Erkältung Erste Hilfe bei Schnupfen & Co


Eine Erkältung hat Sie eiskalt erwischt: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Wie können Sie sich selber helfen?

Eine Erkältung hat Sie eiskalt erwischt: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Machmal verschaffen Mittelchen aus der Hausapotheke erste Linderung. Sollten die jedoch keine Wirkung zeigen, muss Onkel Doktor aufgesucht werden.

Schnupfen

Erste Anzeichen für eine Erkältung ist meistens Schnupfen. Kamillendampfbäder und Schwitzkuren mit heißem Lindenblütentee oder Thymiantee verhindern, dass sich die Erkältung verschlimmert und machen die Nase wieder frei.

Wenn die Nase so verschnupft ist, dass Kräuterwirkstoffe nicht mehr helfen, sollten schleimhautabschwellende Nasentropfen verwenden werden. Am besten eignen sich ölfreie Präparate, damit die feinen Nasenhärchen der nicht verkleben. Nasensprays stehen häufig im Verdacht, die Nasenschleimhaut auszutrocknen. Neuere Produkte wirken deswegen auf Basis des Vitamins Pantothensäure. Dieses verhindert das Austrocknen der Schleimhäute. Zusätzlich wirkt es entzündungshemmend und wundheilfördernd.

Ein Brustwickel mit Kräuterextrakten lindert die Erkältungssymptome. Erkrankte reiben sich Brust und Rücken mit einem Erkältungsbalsam ein und ziehen anschließend ein angewärmtes Hemd über. Und ab ins warme Bett!

Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung

Auch bei Nasennebenhöhlenentzündungen helfen abschwellende Nasentropfen. Besonders geeignet sind Nasensprays aus Meerwasser. Diese befreien die Zugänge zu den Nebenhöhlen, sodass die Durchlüftung der Höhlen funktioniert.

Kamille, Pfefferminze, Salbei und Rosmarin wirken stark entzündungshemmend. Kräuterbäder, Inhalation und Tees helfen folglich gegen entzündete Nasennebenhöhlen. Kindern sollten keine mentholhaltigen Erkältungspräparate verwenden. Solche ätherischen Öle können bei Kleinkindern und Säuglingen Atemstörungen verursachen.

Im Winter sollten beheizte Räume immer ausreichend gelüftet werden. Die trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute und trocknet sie aus. Wirkt die Behandlung mit pflanzlichen Heilmitteln nicht, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden, damit sich aus einer akuten keine chronische Nebenhöhlenentzündung entwickelt.

Husten

Bei Husten helfen Extrakte aus Efeublättern, Thymian, Primelwurzeln, Süßholzwurzeln und Spitzwegerich. Aufgüsse oder Hustensäfte aus diesen Pflanzen wirken entzündungshemmend und krampflösend. Außerdem lösen sie den Schleim in den infizierten Atemwegen. Wie bei Schnupfen lindern Brustwickel die Beschwerden.

Bronchitis

Bei einer akuten Bronchtis sollte vor dem Schlafengehen mit hustenstillenden Mitteln inhaliert werden. Das erleichtert das Einschlafen und - ganz wichtig - ermöglicht einen erholsamen Schlaf, sodass sich das Immunsystem erholen kann. Warme Wickel und Erkältungsbäder unterstützen ebenfalls den Heilungsprozess. Allerdings sollten Fieber-Patienten auf ein Bad verzichten. Wenn der Husten länger als drei Wochen andauert, muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Fieber

Bei hohem Fieber helfen kalte Waden- oder Beinwickel: nasse Handtücher um Waden oder Beine wickeln und zusätzlich nasse Socken tragen. Die Wickel sollten vier Mal täglich für acht Minuten angewendet werden. Durch das Fieber verliert der Körper Flüssigkeit. Deswegen ist es wichtig, viel zu trinken. Geeignet sind vor allem fiebersenkende Tees aus Eukalyptusblättern

Wenn das Fieber nicht von alleine sinkt, helfen fiebersenkende Mittel. Diese greifen allerdings Magen und Leber an. Deshalb sollten die Medikamente nur bei wirklich hohem Fieber eingenommen werden. Kleine Kinder reagieren schneller mit Fieber, weil ihre Wärmeregulation noch nicht vollständig ausgebildet ist. Schwitzkuren treiben die Infektion aus. Schweißtreibende Tees aus Lindenblüten oder Holunderblüten verstärken den Effekt.

Kopf- und Gliederschmerzen

Es ist grau und diesig draußen. Ein Tiefdruckgebiet bahnt sich an und damit auch Kopfschmerzen für wetterfühlige Menschen. Spaziergänge bei Wind und Wetter härten dagegen ab, denn sie fördern die Durchblutung und befeuchten die Schleimhäute. Die natürliche Sauerstoffdusche vermindert dadurch die Schmerzempfänglichkeit.

Bei starken Kopf- und Gliederschmerzen ist allerdings von extremem Outdoor-Kreislauftraining abzuraten. Manchmal wirkt Schlaf in einem dunklen und ruhigen Zimmer wahre Wunder. Bei verspannungsbedingten Kopfschmerzen löst ein warmes Bad mit ätherischen Ölen (Pfefferminze, Melisse und Eukalyptus) die Muskelverspannungen. Für unterwegs ist das Auftragen von japanischem Heilpflanzenöl oder Tigerbalsam sehr praktisch.

Erkältungen und Grippe sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Eine nicht auskurierte Grippe kann rheumaartige Schmerzen in Gelenken auslösen. In manchen Fällen kommt es auch zu einer Herzmuskelentzündung, die tödlich sein kann.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker