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News zur Coronavirus-Pandemie: Regierung und EU-Kommission offenbar einig über Lufthansa-Rettungspaket

Trump bricht US-Beziehungen zur WHO ab +++ Säugling stirbt in der Schweiz an Covid-19 +++ Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig +++ RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland +++ Alle Meldungen zur Coronavirus-Pandemie im stern-Corona-Ticker.

Coronavirus in Deutschland: Aktuelle RKI-Zahlen im Überblick

Am Freitagmorgen vermeldete die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität insgesamt 182.196 Infizierte in Deutschland, 8470 Menschen sind infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

+++ Lesen Sie auch: Wo wird die Obergrenze gerissen? Daten zu allen Kreisen finden Sie hier +++

Weltweit wurden bisher 5.810.331 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, es gibt 360.332 Tote. Die beiden Länder mit den meisten Infektionen sind weiterhin die USA mit mehr als 1,7 Millionen Fällen (101.617 Tote) und Brasilien mit knapp 440.000 Fällen (26.754 Tote).

Die wichtigsten Meldungen zum Coronavirus im Überblick:

  • Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an (21.07 Uhr)
  • Säugling stirbt in der Schweiz an Covid-19 (17.23 Uhr)
  • Griechenland öffnet zwei Flughäfen für Ferienflieger (16.42 Uhr)
  • Dänemark öffnet Grenzen für Touristen (14.28 Uhr)
  • Im April acht Prozent mehr Sterbefälle als in den Vorjahren (13.21 Uhr)
  • Corona-Todesfälle in Russland erreichen neuen Höchststand (12.00 Uhr)
  • Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig (6.03 Uhr)

+++ 22.25 Uhr: Regierung und EU-Kommission erzielen Eckpunkte zu Lufthansa-Paket    +++

Bundesregierung und EU-Kommission haben sich bei Verhandlungen über ein Rettungspaket für die schwer angeschlagene Lufthansa auf Eckpunkte geeinigt. Demnach soll die Lufthansa Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagabend aus Regierungskreisen erfuhr. Das Handelsblatt" berichtete, der Kompromiss sehe vor, dass Lufthansa insgesamt acht Flugzeuge mitsamt der dazugehörigen 24 Start- und Landerechte abgeben soll.

+++ 21.07 Uhr: Trump kündigt Ende der Zusammenarbeit mit WHO an   +++

US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

+++ 20.11 Uhr: Metropole New York könnte übernächste Woche öffnen  +++

In der Corona-Krise könnte die Millionenmetropole New York in der zweiten Juniwoche mit ersten Lockerungen der Beschränkungen beginnen. In der kommenden Woche würden voraussichtlich alle Bedingungen dafür erfüllt, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaats New York, am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Um in die erste von vier Phasen des Lockerungsprozesses einzutreten, müssen die Regionen New Yorks sieben Bedingungen erfüllen – beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten, ausreichend Tests und rückläufige Zahlen von Neuinfektionen. Alle neun anderen Regionen des Bundesstaats erfüllen diese Bedingungen bereits und haben mit Lockerungen begonnen.

Der Bundesstaat – und insbesondere die Millionenmetropole New York – sind von der Coronavirus-Pandemie besonders hart getroffen worden. Mehr als 370 000 Menschen in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern haben sich bereits angesteckt, fast 30 000 sind daran gestorben. Am Donnerstag habe es 152 Neuinfektionen gegeben, sagte Cuomo. 67 Menschen seien nach einer Infektion gestorben.

+++ 18.50 Uhr: Lokal nach Corona-Infektionen in Niedersachsen geschlossen  +++

Nach zahlreichen Infektionen mit dem Coronavirus nach der Wiedereröffnung eines Restaurants im niedersächsischen Moormerland bleibt das Lokal vorerst geschlossen. Entsprechende Medienberichte bestätigte am Freitag der Anwalt des Wirts. Einem Bericht der "Ostfriesenzeitung" zufolge will der Wirt den Betrieb nicht mehr alleine weiterführen, sondern innerhalb einer Gesellschaft, die gerade gegründet werde. Sobald diese notariell beurkundet sei, werde in deren Namen eine neue Genehmigung beantragt. Er rechne damit, dass das Lokal mit der Gesellschaft als Betreiber wieder öffnen werde.

Mehrere Dutzend Menschen hatten sich im Zusammenhang mit einer Veranstaltung zur Eröffnung der Gaststätte in Moormerland mit dem neuen Coronavirus infiziert. Der Betreiber betonte stets, es seien alle Schutzmaßnahmen eingehalten worden.

