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Gefahr durch Rotavirus: Diese Mutter war Impfgegnerin - doch dann erkrankten ihre Kinder schwer

Kristen O'Meara war Impfgegnerin und wollte ihre Töchter vor möglichen Nebenwirkungen der Impfstoffe schützen. Doch als ihre Kinder schwer erkrankten, brachte sie das zum Umdenken.

Kristen O'Meara hält ihre drei Kinder im Arm

Kristen O'Meara wollte nur das Beste für ihre drei Kinder - und hat sie damit in Gefahr gebracht.

Es ist die Geschichte einer Mutter, die alles richtig machen wollte. Die sich liebevoll um ihre Töchter kümmerte und für sie nur das Beste wollte - auch gesundheitlich. Lehrerin Kristen O’Meara aus Chicago im US-Bundesstaat Illinois entschied sich deshalb dafür, ihre drei Kinder nicht impfen zu lassen. Sie fürchtete mögliche Nebenwirkungen der Impfdosen. Auf den Impfschutz zu verzichten, erschien der 40-Jährigen lange Zeit als das geringere Übel.

Doch im Bemühen, alles richtig zu machen, setzte sie ihre Kinder unterbewusst einer Gefahr aus: Ihre älteste Tochter (5 Jahre) und ihre beiden Zwillinge (3 Jahre) erkrankten an sogenannten Rotaviren - gegen die es eigentlich eine Impfung gibt. Auch O'Meara und ihr Mann fingen sich die Keime ein. Rotaviren sind die häufigste Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen bei Kleinkindern. Sie lösen Symptome wie wässrigen Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen aus. Hinzu kommen häufig leichtes Fieber, Husten und Schnupfen. Durch den Durchfall verlieren Erkrankte viel Flüssigkeit. Wird der Verlust nicht ausgeglichen, kann das mitunter lebensbedrohliche Folgen haben.

"Ich habe mich schuldig gefühlt."

Impfgegnerin O'Meara sah ihre kranken Töchter leiden und begann über die Folgen ihrer Entscheidung nachzudenken. "Ich habe alle Infos darüber verschlungen, warum Impfungen möglicherweise schädlich sein könnten", erzählte sie gegenüber dem Fernsehsender "abc7" in Chicago. "Das hat mich ziemlich überzeugt." Doch letztlich habe sie ihre Kinder einem Risiko ausgesetzt. "Ich wünschte, ich hätte mir mehr Zeit genommen, in beide Richtungen zu recherchieren, bevor meine Kinder geboren wurden", so O'Meara weiter.

Über die Krankheit ihrer Kinder sagt sie heute rückblickend: "Es war furchtbar und hätte nicht passieren müssen, weil ich meine Kinder hätte impfen lassen können. Ich habe mich schuldig gefühlt, wirklich schuldig."

Die Lehrerin entschied sich deshalb, mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. "Ich bin hier, um mein persönliches Schicksal zu teilen. Fall es jemandem hilft, seine Meinung über Impfungen zu ändern, wäre das großartig", erzählte sie im Gespräch mit "abc7". Bei ihren Kindern habe sie mittlerweile alle vorgesehenen Impfungen nachholen lassen und will nun andere Impfgegner ermutigen, dasselbe zu tun.

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ikr
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