VG-Wort Pixel

Erstmals weltweit Corona-Patientin erhält Lungentransplantat von lebenden Spendern

Hände in Gummihandschuhen stechen eine Spritze in den linken Oberarm eines Mannes
Sehen Sie im Video: Corona-Impfungen beim Hausarzt starten bundesweit.




In dieser Woche wollen bundesweit 35.000 Hausärzte mit Impfungen gegen Corona loslegen. Einige Praxen starten bereits an diesem Dienstag, andere warten noch auf Impfstoff und wollen in den nächsten Tagen folgen.
Zunächst steht den Hausärzten nur ein überschaubares Angebot zur Verfügung. In der ersten Woche erhalten alle Praxen zusammen 940.000 Impfdosen. Das sind rein rechnerisch gut 26 Dosen pro Praxis. In der Woche vom 26. April gibt es dann aber einen deutlichen Schub, dann können die Praxen insgesamt mit mehr als drei Millionen Dosen rechnen. Das wären erstmals mehr als für die Impfzentren.
Auch für die Hausarztpraxen gilt generell die festgelegte Reihenfolge, wer zuerst geimpft werden kann. Eine zentrale Einladung für die Patienten gibt es nicht, wie das Bundesgesundheitsministerium erläutert. Wie sie Impftermine vergeben, können die Praxen selbst regeln.
Mehr
Japanische Ärzte haben erstmals einer Corona-Patientin Lungengewebe von lebenden Spendern implantiert. Ehemann und Sohn retteten der Patientin damit das Leben.

Es ist eine medizinische Neuheit: Noch nie zuvor hatte ein genesener Corona-Patient ein Lungentransplantat von lebenden Spendern erhalten. Jetzt ist es einem 30-köpfigen Ärzteteam des Kyoto University Hospitals in Japan gelungen, einer Patientin Lungengewebe ihres Ehemannes und ihres Sohnes zu implantieren. Die Frau war Ende letzten Jahres schwer an Corona erkrankt und hatte nach Angaben des Krankenhauses Monate an einer lebenserhaltenden Beatmungsmaschine verbringen müssen. Ihre Lungenfunktion war durch die Viruserkrankung derart stark beschädigt worden, dass sie ohne die Transplantation keine Überlebenschancen gehabt hätte.

Hoffnung für lungengeschädigte Patienten

Dass eine Infektion mit dem Corona-Virus bei einigen Patienten schwere Lungenschäden verursachen kann, ist mittlerweile bekannt. Zahlreiche genesene Corona-Patienten weltweit haben daher bereits Lungentransplantationen von hirntoten Spendern erhalten, um ihr Überleben zu sichern. Laut dem Kyoto University Hospital war die von ihnen in einer elfstündigen Sitzung erfolgte Operation, bei der Gewebe von lebenden Spendern transplantiert wurde, die erste ihrer Art. Dr. Hiroshi Date, Thoraxchirug und leitender Operateur, glaubt, dass er und sein Team mit dieser erfolgreichen Transplantation vielen lungengeschädigten Corona-Patienten Hoffnung schenken können: "Wir haben gezeigt, dass wir jetzt eine Möglichkeit der Lungentransplantation von lebenden Spendern haben", sagte er auf einer Pressekonferenz wie "CNN" berichtet. Transplantationen von hirntoten Spendern sind in Japan immer noch eine Seltenheit und setzen in der Regel lange Wartezeiten voraus, bis ein geeigneter Spender gefunden werden konnte. Auch das Kyoto University Hospital gab laut "CNN" an, Transplantationen von lebenden Spendern als bessere Option zu betrachten.

Die Familie der betroffenen Patientin stammt aus Japans westlicher Region Kansai. Ehemann und Sohn der Frau hatten umgehend angeboten, Teile ihres Lungengewebes für ihre Familienangehörige zu spenden. Die beiden befinden sich seit dem Eingriff in einem stabilen Zustand, die Patientin liegt weiterhin auf der Intensivstation. Nach Angaben des Krankenhauses soll sie in ungefähr zwei Monaten wieder nach Hause zurückkehren können.

Quelle: "CNN"

as

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker