Halten Sie den Kopf möglichst aufrecht: Wenn Sie eine Cluster-Attacke bekommen, sollten Sie sich nicht hinlegen. So können die Entzündungsstoffe aus den Kopfvenen besser abtransportiert werden.
Um einen Anfall zu vermeiden, reichen manchmal schon kleine Änderungen im Alltag:
- Tragen Sie während einer Cluster-Episode immer eine Sonnenbrille bei sich. Grelles oder blendendes Licht kann eine Attacke auslösen.
- Meiden Sie Diskotheken mit Flackerlicht. Auch dies kann zu einer Kopfschmerz-Attacke führen.
- Meiden Sie schlecht belüftete Räume. Sauerstoffmangel kann eine Clusterattacke verursachen. Sorgen Sie auch für ausreichende Belüftung im Schlafzimmer.
- Kaufen Sie sich eine Tasche, in der Ihr Sauerstoffgerät Platz findet. Die Tasche sollte bequem zu tragen sein, damit Sie sie immer mitführen können.
Eine Reise ans Meer ist besser als Ferien in den Bergen
Im Frühjahr und Herbst, wenn die Immunabwehr geschwächt ist, bekommen manche Patienten häufiger Anfälle. Achten Sie dann besonders auf sich und stärken Sie ihre Abwehrkräfte, um Erkältungen vorzubeugen.
Gewöhnen Sie sich das Rauchen ab und meiden Sie verqualmte Räume. Experten nehmen an, dass Nikotin Cluster-Attacken auslösen kann.
Reisen Sie im Urlaub nicht an Orte, die sich mehr als 3000 Meter über dem Meeresspiegel befinden. Je höher Ihr Ferienort liegt, desto weniger Sauerstoff enthält die Luft.
Vorsicht vor Gepökeltem
Meiden Sie Alkohol, zumindest, wenn Sie gerade unter Cluster-Kopfschmerzen leiden. Er kann Attacken auslösen, da er die Adern weitet.
Aus demselben Grund können Nitrate Anfälle auslösen. Verzichten Sie daher möglichst auf Nahrungsmittel mit den Konservierungsstoffen Natrium-Nitrat (E 251) und Kalium-Nitrat (E 252). Diese Substanzen finden sich beispielsweise in gepökelten Fleisch- und Wurstwaren.
Mit Lebensmitteln, die reich an Histaminen sind, sollten Sie ebenfalls vorsichtig sein. Diese Stoffe kommen zum Beispiel in Salami, Käse, Sauerkraut, Wein und Sekt vor, wenn diese Nahrungsmittel zu lange gelagert wurden oder länger gereift sind. Histamin löst möglicherweise Cluster-Attacken aus.
Entspannungs-Verfahren und Akupunktur bringen nichts
Anders als bei Migräne und bei Spannungs-Kopfschmerzen verbessern Entspannungsübungen und Stressbewältigungs-Techniken nicht den Verlauf von Cluster-Kopfschmerzen. Alternative Verfahren, wie zum Beispiel Biofeedback, #Akupunktur#, Massagen oder transkutane elektrische Nervenstimulation #(TENS)# helfen beim Clusterkopfschmerz auch nicht.
Unwirksam sind weiterhin frei verkäufliche Schmerzmittel wie ASS, Ibuprofen oder Paracetamol. Wenn die Beschwerden einige Zeit nach Einnahme einer Schmerztablette dennoch nachlassen, liegt das wahrscheinlich am normalen Verlauf einer Cluster-Attacke. Lassen Sie sich nicht täuschen, sonst riskieren Sie zusätzlich einen Medikamenten-induzierten Kopfschmerz.
Achten Sie darauf, keine Medikamente einzunehmen, die gefäßerweiternde Stoffe wie Nitrate oder Alkohol enthalten. Diese können in der Clusterepisode eine Attacke auslösen. Problematisch sind zum Beispiel Nitro-Sprays, die bei Herzbeschwerden verordnet werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen.
Wenn Sie an einer Allergie leiden, sollten Sie diese unbedingt behandeln lassen. Denn bei einer allergischen Reaktion schüttet der Körper verstärkt Histamin aus. Dieser Stoff steht im Verdacht, Cluster-Attacken auszulösen. Eindeutige Beweise dafür stehen allerdings noch aus. Nähere Informationen zu allergischen Reaktionen finden Sie in unserem Ratgeber Allergie.
Nicole Graaf