Prostatakrebs Roche-Medikament Avastin hilft nicht


Für Roche ist es ein wichtiger Umsatzträger: Unter anderem bei Darm-, Lungen- und Brustkrebs wird das Krebsmedikament Avastin bereits verschrieben. Auch gegen Prostatakarzinome sollte es bald eingesetzt werden. Doch eine Studie hat jetzt gezeigt, dass es dagegen nicht hilft.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat bei seinem Bestreben, den Anwendungsbereich seines Krebsmedikaments Avastin auszuweiten, ein Ziel verpasst. Avastin, das Roche schon 6,2 Milliarden Franken (gut 4,2 Milliarden Euro) Umsatz bringt, hilft nicht bei Prostatakrebs, wie der Basler Arzneimittelhersteller am Freitag mitteilte.

Eine spätklinische Phase-III-Studie erbrachte nicht die erhofften Ergebnisse. Die Lebenserwartung von Männern mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium verlängerte sich im Vergleich zu einer Chemotherapie nicht. Wäre die Studie erfolgreich verlaufen, hätte der Konzern nach Analystenschätzungen mit einem zusätzlichen Umsatz von rund 700 Millionen Franken (knapp 480 Millionen Euro) rechnen können.

Wichtigster Umsatzträger

Das von der US-Tochter Genentech entwickelte Medikament, das in der Zwischenzeit bei Roche zum wichtigsten Umsatzträger geworden ist, wird bereits gegen Darm-, Lungen-, Brust-, Hirn- und Nierenkrebs eingesetzt. Roche will den Anwendungsbereich laufend ausweiten und testet in einem umfangreichen klinischen Programm den Einsatz gegen weitere Tumorarten. Bei Magenkrebs-Patienten hatte Avastin jüngst ebenfalls keine lebensverlängernde Wirkung gezeigt.

Reuters Reuters

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