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Grafik mit Zahlen des RKI Steht Deutschland vor der zweiten Welle? So viele Menschen infizieren sich täglich neu

Coronavirus-Test und Infektionsgrafik
Die Tendenz der täglichen Cornavirus-Infektionen in Deutschland zeigt wieder nach oben
© Christoph Schmidt / DPA
Steht Deutschland am Beginn einer zweiten Coronavirus-Welle oder ist gar schon mittendrin? Abschließend beurteilen lässt sich das nicht – aber eine Grafik mit Zahlen des Robert-Koch-Instituts gibt Orientierung.

Schon früh warnten Experten, dass die Corona-Pandemie uns in Wellen heimsuchen wird. Auf Phasen mit hohen Infektionszahlen folgt Entspannung, auf die wiederum ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen folgt. Sogar mehrere Wellen halten Forscher für möglich.

Doch wann beginnt überhaupt eine solche zweite Welle? Steht Deutschland am Anfang? Oder steckt so gar schon mittendrin?

Wieder mehr Coronavirus-Infektionen in Deutschland

Eine exakte wissenschaftliche Definition für den Begriff der "zweiten Welle" gibt es nicht. So ist es der jeweiligen Betrachtung überlassen, in welchem Stadium sich Deutschland befindet. So ist der Wiederanstieg der Fallzahlen zwar ein Alarmsignal, solange jedoch die Infektionscluster und Ansteckungsketten isoliert werden können, scheint die Pandemie einigermaßen unter Kontrolle zu sein. Sollte ein zweiter sogenannter Lockdown nötig werden, sähe sich die Wirtschaft einer zweiten Welle mit möglicherweise schweren Folgen ausgesetzt. Wird sogar das Gesundheitssystem überlastet, wäre die Situation ungleich dramatischer.

Wo also steht Deutschland jetzt? Auskunft geben die Zahlen der täglichen Neuinfektionen des Robert-Koch-Instituts (RKI), die für die Regierungen in Bund und Länder die Entscheidungsgrundlage sind.

Aus ihnen wird klar: Nach einem ersten Höhepunkt Ende März/Anfang April mit mitunter fast 7000 täglich an das RKI übermittelten Covid-19-Fälle, schwächte sich das Infektionsgeschehen deutlich ab. Seit Ende Juli/Anfang August ist die Tendenz wieder steigend – auch weil deutlich mehr getestet wird, also noch zu Beginn der Pandemie (lesen Sie hier mehr dazu):

*Für die Darstellung der neu übermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt. Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf. Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher kein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen.

Global befindet sich das Coronavirus weiterhin auf dem Vormarsch, von einer Entspannung der Lage sind viele Länder weit entfernt. Weltweit wurden insgesamt bisher mehr als 22 Millionen Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen, über 750.000 Menschen sind an oder mit einer Infektion gestorben. Besonders betroffen sind die bevölkerungsreichen Länder USA, Brasilien, Indien und Russland.


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