahren kam die Corona-Pandemie offiziell nach Deutschland. Der erste Fall wurde in Bayern gemeldet, in den nächsten Wochen griff die Politik mit einem Lockdown hart ins Alltagsleben der Deutschen ein und viele Deutsche hielten sich auch selbst mit Treffen und Kontakten zurück. Teilweise waren auf den Straßen kaum noch Menschen unterwegs, in einigen Bundesländern kontrollierte die Polizei Regelungen, die im Nachhinein unverhältnismäßig hart erscheinen.

Corona-Rekord in Deutschland: So viele Fälle wie in der kompletten ersten Welle

Dennoch: Deutschland ist gut durch die erste Welle gekommen. Die Ziele, die Welle zu strecken und die Krankenhäuser und Intensivstationen vor Überlastungen zu schützen, wurden mit den scharfen Einschränkungen und dem hohen Grad an Eigenverantwortung in wenigen Wochen erfüllt.

Corona: Die erste Welle und die Rekordzahl von über 200.000 Fällen im Vergleich
Corona: Die erste Welle und die Rekordzahl von über 200.000 Fällen im Vergleich

Wie gut die Zahlen wirklich gedrückt wurden, zeigt sich in einem Vergleich mit den aktuellen Zahlen: Der heutige Rekord, mehr als 228.000 gemeldete Infektionen, entspricht den gemeldeten Fällen der gesamten ersten Welle und würde die ersten 205 Tage seit dem ersten in Deutschland gemeldeten Fall einschließen.

News im Video: Wo sich das Coronavirus in Deutschland ausbreitet

Corona: Vergleich der Daten nur eingeschränkt möglich

Bei der Analyse dieser Daten muss man bedenken, dass ein kompletter Vergleich nur bedingt möglich ist: So waren in der Anfangszeit der Corona-Pandemie die Testinfrastrukturen noch nicht stark ausgebaut. Dementsprechend können in der ersten Welle Fälle unentdeckt geblieben sein. Auf der anderen Seite reicht aktuell die Testkapazität bei der PCR-Tests kaum noch aus, wodurch erneut Fälle nicht oder nicht frühzeitig entdeckt und abgebildet werden. Die Analyse entspricht aber einem Richtwert und zeigt, wie unterschiedlich die Politik und Gesellschaft die Gefahren durch das Coronavirus in der ersten Welle und heute einschätzten.

Quellen:RKI, Johns Hopkins Universität

tvm

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