HOME

Stern Logo Ratgeber Diabetes

Adipositas-Forschung: X-Factor: Warum das Protein Tbx3 entscheidet, ob wir satt sind oder nicht

Wer entscheidet eigentlich, wann wir satt sind? Warum haben wir Heißhungerattacken? Alles reine Kopfsache, sagen Forscher vom Institut für Diabetes und Adipositas. Jetzt sind sie dem Protein Tbx3 auf die Schliche gekommen.    

Adipositas-Forschung: Wenn der Hunger keine Grenzen kennt

Wissenschaftlern in München ist möglicherweise ein wichtiger Schritt in der Adipositas-Forschung gelungen. Sie kamen einem Protein auf die Spur, das dem Gehirn eine wichtige Botschaft sendet.

Getty Images

Menschen essen, wenn sie Hunger haben. Die meisten jedenfalls. Manche stopfen einfach nur aus Langeweile Nudeln, Pizza, Schokolade oder andere Leckereien in sich hinein. Und zwar so lange bis das rote Lämpchen angeht und der Körper meldet: "Ich bin satt." Das tut er ganz offensichtlich nicht immer. Lebende Beweise dafür gibt es weltweit, denn Adipositas - krankhafte Fettleibigkeit - ist seit Jahren auf dem Vormarsch. Wissenschaftler vom Institut für Diabetes und Adipositas (IDO) des Helmholtz Zentrums München haben jetzt ein Protein entdeckt, das offenbar maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass die Sättigungsampel im Gehirn auf "Rot" springt. die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit wurden im Fachjournal "Nature Metabolism" publiziert.

NEON Unnützes Wissen: Der menschliche Körper hat Reserven für 40 Marathons - acht kuriose Fakten zu Fett

Satt oder nicht satt? Welch große Frage

"Ob wir hungrig sind oder uns satt fühlen, entscheidet sich maßgeblich im Gehirn - hauptsächlich im Hypothalamus, der Schaltzentrale", sagt Dr. Alexandre Fisette, Erstautor der Studie. Demnach kontrollieren zwei Gruppen von Nervenzellen über Botenstoffe unser Körpergewicht. Im besten Fall stimulieren die einen zunächst die Nahrungsaufnahme - die anderen sorgen später für das Sättigungsgefühl. Ein Wechselspiel, das unseren Energiehaushalt im Gleichgewicht hält - und damit letztlich auch das Körpergewicht reguliert. Fisette und seine Forscherkollegen haben ein Protein mit dem kryptischen Namen Tbx3 entlarvt, das in diesem Wechselspiel eine Schlüsselrolle spielen soll. "Ohne Tbx3 können die Nervenzellen für das Sättigungsgefühl keine Botenstoffe produzieren", erklärt Carmelo Quarta, wie Fisette Erstautor der Studie. Das Protein ist also entscheidend für die Aufrechterhaltung des Energie- und Zuckerstoffwechsels. Vereinfacht gesagt, steuert es unser Körpergewicht. Ist Tbx3 nicht vorhanden, wird der Signalweg blockiert.

Ohne Tbx geht nix

Dr. Fisette und sein Team beschreiben die Folgen des fehlenden Proteins als eine Art Identitätskrise der Nervenzellen, die für die Sättigung verantwortlich sind. Das könne zu krankhaftem Übergewicht führen. "In ersten Versuchen mit menschlichen Nervenzellen konnten wir zeigen, dass diese ihrer Aufgabe nicht nachkamen, wenn Tbx3 fehlt", so Quarta. Zuvor wurde das Phänomen bereits in einem präklinischen Modell und bei Fruchtfliegen erforscht. Tatsächlich sind Wissenschaftler den Ursachen für Fettleibigkeit schon viele Jahre mit Hochdruck auf der Spur, um therapeutische Eingriffsmöglichkeiten zu finden. In München wurde nun erstmals erklärt, welche Mechanismen der Stoffwechselerkrankung zugrunde liegen. Studienleiter Prof. Dr. Matthias Tschöp hofft nun, dass Tbx3 zukünftig auch als Ziel pharmakologischer Ansätze in Frage kommt.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.