+++ 17.23 Uhr: Säugling stirbt in der Schweiz an Covid-19  +++

In der Schweiz ist erstmals ein Säugling an der vom neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es sei zwar richtig, dass Kinder seltener erkrankten, sagte am Freitag Stefan Kuster vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Aber es gebe leider auch Fälle wie den des gestorbenen Säuglings.

Das Baby aus dem Kanton Aargau hatte sich den Angaben zufolge im Ausland angesteckt. Es werde nun weitere Untersuchungen geben. Kuster machte keine Angaben, ob der Säugling andere Vorerkrankungen hatte.

In der Schweiz haben sich mehr als 30.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, 1650 von ihnen starben.

+++ 16.42 Uhr: CDU-Bundesfraktionsvorsitzender Brinkhaus fordert schnelle Öffnung von Schulen und Kitas  +++

Der Unions-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus hat sich für eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb in Schulen, Kitas und Kindergärten ausgesprochen. Deren Schließung vergrößere Unterschiede zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Familien, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Auch die Belastung für die Familien sei problematisch. "Deshalb müssen wir schnell wieder zu einem normalen Schulalltag und Regelbetreuung in Kitas und Kindergärten kommen", sagte Brinkhaus. Damit die Gesundheit von Kindern und Betreuern sichergestellt werden könne, müssten lokale Gesundheitsbehörden weiter gestärkt werden.

+++ 16.39 Uhr Uhr: Tübinger Mediziner unterbrechen Studie mit Medikament gegen Covid-19 +++

Das Tübinger Institut für Tropenmedizin unterbricht seine Studie mit dem Medikament Chloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Wie Institutsdirektor Peter Kremsner am Freitag mitteilte, soll sie bis zu zwei Wochen ausgesetzt werden, weil es Berichte über schwere Nebenwirkungen des Malaria-Mittels gegeben hat. In dieser Zeit solle ein unabhängiges Sicherheitsgremium die ersten Ergebnisse zur Patientensicherheit anschauen. Danach solle eine Entscheidung fallen, ob die Studie fortgesetzt werde. Zuerst hatte der SWR darüber berichtet.

Die Studie hatte Ende März begonnen. Kremsner geht davon aus, dass die Sorgen um Nebenwirkungen übertrieben sind. Das Medikament sei seit Jahrzehnten bekannt und gut verträglich. Voraussetzung sei allerdings, dass es bei vielen Vorerkrankungen nicht eingesetzt werden dürfe und nicht in Kombination mit vielen anderen Medikamenten.

+++ 16.28 Uhr: Griechenland öffnet zwei Flughäfen für Ferienflieger ab 15. Juni

Griechenland öffnet ab dem 15. Juni die Flughäfen Athen und Thessaloniki für Touristen aus dem Ausland. Reisende aus insgesamt 29 Ländern, darunter aus Deutschland, dürfen in rund zwei Wochen wieder per Flugzeug anreisen, wie das Tourismusministerium am Freitag mitteilte. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte bereits am 20. Mai angekündigt, dass Griechenland ab dem 15. Juni seine Touristensaison wieder eröffnen will.

16.27 Uhr: Spanien führt "Grundeinkommen" ein

In Spanien wird es für arme Familien erstmals ein monatliches "Grundeinkommen" geben. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez unter dem Eindruck wachsender sozialer Not durch die Corona-Krise. Allerdings war das Vorhaben bereits Teil der Koalitionsvereinbarungen zwischen dem sozialistischen Regierungschef und seinem Partner Pablo Iglesias vom Linksbündnis Unidas Podemos. 

"Heute ist ein historischer Tag für unsere Demokratie, an dem ein neues soziales Recht entsteht", sagte Iglesias im Fernsehen. Die neue Regelung gilt vom 1. Juni an. Die Regierung geht davon aus, dass insgesamt 850 000 Haushalte Anspruch auf die staatlichen Hilfen haben werden. Das entspricht etwa 2,3 Millionen der etwa 50 Millionen Einwohner Spaniens, davon 30 Prozent Kinder und Jugendliche. Etwa 16 Prozent sind Alleinerziehende - zu 90 Prozent Frauen. 

+++ 15.20 Uhr: Zulassung von Remdisivir als Mittel gegen Covid-19 verzögert sich +++

Die Zulassung des Mittels Remdesivir gegen Covid-19 auf dem europäischen Markt verzögert sich. Das Pharmaunternehmen Gilead habe bisher noch keinen Zulassungsantrag gestellt, teilte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA am Freitag in Amsterdam mit. Damit werde aber in Kürze gerechnet. Je nach Qualität der vorliegenden Daten sollte dann schnell eine Entscheidung fallen. Die EMA hatte zunächst mit einer Entscheidung bis Ende Mai gerechnet.  

