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Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor: Mineralstoffe für Herz und Nieren

Wenn der Körper nicht genügend Mineralstoffe bekommt, wird er geradezu morsch und lahm. Denn Knochen, Nerven und Muskeln brauchen Kalzium, Kalium, Magnesium und Phosphor.

Käse enthält viele Salze, vor allem Kochsalz (Natriumchlorid)

Käse enthält viele Salze, vor allem Kochsalz (Natriumchlorid)

Der menschliche Körper braucht viele Nährstoffe, um reibungslos zu funktionieren. Manche davon kann er selbst herstellen, andere - wie etwa Mineralstoffe - nicht. Da viele Mineralstoffe aber essenziell, also lebensnotwendig sind, müssen sie ihm jeden Tag über die Nahrung oder über Getränke zugeführt werden.

Die jeweilige benötigte Menge unterscheidet sich von Stoff zu Stoff. Von manchen Mineralstoffen braucht der Körper mehr, von anderen weniger. Liegt der Bedarf höher als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, spricht man von Mengenelementen. Dazu zählen Chlor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Elemente, von denen weniger benötigt wird, heißen Spurenelemente. Von denen braucht der Mensch zum Teil nur sehr wenige Mikrogramm.

Mengenelemente übernehmen wichtige Funktionen im Körper: Sie regulieren den Wasserhaushalt, festigen Knochen und Zähne, steuern das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln und vieles mehr.

Natrium und Chlor

Natrium und Chlor bilden zusammen das Kochsalz (Natriumchlorid). Gemeinsam steuern diese Mineralstoffe den Wasserhaushalt der Zellen. Wasser wird im Gewebe gebunden und sorgt dort für Spannung. Chlorid ist zusätzlich Bestandteil der Magensäure, die der Vorverdauung der Nahrung dient.

Ergiebige Salzquellen sind Wurst, Brot, Käse oder Salzgebäck, ebenso viele Fertigprodukte und -gerichte. Mangelerscheinungen treten selten auf, da viele Nahrungsmittel ohnehin gesalzen sind. Wer aber beispielsweise beim Sport stark schwitzt und dadurch mit der Flüssigkeit auch Salz verliert, sollte nicht nur ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen, sondern auch etwas Salziges zu sich nehmen.

Zum Würzen sollte Kochsalz eher sparsam verwendet werden. Insgesamt reichen für einen Erwachsenen sechs Gramm pro Tag. Überschüsse werden zwar ausgeschieden. Untersuchungen zeigen aber, dass eine langfristig hohe Salzaufnahme das Risiko für Bluthochdruck erhöht.

Kalzium und Kalium

Kalzium

Kalzium ist der wesentliche Baustoff, der für harte Knochen und feste Zähne sorgt. Knochen dienen dem Körper gleichzeitig als Kalziumspeicher: Bei Mangel kann der Mineralstoff schnell wieder aus ihm herausgelöst werden.

Damit Zähne und Knochen aber nicht zu viel Kalzium hergeben müssen und hart und stabil bleiben, muss der Stoff über die Nahrung aufgenommen werden. Denn Kalzium erfüllt im Körper auch andere Aufgaben, daher sollte immer ausreichend davon zur Verfügung stehen. Das ist besonders wichtig für Kinder, da ihre Knochen und Zähne noch wachsen und sie auch für diesen Knochenaufbau viel Kalzium benötigen.

Kalzium reguliert beispielsweise die Aktivität verschiedener Enzyme, die an der Blutgerinnung, Muskelbewegung oder Weiterleitung von Nervenimpulsen beteiligt sind. Wer genügend Milchprodukte wie Joghurt und Käse isst, deckt seinen Tagesbedarf problemlos. Spinat, Grünkohl, Nüsse und manche Mineralwässer enthalten ebenfalls größere Mengen an Kalzium.

Kalium

Kalium unterstützt Natrium bei der Regulierung des Wassergehalts im Körper. Gleichzeitig ist Kalium wichtig für Herztätigkeit und Muskelaufbau, da es bei der Herstellung von Eiweißen hilft. Zudem wirkt es bei Nerven mit, einen elektrischen Reiz zu übertragen.

Mangel oder Überschuss kommen bei normaler Kost selten vor. Täglich zwei bis drei Gramm des Mineralstoffes reichen für einen Erwachsenen. Bei einer gemischten Kost kann dieser Bedarf gut gedeckt werden, denn Kalium findet sich in vielen Lebensmitteln. Gute Quellen sind unter anderem Trockenobst, Bananen, Melonen, Fenchel, Kartoffeln, Linsen oder Forelle.

Phosphor und Magnesium

Phosphor

Phosphor ist ein wichtiger Mitspieler im Energiestoffwechsel der Zelle: Die Substanz ist ein Baustein des Adenosintriphosphat (ATP). Außerdem sorgt Phosphor zusammen mit Kalzium für feste Knochen und Zähne und ist wichtiger Baustein der Erbinformation.

Da Phosphor in nahezu allen Lebensmitteln steckt, mangelt es den Menschen selten daran. Häufiger tritt ein Überschuss auf, da Lebensmittel oft phosphathaltige Zusatzstoffe enthalten, etwa Schmelzkäse, Emmentaler oder Gouda. Bedenklich kann dies für Nierenkranke sein, da sie denn Stoff nicht vollständig ausscheiden können. Für sie besteht dann die Gefahr einer Nierenverkalkung oder Vergiftung.

Magnesium

Magnesium aktiviert rund 300 Enzyme im Körper. Es wird gebraucht für den Aufbau von Knochen, Zähnen und Sehnen. Es erschwert unter anderem die Verklumpung der Blutplättchen und wirkt daher vorbeugend gegen Blutgerinnsel in Gefäßen (Thrombose) und am Herzen (Infarkt). Außerdem hemmt Magnesium die Freisetzung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin und wirkt Stress entgegen. Männer brauchen 350 Milligramm Magnesium am Tag, Frauen 300 Milligramm. Schwangere, Stillende und Gestresste haben einen höheren Tagesbedarf.

Bei den üblichen Ernährungsgewohnheiten wird genügend Magnesium aufgenommen. Neben Getreideprodukten und grünen Gemüsesorten sind Hülsenfrüchte, Nüsse, Leber, Kartoffeln, Orangen, Bananen, Milch und Mineralwasser wichtige Quellen. Eine sehr einseitige Ernährung und bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen können zu einem Magnesiummangel führen, bei dem unter anderem Muskelkrämpfe auftreten können. Ein Überschuss kommt bei normaler Ernährung nicht vor.

Kirsten Milhahn
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.