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Interview

"Die Höhle der Löwen": So geht es jetzt für die Deocreme-Erfinderin weiter

Mit ihrer alufreien Deocreme konnte Hendrike Grubert in "Die Höhle der Löwen" nicht überzeugen. Im Gespräch erzählt sie, wie sie auch ohne Hilfe der Löwen erfolgreich sein will.

Hendrike Grubert stellt in "Die Höhle der Löwen" ihre alufreie Deocreme vor

Hendrike Grubert stellt in "Die Höhle der Löwen" ihre alufreie Deocreme vor

Frau Grubert, Sie haben eine vegane Deocreme ohne Aluminium entwickelt. Wie kommt man auf so eine Idee?

Ich war mit der Wirkung aluminiumfreier Deos aus der Drogerie nicht zufrieden. Also habe ich angefangen zu recherchieren: Was gibt es für Wirkstoffe? Was kann man einsetzen? Ich habe angefangen, mit verschiedenen Rezepturen zu experimentieren. Das Ergebnis habe ich zunächst an mir selbst getestet, später durfte auch mein gesamter Freundeskreis herhalten. Die Rückmeldungen waren alle sehr positiv, also habe ich das Produkt in meinen Onlineshop aufgenommen.

Aluminium in herkömmlichen Deos zieht die Hautporen zusammen und wirkt schweißhemmend. Welche Inhaltsstoffe sollen in Ihrem Produkt für eine Wirkung sorgen?

Im Wesentlichen sind das drei Inhaltsstoffe, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen. Das enthaltene Kokosöl wirkt deodorierend. Natron, also herkömmliches Backpulver, sorgt dafür, dass sich der pH-Wert der Haut leicht verändert und die Bakterien auf der Haut den Schweiß nicht mehr so schnell zersetzen können. Außerdem ist Zinkoxid enthalten, das die Hautporen leicht zusammenziehen soll und so bewirkt, dass man weniger schwitzt.

Gibt es Studien zur Wirksamkeit?

Nein, ich habe keine Studien anfertigen lassen. Die Erfahrungen beruhen auf Rückmeldungen, die ich von Kunden bekomme. Viele Leute sagen: "So etwas habe ich die ganze Zeit gesucht. Alles andere habe ich weggeschmissen."

In Drogerien gibt es zahllose alufreie Deos. Wie unterscheidet sich Ihr Produkt davon?

In meiner Deocreme steckt kein Alkohol. Viele Leute reagieren empfindlich auf diesen Inhaltsstoff, und nach der Rasur kann Alkohol ein brennendes Gefühl auf der Haut hinterlassen. Außerdem trägt man die Creme unmittelbar mit den Fingern auf, anstatt ein Spray oder ein Roll-on zu benutzen.

"Die Höhle der Löwen": Ponyhütchen im Test: Schützt die alufreie Deocreme tatsächlich vor Schweiß?
Deo-Creme aus "Die Höhle der Löwen"

Handgemacht: Schweizerin Hendrike Grubert stellt ihre Produkte in einer kleinen Manufaktur her. Der erste Eindruck ist gut, die Produktverpackung wirkt wertig. Allerdings fallen die Tuben mit rund 50 Milliliter Inhalt etwas kleiner als gedacht aus.

Eine Tube Deocreme mit 25 Millilitern Inhalt verkaufen Sie für rund sieben Euro. Ein stolzer Preis, gemessen an Produkten aus der Drogerie. Wie kommt er zustande?

Ich verwende hochwertige Inhaltsstoffe, also Bio-Kokosöl und Bio-Sheabutter. Das ist natürlich teurer in der Herstellung als ein Sprühdeo mit Alkohol und Wasser. Außerdem ist die Deocreme recht ergiebig. Bei empfohlener Anwendungsmenge - die Menge einer halben Erbse für beide Achseln - hält das Produkt einige Monate.

Das Produkt ist vegan und bio. Kann man das jetzt auch essen?

Theoretisch, ja. Nur leider schmeckt es ganz grauenhaft. In "Der Höhle der Löwen" habe ich es ja auch probiert. Leider hatte man vergessen, mir ein Glas Wasser hinzustellen. Und da stand ich dann, denn Mund voll mit Backpulver und Fett – es war sowas von widerlich.

Sie haben keinen der Löwen für ein Investment gewinnen können. Wie geht es jetzt weiter?

Damit kann ich gut leben. Es ist nun einmal ein Nischenprodukt. In dem halben Jahr zwischen Aufzeichnung der Sendung und Ausstrahlung ist bereits jede Menge passiert. Ich habe unabhängig von der TV-Sendung mit weiteren Investoren gesprochen. Und es wird einen Flagshipstore in Berlin, Prenzlauer Berg, geben, der im Oktober öffnet.

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