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Covid-19-Pandemie Corona-Impfungen bei Hausärzten gestartet – Mitarbeiterin zu Tränen gerührt

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Der Griff zur derzeit begehrtesten Spritze der Bundesrepublik. Besuch in einer Hausarztpraxis in Berlin-Hohenschönhausen, wo am Mittwoch Mitarbeiterinnen gegen Covid-19 immunisiert wurden. Nach dem Piks: große Erleichterung. "Ich kann meine Familie wieder treffen, ich kann meinen kleinen Enkel wieder in den Arm nehmen." Dann soll es in dieser Woche auch mit den Patienten losgehen, wobei die Dosen zunächst knapp bemessen sind. Bei vier Ärzten habe die Praxis zunächst Impfstoff für 30 Patienten erhalten. Nach Einsicht in die Patientenakten werde das Team zunächst den chronisch kranken Patienten - wenn möglich per Telefon - ein Impfangebot machen. Die Immunisierung finde dann nicht während der Sprechzeiten, sondern an gesonderten Terminen statt, so Heike Drilling, Impfbeauftragte der Praxis. "Die chronisch Kranken jüngeren, die sind jetzt irgendwo unter den Tisch gefallen. Die müssen jetzt geimpft werden." Die Mitarbeiter von Hausarztpraxen sind, wie Oberschwester Heike Drilling, ganz nah dran an ihren Patienten, kennen ihre Sorgen und stehen in vielen Fällen in einem besonderen Vertrauensverhältnis. "Das bedeutet mir schon sehr viel, dass viele Leute gesund bleiben, dass nicht mehr so viele sterben. Dass die Leute alle wieder sicher sind, sicher wieder auf die Straße gehen können. Ihr normales Leben wieder leben können. Viele Leute wollen wieder in den Urlaub fahren, sie wollen wieder mit ihren Kindern zusammen sein, mir den Enkelkindern zusammen sein, die Familien möchte sich wieder sehen, das ist ganz wichtig." Vor Ostern hatten Gesundheitsminister Jens Spahn und der Vorsitzende der kassenärztlichen Vereinigung Andreas Gassen angekündigt, nach den Feiertagen rund 35.000 Hausärzte in die Impfkampagne einzubeziehen. Für die erste Woche waren rund 940.000 Impfungen vorgesehen. In den ersten beiden Wochen sollten die Praxen zunächst BioNTech-Impfstoff erhalten, danach zusätzlich AstraZeneca, dann das Vakzin von Johnson & Johnson. Die Einbindung der Hausärzte hat in Nachbarländern wie Frankreich dafür gesorgt, dass das Impftempo erhöht wurde. Ob sich das in Deutschland bestätigt, bleibt abzuwarten.
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Auch in Berlin hat eine Praxis am Mittwoch mit dem Impfen gegen Covid-19 begonnen. Zunächst waren die Mitarbeiterinnen an der Reihe, nun sollen die Patienten folgen. Bisher ist der Impfstoff aber knapp bemessen.

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