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Viraler Facebook-Post: Gesicht verbrannt - Britin warnt vor ätherischen Ölen

Ein Feuer im Kamin und eine Wohnung, die nach ätherischen Ölen duftet: Emily Smith wollte einen gemütlichen Samstagabend mit ihrem Verlobten verbringen. Doch die darauffolgenden Stunden verliefen anders als geplant. Auf Facebook erzählt die 24-Jährige ihre Geschichte.

Auf Facebook warnt eine junge Frau vor den Gefahren, die von ätherischen Ölen ausgehen können. Die 24-jährige Emily Smith aus London hat sich nach eigenen Angaben mit Öl aus einem Zerstäuber das Gesicht verätzt. Ihrem Post hängen Fotos an, die ihre Wunden zeigen: Die linke Gesichtshälfte der Frau ist gerötet, die Haut wirft Blasen und ist gelb verkrustet. Was war geschehen?

Vor zwei Wochen wollte Smith zuhause mit ihrem Verlobten bei einer Aromatherapie und einem gemütlichen Kaminfeuer entspannen. Die 24-Jährige hatte dafür einen Zerstäuber mit ätherischem Patschuli-Öl befüllt. Sogenannte Diffuser zerstäuben ein Wasser-Öl-Gemisch zu feinem Nebel, der den Raum beduftet und unter anderem eine beruhigende Wirkung haben soll.

Als Smith das Gerät nach einer Weile wieder ausschalten wollte, gelangte der feine Sprühnebel in ihr Gesicht. Smith maß dieser Tatsache zunächst keine große Beachtung bei. Einige Stunden später - Smith legte gerade ein neues Stück Holz in das Kaminfeuer - spürte sie jedoch plötzlich einen "stechenden Schmerz" in ihrem Gesicht.


"Das stechende Gefühl wurde immer stärker, und ich realisierte, dass ich mich verbrannt haben musste. Ich war extrem verwirrt und wusste nicht, wie das passiert war“, schreibt die 24-Jährige. Smith wusch ihr Gesicht  ab, kühlte es mit Wasser, nahm Schmerztabletten und ging ins Bett.

Über Nacht verschlimmerten sich die Symptome jedoch: Ihre Haut warf Blasen, wurde rot und dick. Zudem begannen ihre Augen anzuschwellen, zu tränen und zu brennen. Smith beschloss, in die Notaufnahme eines Krankenhauses zu gehen. Ärzte diagnostizierten schließlich eine chemische Verbrennung der Gesichtshaut - offenbar ausgelöst durch das ätherische Öl auf der Haut und die Wärme des Kaminfeuers.

Viraler Facebook-Post

Smith machte ihre Geschichte vor einigen Tagen auf öffentlich um auf das potenzielle Risiko hinzuweisen: "Ich sage nicht, dass ihr aufhören solltet, Diffuser oder ätherische Öle zu benutzen, auch wenn ich persönlich mich künftig von ihnen fernhalten werde", schreibt die 24-Jährige. "Ich sage auch nicht, dass es wahrscheinlich ist, dass euch dasselbe zustößt. Aber es besteht ein Risiko, und darüber solltet ihr Bescheid wissen." Hätte sie selbst von den möglichen Gefahren gewusst, hätte sie wahrscheinlich früher einen Arzt aufgesucht, der Schlimmeres hätte verhindern können.

Ätherische Öle gelten als reizend - sie sollten daher nicht in Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten kommen. Allergien, Verbrennungen und sogar Verätzungen können die Folge sein. Sollten Sie in Kontakt mit einem ätherischen Öl gekommen sein und unsicher sein, stehen die Experten der Giftnotrufzentralen zur Verfügung. Eine Liste mit deutschlandweiten Rufnummern finden Sie hier. 

Der Post der jungen Frau wurde zwischenzeitlich Tausende Male geteilt und kommentiert. Emily Smith scheint mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Auf einem jüngeren Foto ist nur noch eine kleine Wunde auf dem linken Nasenrücken zu sehen.


ikr
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