VG-Wort Pixel

Spam-Mails und Fakeshops Mieses Geschäft mit Corona: LKA warnt vor falschen Medizinshops im Netz

Angst vor Coronavirus: Foto zeigt Fake-Shop im Internet
Auf der Fakeshop-Seite wird gleich im oberen Banner auf das Coronavirus hingewiesen
© Landeskriminalamt Niedersachsen
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt vor Betrügern, die die Angst vor Corona als Geschäftsmodell nutzen. Sie verschicken Mails und bieten darin Atemschutzmasken und Medizinprodukte an.

Die Angst vor dem Coronavirus ist groß. Bilder von Hamsterkäufen machen derzeit im Internet die Runde. Atemschutzmasken waren schon vor Wochen ausverkauft. Inzwischen haben auch Betrüger das Geschäft mit der Angst für sich entdeckt. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt deshalb vor Fakeshops im Internet, die Atemschutzmasken und Medizinprodukte anbieten. Besonders dreist: Die Betrüger benutzen den Firmennamen eines real existierenden Unternehmens aus Deutschland, welches auch für diverse Apotheken zuständig ist.

Der Text der Mails, die von den Betrügern an diverse Empfänger verschickt werden, ist in englischer Sprache gehalten. Darin heißt es unter anderem, dass aufgrund der anhaltenden Pandemie und eines Engpasses sowie den überteuerten Preisen für Atemschutzmasken, das in Deutschland ansässige Unternehmen eine große Menge an zertifizierten Atemschutzmasken anbietet.

Fakeshop zum Coronavirus nutzt deutsche Adresse

Zwar mangelt es dem Text hier und da an korrekter Rechtschreibung und Zeichensetzung, doch durch eine deutsche Anschrift erweckt sie durchaus den Eindruck, echt zu sein. Als Adresse ist die Pharmacy First GmbH mit Sitz in Wolfsburg angegeben. "Wer dem Link folgt und tatsächlich entsprechende Atemschutzmasken bestellen möchte, landet auf einer Fakeshopseite, die aber nichts mit dem dort angegebenen deutschen Unternehmen zu tun hat. Dieses hat inzwischen selbst Anzeige bei der Polizei erstattet", heißt es in einer Pressemitteilung des LKA.

Die Beamten gehen davon aus, dass es noch andere Webseiten dieser Art gibt oder folgen werden. 

"Wer eine Bestellung über den Shop getätigt und gezahlt hat, sollte unverzüglich seinen Zahlungsanbieter kontaktieren und versuchen, die Zahlung zu stoppen", so die Polizei, die zudem Betroffenen dazu rät, Anzeige bei der örtlichen Polizei zu erstatten.

Quelle:Landeskriminalamt Niedersachsen

jek

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker