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Gesundheitsrisiko Genauso ungesund: Künstlich gesüßte Getränke sind nicht besser als zuckerhaltige

Zuckerwürfel
Sehen Sie im Video: Was hat mehr Zucker – Bitter Lemon oder Cola? Elf skurrile Fakten zu Zucker.


NEON Unnützes Wissen zum Thema Zucker:
  1. Eine Portion Zuckerwatte wiegt nur etwa sechs Gramm.
  2. Zuckerwatte wurde von einem Zahnarzt erfunden.
  3. Das Gehirn reagiert auf Zucker und Kokain sehr ähnlich.
  4. Man kann in eine Tasse Wasser ganze vier Tassen Zucker schütten.
  5. In 100 ml des Trinkjoghurts Actimel sind mehr als zehn Gramm Zucker enthalten - genauso viel wie in 100 ml Coca-Cola.
  6. Und: Bitter Lemon enthält mehr Zucker als Cola.
  7. Der Zuckergehalt von Erdbeeren wird in der Brix-Skala angegeben.
  8. Otto Schily sammelt Zuckerstücke.
  9. Pandas mögen Süßstoff lieber als Zucker.
  10. Industrieller Fruchtzucker wird häufig aus Mais gemacht.
  11. 1919 tötete die Explosion eines Zuckersiruptanks 21 Menschen und verklebte weite Teile der Innenstadt von Boston mit einer hüfttiefen Masse.
  12. Der japanische Toilettenhersteller Toto bietet ein Klo an, das per Greiflöffel eine Urinprobe nimmt und den Zuckergehalt misst.
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Kein Zucker, kein Problem: Diese Botschaft sollen zuckerfreie Getränke dem Konsumenten vermitteln. Dass sie jedoch keineswegs eine "gesündere" Alternative zu zuckerhaltigen Optionen darstellen, hat nun eine Studie offengelegt.

Light-Getränke sind natürlich deutlich gesünder als ihre zuckerhaltigen Pendants – oder? Schließlich beinhalten sie keinen richtigen Zucker, und dass Zucker schlecht ist und vermieden werden sollte, das weiß mittlerweile jedes Kind. Was viele in diesem Zusammenhang jedoch außer Acht zu lassen scheinen, ist, dass die Süße der zuckerfreien Getränke durch chemische Süßungsmittel kommt, die den Eindruck von sorgen-, weil zuckerfreiem Genuss erwecken sollen.

Doch der Schein trügt: Wie die Urheber einer im "Journal of Public Health" veröffentlichten Studie herausgefunden haben, sind zuckerfreie Getränke genauso ungesund wie zuckerhaltige.

Bereits 250 Milliliter sind schädlich

Der Konsum süßer Erfrischungsgetränke gehört für viele Menschen zu ihrer täglichen Ernährung dazu. Das Tückische: Diese Getränke, ob zucker- oder süßstoffsüß, lösen kein Sättigungsgefühl aus und können dadurch ganz nebenbei in großen Mengen verzehrt werden. Dabei haben die Forscher rund um Hauptautor Hongyi Li von der chinesischen Zhengzhou University festgestellt, dass bereits 250 Milliliter beider Getränkearten am Tag die allgemeine Sterblichkeit des Konsumenten erhöhen können. In regulären Getränkedosen befinden sich jedoch in der Regel 330 Milliliter. Es gilt die Regel: Je mehr, desto ungesünder.

Für ihre großangelegte Meta-Studie haben die Forscher nach verlässlichen Studien zu zucker- und süßstoffhaltigen Getränken gesucht. Die Ergebnisse von 14 von ihnen wurden zusammengetragen und ausgewertet. Insgesamt verfügten die Wissenschaftler dadurch über einen Umfang von rund 1,2 Millionen Studienteilnehmern, von denen einige über 20 Jahre hinweg begleitet wurden, und untersuchten innerhalb dieser Gruppe fast 140.000 Todesfälle. Die Forscher verglichen die jeweiligen Sterberisiken bei hohem Konsum von zucker- und auch süßstoffhaltigen Getränken.

Das Sterberisiko stieg in beiden Gruppen an

Ihr Ergebnis: Egal, welche der beiden Getränkearten getrunken wurde, ein hoher Konsum führte in beiden Fällen zu einem um zwölf Prozent erhöhten Sterberisiko – insbesondere ausgelöst durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut den Wissenschaftlern liegt der Schluss nahe, dass zucker- und süßstoffhaltige Getränke ein ähnliches Gesundheitsrisiko darstellen. Die häufig zu findende, lockende Werbeaufschrift "zuckerfrei" ist somit also kein Garant für eine gesündere Kaufentscheidung. Die Forscher hoffen nun, dass ihre Ergebnisse dabei helfen werden, Krankheitsfälle durch den Konsum von gesüßten Getränken zu reduzieren.

Quellen: Journal of Public Health, "DailyMail"

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