Am 30. April hatte die EMA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Remdesivir gestartet. Davon war der erste Zyklus am 15. Mai beendet worden, wie die EMA mitteilte. Ergebnisse von Studien würden ausgewertet und das Mittel gründlich mit Blick auf seine Nebenwirkungen und seinen Nutzen bewertet.

+++ 15:15 Uhr: Betreiber des Berliner Kinos "Colosseum" meldet Insolvenz an +++

Die Betreibergesellschaft des Berliner Kinos "Colosseum" hat Insolvenz angemeldet. Ein entsprechender Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wurde am Amtsgericht Charlottenburg gestellt. Wegen des Coronavirus habe das "Colosseum" seinen Betrieb wie alle anderen deutschen Kinos im März einstellen müssen, ließ der vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Laboga mitteilen. 

+++ 14.52 Uhr: Dutzende Wissenschaftler kritisieren Studie zu Hydroxychloroquin als Covid-19-Medikament +++   

Dutzende Forscher aus der ganzen Welt haben sich besorgt über eine unlängst veröffentlichte Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament geäußert, die die WHO zur Aussetzung klinischer Tests mit dem Malariamittel veranlasste. Die Studie sei von "vielen Wissenschaftlern rings um die Welt im Detail geprüft" worden, hieß es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten offenen Brief. "Diese Prüfungen haben sowohl Besorgnis angesichts der Methodik als auch der Erhebung der Daten ausgelöst."

In dem offenen Brief wird eine lange Liste von aus Sicht der Unterzeichner problematischen Punkten angeführt. Unter anderem wird die Weigerung der Autoren kritisiert, anderen Wissenschaftlern Zugang zu den Daten zu geben. Auch werde nichts über die Länder und die Krankenhäuser gesagt, aus denen die Daten kommen. Unterzeichnet wurde der offene Brief von Forschern verschiedenster Bereiche unter anderem von der Harvard-Universität und dem Imperial College London.

+++ 14:43: Österreich gibt Maskenpflicht Mitte Juni weitgehend auf +++

Österreich lockert angesichts niedriger Corona- Infektionszahlen Mitte nächsten Monats die Maskenpflicht weitgehend. Am 15. Juni falle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit großteils, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz bekannt. Die Sperrstunde in der Gastronomie werde dann um zwei Stunden bis 1.00 Uhr ausgeweitet.

 +++ 14:36: Söder wird für Kampf gegen Corona bedroht - Umschlag mit Reagenzglas +++

Für seinen politischen Kurs im Kampf gegen das Corona-Virus wurde CSU-Chef Markus Söder bereits persönlich bedroht und angefeindet. "Hass und Hetze nehmen zu", schrieb der bayerische Ministerpräsident beim Kurznachrichtendienst Twitter und postete dazu das Foto eines an ihn andressierten Briefumschlags samt Inhalt. Neben einem kleinen Reagenzglas liegt ein Zettel auf dem "2019-nCoV" "positiv" steht und auf einem zweiten Zettel der Satz "trink das - dann wirst du immun".

+++ 14.28 Uhr: Dänemark öffnet am 15. Juni Grenzen für deutsche Touristen +++

Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland, Norwegen, Island und Skandinavien. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt.

Dänemark hatte als eines der ersten Länder Europas im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land.

Frederiksen hatte bereits angekündigt, dass die Regierung spätestens am 29. Mai einen Plan "für eine kontrollierte und schrittweise Wiedereröffnung des Sommertourismus" präsentieren wolle. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits wieder einreisen.

+++ 13.21 Uhr: Im April acht Prozent mehr Sterbefälle als in den Vorjahren +++

Der Anstieg der Sterbefälle in Deutschland wegen der Corona-Pandemie hat sich im Laufe des Aprils weiter abgeschwächt. Insgesamt starben im April mindestens 82.246 Menschen, das waren acht Prozent beziehungsweise 5942 mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Mehr als 80.000 Sterbefälle in einem April gab es in Deutschland zuletzt im Jahr 1977. Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich den Statistikern zufolge seit der Woche vom 23. bis zum 29. März. Die bislang höchste Abweichung wurde demnach zwei Wochen später, in der Woche vom 6. bis zum 12. April mit 13 Prozent registriert. In der letzten Aprilwoche lagen die Sterbefallzahlen noch zwei Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre.

Insgesamt starben seit Ende März 7486 Menschen mehr beziehungsweise sieben Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Betroffen waren vor allem Bayern (plus 18 Prozent), Baden-Württemberg (plus 16 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus fünf Prozent). Da die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt, sehen die Statistiker die aktuell beobachtete Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Sie betonten aber, dies bedeute nicht, dass alle zusätzlich gezählten Fälle in der Statistik auf Covid-19 zurückzuführen seien, auch andere Todesursachen könnten einen Effekt haben. Im europäischen Vergleich sei das Ausmaß der Übersterblichkeit in Deutschland zudem eher gering.

