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Medikament: Kein Viagra für Frauen

Der Pharmakonzern Pfizer stellt die Forschung an einer Viagra-Pille für Frauen ein. Die weibliche Erotik ist offenbar zu kompliziert, um sie mit einer Pille in Schwung zu setzen.

Der Pharmakonzern Pfizer stellt die Forschung an einer Viagra-Pille für Frauen ein. Das Unternehmen erklärte am Freitag in New York, nach Studien an 3.000 Frauen sei nicht davon auszugehen, dass das Medikament zugelassen werde. Pfizer hatte 1998 Viagra zur Behandlung von Potenzstörungen bei Männern auf den Markt gebracht. Seitdem wurden nach Konzernangaben mehr als 23 Millionen Männer mit Viagra behandelt.

Der Präsident der Entwicklungsabteilung bei Pfizer, Joe Feczko, sagte, zur Diagnose sexueller Störungen bei Frauen müssten körperliche und emotionale Faktoren sowie Schwierigkeiten in der Beziehung analysiert werden. Diese komplexe Struktur machte die Messung der Wirksamkeit eines Medikaments sehr schwierig. Pfizer-Vizepräsidentin Karen Katen betonte, das Unternehmen sei enttäuscht von den Ergebnissen der Studien. Dies sei jedoch in der Medikamentenentwicklung nichts Neues. Pfizer habe große Summen investiert, die besten Wissenschaftler eingesetzt und jahrelang Behandlungsmöglichkeiten untersucht, sagte sie weiter. Am Ende seien jedoch die Voraussetzung für eine Zulassung nicht gegeben.

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