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Mehr Freiheiten dank Impfung Das Impfpass-ABC: Was Sie jetzt wissen müssen

Der Impfpass wird schon bald unser stetiger Begleiter werden. Alles Wichtige im Impfpass-ABC.
Der Impfpass wird für uns alle bald schon von großer Bedeutung sein. Alles Wissenswerte dazu erfahren Sie im Impfpass-ABC. (Symbolbild)
© Matthias Stolt / Picture Alliance
Der Impfpass wird schon bald eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen. Doch welche Regelungen gelten künftig für das öffentliche Leben, und welche Freiheiten bringt uns eine Impfung ein? Informationen dazu finden Sie hier.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de

Personalausweis? Führerschein? Nein, ein gelbes Stück Papier – auch bekannt als Impfpass – wird wohl bald unser wichtigstes Dokument sein. Schon ab Samstag könnten vollständig Geimpfte und Genesene wieder mehr Freiheiten haben. Müssen wir den vor allem aus der Kindheit bekannten gelben Ausweis also künftig immer dabei haben? Und was ist, wenn ich meinen Impfpass gar nicht mehr finde? Alle Antworten im Impfpass-ABC.

Impfpass verloren? Dann geht es Ihnen wie vielen Deutschen

Hand aufs Herz: Wissen Sie, wo Sie Ihren Impfpass hingepackt haben? Wenn Sie auf diese Frage mit "Nein" antworten, geht es Ihnen wie gut der Hälfte der Deutschen. Doch was tun, wenn der Corona-Impftermin ansteht und der Impfpass unauffindbar ist?

Eine Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1003 Menschen in Deutschland ergab kürzlich: 51 Prozent der Deutschen wissen spontan nicht, wo sich ihr Impfpass befindet. Fast ein Viertel (23 Prozent) gab zudem zu, den Impfpass schon mal verloren zu haben – viele von ihnen sogar mehr als einmal. Immerhin 48 Prozent der Befragten wissen sofort, wo sie das wichtige Dokument aufbewahren.

Ich finde meinen Impfpass nicht: Muss ich jetzt auf die Corona-Impfung verzichten?

Natürlich ist die Corona-Impfung auch dann möglich, wenn Sie Ihren bisherigen Impfpass nicht mehr finden. "Das sollte niemanden davon abhalten, sich impfen zu lassen", bestätigt auch der Epidemiologe Timo Ulrichs im RTL-Interview. Wer das Dokument nicht mehr finde, solle einfach trotzdem zur Impfung erscheinen. "Dann wird einfach ein neuer ausgestellt", so Ulrichs. 

Wer noch ein wenig Zeit bis zum Impftermin hat, kann auch vorab einen neuen Impfpass beim Hausarzt beantragen. Dieser kann bis dato dokumentierte Impfungen in den neuen Impfpass nachtragen.

Muss ich meinen Impfpass bald immer mitnehmen?

Ja, um nachzuweisen, dass Sie geimpft sind – und dadurch von mehr Freiheiten zu profitieren, sollten Sie Ihren Impfpass dabei haben. Schon ab Samstag könnten vollständig Geimpfte und Genesene wieder mehr Freiheiten haben. Unter anderem sollen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für sie nicht mehr gelten. Die Bundesregierung hat diese Verordnung am Dienstag beschlossen. Noch in dieser Woche sollen Bundestag und Bundesrat endgültig darüber entscheiden.

Gibt es den Impfpass bald auch in digitaler Form?

Statt immer den Impfpass mit sich herumzutragen, sollen die Bürger schon bald auch digital nachweisen können, dass sie ihre Impfung gegen Covid-19 bereits erhalten haben. Zu diesem Zweck ist ein digitaler Impfnachweis in Planung, der ganz unkompliziert über eine Smartphone-App funktionieren soll. Den Auftrag dazu erhielt das deutsche Unternehmen Ubirch in Zusammenarbeit mit IBM. Die digitalen Impfbescheinigungen sollen in den Impfzentren und Arztpraxen ausgestellt und dann entweder in der Corona-Warn-App oder einer separaten Anwendung hinterlegt werden, die von IBM programmiert wird.

Die digitale Bescheinigung soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, schnell und fälschungssicher nachzuweisen, dass sie vollständig geimpft sind und deshalb wieder bestimmte Grundrechte in Anspruch nehmen können, etwa bei Urlaubsreisen.

Warum sollte ich kein Foto von meinem Impfpass posten?

Auch wenn die Freude groß ist – man sollte nach der Corona-Impfung kein Foto von seinem Impfpass bei Social Media posten. Davor warnt explizit das Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Einer Person wird die Impfung in den Arm verabreicht

Aus zwei Gründen: Zum einen handele es sich um sensible Gesundheitsdaten, die man generell nicht öffentlich teilen sollte. Zum anderen könnten Kriminelle sich diese Daten über ein Foto zunutze machen und mit den dort sichtbaren Daten wie Chargennummer, Stempel und Unterschrift der Praxis gefälschte Impfpässe herstellen oder die Infos auf andere Art und Weise missbrauchen.

RTL.de/stz/dhe/akr

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