+++ 13.02 Uhr: Athen öffnet Tourismus - keine Quarantänepflicht für Deutschland +++

Touristen und Reisende aus 29 Staaten werden ab 15. Juni ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen können. Die Gesundheitsbehörden werden stichweise Kontrollen wegen des Coronavirus durchführen. Dies teilte das griechische Tourismusministerium mit. Diese Staaten sind Deutschland, Österreich, die Schweiz, Albanien, Australien, Nordmazedonien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Japan, Israel, China Kroatien, Zypern, Lettland, Libanon, Litauen, Malta, Montenegro, Neuseeland, Norwegen, Südkorea, Ungarn, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Slowenien sowie Tschechien und Finnland.

+++ 12.52 Uhr: Corona-Sterberisiko bei Krebs- und Diabetes-Patienten Studien zufolge höher +++

Krebs- und Diabetes-Patienten haben zwei Studien zufolge ein deutlich höheres Risiko, bei einer Corona-Erkrankung zu sterben, als andere Covid-19-Patienten. Einer französischen Studie zufolge starb jeder zehnte Covid-Patient mit Diabetes innerhalb der ersten sieben Tage nach seiner Verlegung in ein Krankenhaus. Bei Krebspatienten ist die Sterberate doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt, wie eine weitere, in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie ergab.

+++ 12 Uhr: Corona-Todesfälle in Russland erreichen neuen Höchststand +++

In Russland sind innerhalb eines Tages so viele Menschen mit dem Coronavirus gestorben wie noch nie seit Beginn der Epidemie. 232 Todesfälle seien seit Donnerstag gemeldet worden, teilten die Behörden in Moskau mit. Zuvor lag diese Zahl immer deutlich unter der Marke von 200. Damit gibt es insgesamt 4374 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Das ist vergleichsweise wenig. In Deutschland liegt die Zahl der Todesfälle derzeit bei 8450, in den USA sprechen Wissenschaftler von mehr als 100.000 Todesfällen.

Es gab vielfach Medienberichte über angeblich geschönte Statistiken. Die Behörden weisen das vehement zurück. Landesweit haben sich bereits mehr als 387.600 Menschen infiziert – 159.300 gelten als genesen. In Moskau soll es von Montag an nach zwei Monaten strenger Ausgangssperren größere Lockerungen geben. Jeder Einwohner darf demnach in den Morgenstunden Sport an der frischen Luft treiben und dreimal pro Woche spazieren gehen.

+++ 11.41 Uhr: Weiße Kreise sollen auf Wiese in Heidelberg für Abstand sorgen +++

Damit auf der für Feiern bekannten Neckarwiese in Heidelberg zu Pfingsten Ordnung herrscht, hat die Stadt weiße Kreise mit dem nötigen Corona-Abstand markiert. Wie Anstoßkreise auf einem Fußballplatz geben die Markierungen vor, wo sich einzelne Gruppen aufhalten dürfen. Städtische Arbeiter brachten die weiße Farbe auf, die mit der Zeit von alleine wieder verschwindet. Bilder solcher Abstandsmarkierungen waren kürzlich auch aus San Francisco um die Welt gegangen.

In Heidelberg dürfen sich Personen allein oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt sowie maximal einem weiteren Haushalt in einen Kreis setzen, teilte die Stadt mit. Der Abstand von rund drei Metern zwischen den Kreisen biete genügend Platz, um zwischen den Gruppen hindurchzulaufen. "Für das Pfingstwochenende ist schönes Wetter angekündigt, da wollen wir für die Neckarwiese eine kleine Orientierungshilfe geben, damit sich niemand Sorgen um den richtigen Abstand machen braucht", teilte Bürgermeister Wolfgang Erichson mit.

Wiese Corona Heidelberg

Kreise zur Kontaktvermeidung von Gruppen auf einer Wiese in Heidelberg

DPA

+++ 11.32 Uhr: Virologe Streeck: "Sehr viel mehr auf Großevents fokussieren" +++

Großveranstaltungen wie die Karnevalssitzung in Gangelt spielen nach Einschätzung des Bonner Virologen Hendrik Streeck eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Er gehe davon aus, "dass wir uns sehr viel mehr auf diese Großevents fokussieren müssen", sagte der Autor der sogenannten "Heinsberg-Studie" dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die zu unterbinden scheint am ehesten was gebracht zu haben."

Er vermute, dass es auch in Zukunft immer wieder zu lokalen Ausbrüchen wie zuletzt in Leer oder Frankfurt kommen werde. "Das wird vielleicht im Herbst auch vermehrt und überraschend geschehen - aber ich glaube nicht, dass wir eine zweite Welle sehen werden, die uns regelrecht überschwemmt und überfordert."

Auf die Frage, wie zuversichtlich er sei, dass es je einen Impfstoff geben werde, antwortete Streeck: "Jede Vorhersage für einen Impfstoff ist nicht seriös. Es gibt bislang gegen kein Coronavirus einen Impfstoff. Gegen HIV wurden schon über 500 Impfstoffe konstruiert, wenige auf Effektivität getestet, aber keiner hat funktioniert." Es sei deshalb ratsam, sich darauf einzustellen, dass das Virus bleiben werde.

 +++ 11 Uhr: Italiens Wirtschaft bricht massiv ein +++

Die Wirtschaft Italiens ist im ersten Quartal noch stärker eingebrochen als bisher bekannt. Wie das Statistikamt Istat in Rom mitteilte, lag die Wirtschaftsleistung (BIP) in den ersten drei Monaten des Jahres 5,3 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019. In einer ersten Schätzung war ein etwas geringerer Rückgang um 4,7 Prozent ermittelt worden.

Die italienische Wirtschaft wurde durch die Corona-Krise besonders hart getroffen. Fachleute befürchten, dass der Wachstumseinbruch im zweiten Quartal noch wesentlich heftiger ausfällt, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem in diesem Abschnitt ergriffen wurden.

+++ 10.51 Uhr: ZDF-Politbarometer: Deutsche schrecken vor Sommerurlaub zurück +++

Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland will laut dem ZDF-Politbarometer in diesem Jahr nicht in Urlaub fahren. Demnach gaben 37 Prozent der Befragten an, keinen Urlaub zu machen. Etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) möchte in den Urlaub fahren, will den in diesem Jahr aber in Deutschland verbringen. Nur gut jeder Zehnte (13 Prozent) plant den Sommerurlaub im europäischen Ausland. 18 von 100 Menschen sind noch unentschieden.

Auch darüber, was die Menschen umtreibt, gab die Umfrage Auskunft: Viele Menschen machen sich in der Corona-Krise mehr Sorgen um wirtschaftliche Folgen (61 Prozent) als um gesundheitliche (33 Prozent). Die meisten Menschen (71 Prozent) gehen davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in Deutschland stark verschlechtern wird. Gut ein Viertel glaubt das nicht (28 Prozent).

Dass sich das auch stark auf die eigene finanzielle Situation auswirkt, glauben hingegen nur 12 Prozent. Eine deutliche Mehrheit (86 Prozent) erwartet geringe oder keine Verschlechterung. Einen einmaligen Familienbonus von 300 Euro pro Kind finden viele gut (57 Prozent). Über ein Drittel ist dagegen (38 Prozent).

+++ 10.48 Uhr: Indien verzeichnet mehr Coronavirus-Tote als China +++

In Indien sind mittlerweile mehr als 4700 Menschen an einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben und damit mehr als in China, wo der Erreger nach Angaben der Behörden im Dezember zuerst aufgetreten war. Wie das indische Gesundheitsministerium mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden um 175 auf insgesamt 4706. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt demnach bei 165.799.

Besonders stark ist der westliche Bundesstaat Maharashtra mit der Millionenmetropole Mumbai betroffen. China, wo bislang 82.995 Infektions- und 4634 Todesfälle verzeichnet wurden, meldete keine neuen Infektions- und Verdachtsfälle.

+++ 10.38 Uhr: Südkorea schränkt Schulbetrieb wieder stark ein +++

Nach einem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle hat Südkorea den Schulbetrieb wieder stark eingeschränkt. Die Grund- und Mittelschulen in und um die besonders betroffene Hauptstadt Seoul dürfen nach einer Anordnung der Regierung jeden Tag nur noch ein Drittel der Kinder zulassen - die anderen bekommen Fernunterricht. Dasselbe gilt für Kindergärten.

Südkorea war zu Beginn der Coronavirus-Pandemie das am zweitstärksten betroffene Land nach China. Durch strikte Abstandsregeln, umfangreiches Testen und das Nachverfolgen von Kontakten konnte der Ausbruch aber unter Kontrolle gebracht werden - die Zahl der Neuinfektionen ging deutlich zurück.

Mehrere neue Infektionsherde, darunter in einem Lager des Onlinehändlers Coupang, drohen den Erfolg nun aber wieder zunichte zu machen. Am Donnerstag hatte die Behörden 79 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet, so viele wie seit Anfang April nicht mehr. Am Freitag kamen noch einmal 58 Neuinfektionen hinzu. Die Zahl der Gesamtinfektionen stieg damit auf 11.402.

+++ 10.25 Uhr: Westerfellhaus fordert flächendeckend Besuchsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigen +++

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat flächendeckend "angemessene Besuchsmöglichkeiten" in Pflegeeinrichtungen gefordert. "Pflegebedürftige benötigen nicht nur Schutz vor Infektionen, sondern auch Kontakte mit den An- und Zugehörigen und die Freiheit, die Einrichtung für einen Spaziergang zu verlassen", erklärte Westerfellhaus. Er habe in der Gesundheitsministerkonferenz der Länder dafür geworben, den Einrichtungen rechtliche Spielräume zu eröffnen und ihnen Handlungsempfehlungen für Besuchskonzepte zur Verfügung zu stellen.

Ihn erreichten erschütternde Briefe von Angehörigen darüber, "unter welchen Bedingungen Besuche in einigen Pflegeeinrichtungen nur möglich sind und wie gravierend die physischen und psychischen Folgen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sind", erklärte Westerfellhaus.

+++ 9.41 Uhr: Städte- und Gemeindebund fordert verbindliche Mindestvorschriften gegen Corona +++

In der Corona-Pandemie hat der Städte- und Gemeindebund vor einem "Lockerungswettbewerb" zwischen den Bundesländern gewarnt. "Wenn wir weiterhin gut durch die Krise kommen wollen, muss es wenige verbindliche Mindestvorschriften in ganz Deutschland geben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Dazu gehörten unter anderem eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen, Abstandsgebote, ein Verbot von Großveranstaltungen und "gewisse Kontakteinschränkungen". Diese Vorgaben müssten konsequent kontrolliert werden.

Nur auf Gebote zu setzen, sei der falsche Ansatz, der wenig Erfolg verspreche, sagte Landsberg. Einen entsprechenden Vorstoß hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) unternommen.

+++ 9.14 Uhr: Brasilien meldet erneut starken Anstieg der Corona-Fälle +++

Brasilien hat innerhalb von nur einem Tag 26.417 neue Infizierungen mit dem Coronavirus registriert. Das sei der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Covid-19-Pandemie, teilte das Gesundheitsministerium in Brasília mit. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 438.238. Mindestens 26.754 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben.  

Brasilien liegt nach den Daten der US-Universität Johns Hopkins bei der Zahl der Todesopfer damit weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten auf Platz zwei der am schwersten betroffenen Länder - hinter den Vereinigten Staaten. Die tatsächliche Zahl dürfte unter anderem wegen fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse weit höher liegen.  

+++ 8.41 Uhr: Einzelhandel erleidet kräftige Umsatzeinbuße +++

Der Einzelhandel in Deutschland hat wegen geschlossener Geschäfte in der Corona-Krise kräftige Umsatzeinbußen erlitten. Im April sank der Erlös preisbereinigt um 6,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Zum Vormonat März fiel der Umsatz um gut 5 Prozent - der stärkste Rückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007. 

Gefragt waren demnach zwar Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, dort stieg der Umsatz um 6,2 Prozent. Hingegen brach der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln um 14,5 Prozent ein -  der größte Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1994, so die Wiesbadener Statistiker. Besonders groß waren die Umsatzverluste bei Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren mit mehr als 70 Prozent. Großer Gewinner in der Corona-Krise war zuletzt der Internet- und Versandhandel mit einem Umsatzplus von mehr als 24 Prozent zum Vorjahresmonat. 

+++ 8.03 Uhr: Deutsch-dänischer Grenzhandel deutlich eingebrochen +++

 "Lukket" - "Geschlossen" steht derzeit an vielen Geschäften auf schleswig-holsteinischer Seite entlang der deutsch-dänischen Grenze. Händler und grenznahe Kommunen leiden aufgrund der weitgehenden Grenzschließung besonders unter den seit Monaten andauernden coronabedingten Einschränkungen. "Die Lage ist sehr schlecht", sagte Bernd Christiansen, Geschäftsführer der Grenzwarenvertriebsgesellschaft, zu der die Grenzmärkte Poetzsch und Otto Duborg gehören. Die Umsätze seien um 80 bis 85 Prozent zurückgegangen.

"98 Prozent der Kunden kommen aus Skandinavien", sagte Christiansen. Und diese hätten derzeit bis auf wenige Ausnahmen keine Möglichkeit, nach Deutschland zu kommen. Von den deutschen Kunden alleine könne kein Grenzhändler leben, ist Christiansen sicher. 

