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Hautschädigung durch UV-Licht: Mach so weiter, dann siehst du alt aus

Ach, das bisschen Sonnenbrand... Den Preis des ewig braunen Teints mögen wir heute noch ignorieren. Doch ein erschreckendes UV-Kamera-Experiment macht sichtbar, was wir jetzt noch nicht sehen können.

Für sommerliche Bräune geben wir viel: Legen uns gern stundenlang an den Strand, klemmen uns ins Solarium, dösen mal eben auf dem Balkon weg – und vergessen genauso gern, uns vorher einzucremen. Was wir unserer Haut damit antun, wissen wir eigentlich und fühlen es mitunter auch, wenn auf unsere Nachlässigkeit ein Sonnenbrand folgt. Doch der Effekt ist schnell verpufft: "Das wird hinterher braun" trösten wir uns, wenn sich die Nase mal wieder hässlich pellt. Was uns morgen wieder schön machen mag, wird uns in ein paar Jahren schon ziemlich alt aussehen lassen. Und ziemlich leid tun.

Warum, das zeigt der Künstler Thomas Leveritt in einem unheimlichen Experiment. Er bat Passanten vor eine UV-Kamera zu treten und genau hinzusehen. Die Kamera kann Veränderungen auf unserer Haut sichtbar machen, die wir heute noch nicht sehen, weil sie sich noch unter der Oberfläche verbergen. Die Teilnehmer waren sichtlich schockiert - verständlich, wer sieht schon gerne mit Mitte Zwanzig erste Anzeichen von Verfall?

Ebenso eindrücklich zeigt Leveritt auch den gegenteiligen Effekt von Sonnenschutz: Trugen die gefilmten Personen Sonnencreme auf, so wurden ihre Gesichter stellenweise schwarz, denn das UV-Licht wird durch den Schutzfilm geblockt.

Es ist wahrlich keine neue Botschaft, die uns Leveritt hier vermittelt. Aber dank dieser Bilder dürfte sie sich nun ein für alle Mal in unsere Köpfe eingebrannt haben.

Mirja Hammer
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