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Das Glück ist ein Turnschuh Laufband oder draußen. Was ist besser?


New York erlebt gerade den kältesten Winter seit Jahrzehnten. Temperaturen um Minus 15 Grad, Schnee und Eis machen ein regelmäßiges Lauftraining leider nahezu unmöglich. Eine kleine Frostbeule an der Lippe erinnert mich schmerzhaft an meinen letzen Versuch vor ein paar Wochen. Viele befreundete Läufer haben sich nun für den Winter im Fitnessstudio angemeldet. Statt im Freien rennen sie jetzt auf Laufbändern in wohl temperierten Räumen.

Was aber viele vergessen, Training auf dem Laufband unterscheidet sich komplett vom normalen Laufen. Grundsätzlich ist es einfacher auf solchen Bändern zu joggen. Es wird deutlich weniger Energie benötigt, der Kalorienverbrauch ist dementsprechend niedriger. Das liegt vor allem daran, dass die Bewegung des Laufbandes den Beinen Arbeit abnimmt. So ist drinnen plötzlich manche Topleistung möglich. Dazu kommt, dass Laufbänder in der Grundeinstellung nur eine gleichmässig flache Strecke abbilden. Das wechselnde Terrain beim Außentraining fordert und fördert dagegen die Koordinationsfähigkeit des Körpers. Das fällt auf dem Laufband natürlich komplett weg. Der Vorteil, dass man beim Indoor-Laufen in einem wohl temperierten Raum trainiert, ist aber auch ein Nachteil. Weil Reize wie Wärme, Wind, Kälte oder Luftfeuchtigkeit fehlen, sinkt der Energieumsatz nochmals.

Aber es gibt Hoffnung. Mit ein paar einfachen Tipps lassen sich viele Nachteile recht leicht ausgleichen.

1. Um die Belastung zu erhöhen, sollte man die Steigung des Laufbandes immer auf ein bis zwei Prozent einstellen. Wer ein bisschen Abwechslung haben will, kann für einzelne Streckenabschnitte auch höhere Werte wähle. So lassen sich kleine Bergläufe perfekt simulieren.

2. Ohnehin ist es gut, beim Training auf dem Band eine höhere Geschwindigkeit als draußen zu laufen. Denn nur so lässt sich der sich der niedrige Energieverbrauch zumindest teilweise ausgleichen.

3. Laufbandtraining ist eintönig und das Auftreten macht einigen Lärm. Das wird schnell langweilig und die Entspannung klappt auch nicht so gut. Wer ein bisschen Abwechslung braucht, kann ein spannendes Hörbuch hören. Wer seine Ruhe haben will, sollte es mit schalldämpfenden Ohrstöpseln versuchen.

4. Auf dem Laufband verändern sich das Auftritt- und Abrollverhalten. Es braucht einige Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat. Deswegen sollte man besonders am Anfang bewusst auf seine Schritte achten. Ohnehin neigt man dazu, auf dem Laufband die Schrittlänge zu verkürzen. Das lässt sich leicht verhindern, indem man sich einen Orientierungspunkt in Augenhöhe sucht. Fixiert man den, richtet das den gesamten Körper auf und man erreicht seine normale Schrittlänge. Wer dagegen auf die Anzeigefläche des Bandes schaut, neigt den Kopf nach unten und sackt mit dem Oberkörper ein. Das sorgt für Verspannungen und eine unnatürliche Schrittlänge.

5. Auf dem Laufband sollte man leichtere Schuhe tragen. Die modernen Bänder sind sehr gut gedämpft, die Schuhe müssen es also nicht noch obendrauf. Der Fuß bekommt dadurch mehr Freiheit und natürliche Bewegungsabläufe werden nicht eingeschränkt.

6. Gerade für Anfänger ist die Pulskontrolle auf dem Laufband wichtiger als draußen. Nur so weiß man verlässlich, wie stark man sich auspowert. Und kann, wenn nötig, die Geschwindigkeit erhöhen oder senken.

Laufband Test: Hier geht es zum Laufband Vergleich.


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