+++ 7.53 Uhr: Ölpreise geben wieder etwas nach +++

Die Ölpreise haben im frühen Handel einen kleinen Teil ihrer Vortagesgewinne wieder abgegeben. Händler begründeten dies mit den anhaltenden Sorgen vor einer Verschlechterung der US-chinesischen Beziehungen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 34,96 US-Dollar. Das waren 33 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 53 Cent auf 33,18 Dollar nach.

+++ 7.51 Uhr: Autobauer Renault will fast 15.000 Stellen abbauen +++

Der in eine Krise geratene Autobauer Renault will weltweit fast 15.000 Stellen abbauen. Davon entfallen rund 4600 Jobs auf Frankreich. Der Hersteller kündigte in Boulogne-Billancourt bei Paris ein Sparprogramm mit einem Umfang von über zwei Milliarden Euro an. Der Plan soll über drei Jahre hinweg laufen.  

Der Traditionshersteller mit bisher rund 180.000 Beschäftigten weltweit hatte bereits im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben und leidet wegen der Corona-Pandemie unter einer Absatzkrise. Der Konzern braucht einen staatlich garantierten Kredit von fünf Milliarden Euro, der aber noch nicht gewährt wurde.

+++ 6.03 Uhr: Experten: Nachverfolgung von Infektionen aktuell zuverlässig +++

Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. "Im Moment ist die Lage vergleichsweise entspannt", sagte Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. "Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah", sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert. 

+++ 5.19 Uhr: Bahnhöfe sollen stärker desinfiziert werden +++

Mit mehr Desinfektionsmittelspendern für Hände, häufigeren Reinigungen und virusabtötendem Licht will die Deutsche Bahn sich an den Bahnhöfen auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise einstellen. "Wir fokussieren all unsere Anstrengungen gerade auf Sauberkeit und Hygiene an den Bahnhöfen", teilte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla der Deutschen Presse-Agentur mit. An 600 Stationen seien inzwischen Hand-Desinfektionsspender aufgestellt. 

Mit sogenannten Wegeleitsystemen sollen nach und nach an allen Bahnhöfen Fahrgastströme stärker gelenkt und entzerrt werden, um Abstandsregeln besser einhalten zu können. 

Prostitution in Corona-Zeiten (Symbolbild)

+++ 5.14 Uhr: Paketmengen trotz offener Geschäfte deutlich über Vor-Corona-Niveau +++

Trotz wieder geöffneter Geschäfte verzeichnen die Paket-Zusteller weiterhin deutlich erhöhte Mengen an Sendungen. "Wir liegen weiterhin deutlich über dem Vor-Corona-Durchschnitt", sagte ein DHL-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Spitzenwerte wie an Ostern, als zeitweise neun Millionen Pakete pro Tag zugestellt wurden, erreiche man zwar nicht mehr. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr liege aber weiterhin im zweistelligen Prozentbereich.

Bei den Wettbewerbern ist es ähnlich: Hermes stellt immer noch 40 Prozent mehr Sendungen zu als üblich. "Die Paketmengen bewegen sich seit rund zwei Monaten konstant auf Vorweihnachtsniveau", sagte eine Sprecherin. Das liege vor allem an Bestellungen im Online-Handel - insbesondere Produkte für das Leben zu Hause seien beliebt, allerdings sei auch Mode mittlerweile wieder stärker nachgefragt. Der private Paketversand liege ebenfalls deutlich über den üblichen Mengen. Auch DPD sieht sich "weit entfernt vom Vor-Pandemie-Niveau". Zwar seien die Geschäfte wieder geöffnet, dafür stiegen aber die Sendungen im Business-Bereich wieder an. Punktuell müsse man in der Zustellung zusätzliches Personal einstellen.

+++ 5.03 Uhr: Umfrage: Jeder vierte Soloselbstständige rechnet mit Aus in der Krise +++

Die Corona-Krise trifft Soloselbstständige einer Studie zufolge besonders hart. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen, wie aus der Analyse hervorgeht, die das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlichte. Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben.

+++ 4.44 Uhr: Japan: Industrieproduktion fällt auf tiefsten Stand seit Jahren +++

Die Industrieproduktion in Japan ist im April im Zuge der Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Wie die Regierung auf vorläufiger Basis bekanntgab, fiel die Produktion im Vergleich zum Vormonat um 9,1 Prozent. Damit schrumpft der Ausstoß der Nummer drei der Weltwirtschaft im nunmehr dritten Monat in Folge. Die bereits vor der Corona-Krise geschwächte Wirtschaft steckt inzwischen so wie Deutschland in einer Rezession. Die Produktionsunternehmen des Landes rechnen für Mai mit einem weiteren Rückgang der Fertigung um 4,1 Prozent, bevor die Produktion im Juni mit geschätzt 3,9 Prozent wieder anziehen dürfte, hieß es. 

+++ 4.23 Uhr: RKI meldet 741 Neuinfektionen in Deutschland +++ 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 741 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 180 458 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 29.05. 0 Uhr).

Bislang starben nach RKI-Angaben 8450 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 39. 164.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 900 mehr als noch einen Tag zuvor. 

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag bei 0,61 (Datenstand 28.5. 0 Uhr; Dienstag 0,68). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ 4.07 Uhr: Berlinale und 20 weitere Filmfestspiele bieten virtuelles Festival an +++

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie präsentieren 21 internationale Filmfestspiele ab Freitag auf YouTube ein kostenloses Online-Filmfestival. Zehn Tage lang bietet das virtuelle Festival "We Are One" Spielfilme, Kurz- und Dokumentarfilme, Musik sowie virtuelle Runde Tische. "We are One" (Wir sind eins) geht auf die Initiative des Tribeca Filmfestivals zurück; an ihm beteiligen sich unter anderem die Berlinale sowie die Festspiele von Cannes, Venedig und Toronto.

Internetnutzer können sich das Programm auf YouTube ansehen und dort auch spenden. Ein Teil des Erlöses soll der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Wohltätigkeitsorganisationen für ihren Kampf gegen Covid-19 zugute kommen. 

+++ 3.57 Uhr: SPD will Kündigungsschutz für Mieter in Corona-Krise verlängern +++

Die SPD will den in der Corona-Krise geltenden Schutz von Mietern vor Kündigungen bei Zahlungsverzug um drei Monate verlängern. Eine Verlängerung dieser bislang Ende Juni auslaufenden Sonderregelung bis Ende September sei sinnvoll, da sich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise "erst mit Zeitverzug voll zeigen", sagte der SPD-Wohnungsbauexperte Bernhard Daldrup dem Magazin "Focus". 

Auch der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten, bezeichnete eine Verlängerung des Kündigungsschutzes als "dringend erforderlich". Die Lage werde "schleichend problematischer" für die Mieter, sagte Siebenkotten dem "Focus". 

Der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak, warnte hingegen vor einer Verlängerung der Sonderregelung. Dies wäre nach seiner Ansicht das "komplett falsche Signal". Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise müssten so gering wie möglich gehalten werden. Dazu gehöre, dass Vermieter wieder mit ihren Mieteinnahmen rechnen könnten, sagte der CDU-Politiker dem Magazin.

+++ 2.57 Uhr: KMK-Chefin hält Rückkehr zu normalem Schulbetrieb nach Ferien für möglich +++

Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), hält eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb in allen Bundesländern nach den Sommerferien für möglich. Die Länderminister würden sich über eine entsprechende Aufhebung von Corona-Restriktionen im Schulbereich zu Beginn der kommenden Woche austauschen, sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin der Berliner "tageszeitung". 

In allen Bundesländern bestehe "der dringende Wunsch, zu stärkerer Normalität zurückzukehren", betonte Hubig. Die Länder verfolgten alle grundsätzlich das gleiche Ziel, "wenn möglich" nach den Ferien wieder Normalbetrieb in den Schulen stattfinden zu lassen.

+++ 0.56 Uhr: Verbände fordern Steuerbonus von 1200 Euro für Arbeit im Homeoffice +++

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) fordern laut einem Zeitungsbericht einen Steuerbonus von 1200 Euro für die Arbeit im Home Office während der Corona-Krise. Wer zu Hause Büroarbeit für seinen Arbeitgeber leiste, solle im Jahr einen Steuerfreibetrag von 50 Euro im Monat geltend machen können, verlangen die Verbände laut "Bild"-Zeitung in einem gemeinsamen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

+++ 0.14 Uhr: Trump kündigt Pressekonferenz zu China an +++

 Inmitten zunehmender Spannungen zwischen Washington und Peking hat US-Präsident Donald Trump für Freitag eine Pressekonferenz zum Thema China angekündigt. "Wir werden morgen verkünden, was wir mit Blick auf China tun werden", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office. "Wir sind nicht glücklich mit China", ergänzte er, ohne dies näher zu erläutern.    

Das Verhältnis zwischen den beiden Supermächten ist extrem angespannt. Unter anderem streiten sich beide Seiten über die Verantwortung für das Ausmaß der Corona-Pandemie. Zudem befinden sich Washington und Peking in einem schweren Handelskonflikt. Zuletzt hatten die USA der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong ihren Sonderstatus nach US-Recht entzogen. 

mod / DPA / AFP
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