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Rätselhafter Todesfall: Mädchen in Italien stirbt an einer Krankheit, die es dort nicht gibt

Eigentlich gibt es in Italien keine Malaria. Nun starb ein vierjähriges Mädchen trotzdem daran. Die Behörden sind ratlos. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.

In Italien ist ein vierjähriges Mädchen an Malaria gestorben

In Italien ist ein vierjähriges Mädchen an Malaria gestorben - doch die Mücke, die die Krankheit überträgt, gibt es dort eigentlich gar nicht

Sofia war nie in Afrika, in Südamerika oder Asien. Sofia lebte in einer der nördlichsten Provinzen Italiens, in Trient, der Hauptstadt des Trentino, mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder. Ihre letzte Reise führte sie nach Bibione an der Adria. Sofia war vier Jahre alt, als sie starb. Das war am Montag. Das Mädchen erlag einer besonders schweren Form von Malaria, übertragen von einer Mücke, die es in Italien gar nicht gibt.

Auch zwei Tage nach ihrem Tod stehen die Behörden in Italien vor einem Rätsel. Wie konnte es dazu kommen, dass ein vierjähriges Mädchen, das nie in einem Land gewesen war, in dem Malaria auftritt, an der Krankheit sterben konnte? Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin erklärte: "Ersten Angaben zufolge könnte es sein, dass sich das Mädchen im Krankenhaus von Trient mit Malaria infiziert hat."

Kinder, die an Malaria litten, wurden im Nachbarzimmer behandelt

Seit Mitte August spielte sich Sofias Leben in Kliniken ab. Wie die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" online berichtet, sei das Mädchen noch im Adria-Urlaub wegen Diabetes behandelt worden, zuerst in der Klinik von Portogruaro, dann in Trient. Zu dieser Zeit seien im Krankenhaus von Trient auch zwei andere Kinder behandelt worden, in einem Nachbarzimmer, schreiben italienische Medien. Bei den kleinen Patienten habe es sich um ein Geschwisterpaar aus Burkina-Faso gehandelt, die beiden hatten sich bei einer Reise mit Malaria infiziert. "Ich kann mich an die beiden Kinder noch gut erinnern", sagte Sofias Vater dem "Corriere". "Aber ich kann mich nicht erinnern, dass Sofia körperlichen Kontakt mit ihnen gehabt hätte." 

Malaria-Erreger - Plasmodien genannt - sind nur über infiziertes Blut von Mensch zu Mensch übertragbar, meist werden sie über bestimmte Mücken (Anopheles) transportiert, die in Italien normalerweise nicht vorkommen. Auch eine Übertragung über verunreinigte Spritzen oder Blutkonserven gilt als möglich. Jede Art der Übertragung soll nun geprüft werden, Experten seien in Trient vor Ort, sagte Gesundheitsministerin Lorenzin. Wie die Nachrichtenagentur "Ansa" nun berichtet, stehe fest: Der Erreger, der die Krankheit bei den drei Kindern ausgelöst hatte, war derselbe.

Mädchen stirbt an Malaria: Staatsanwaltschaft ermittelt

Am 21. August wurde Sofia aus dem Krankenhaus von Trient entlassen. Schon bald sollte sie wieder zurückkehren müssen: Am 31. August litt Sofia an hohem Fieber, hatte Halsschmerzen - Notaufnahme. Laut Medienberichten meinten die Ärzte, eine Kehlkopfentzündung erkannt zu haben, verschrieben Antibiotika und schickten die Familie wieder nach Hause.

Zwei Tage später standen die Eltern mit Sofia wieder im Krankenhaus: Das Fieber war nicht gesunken, das Mädchen hatte das Bewusstsein verloren. Nach einem Test erkannten die Ärzte: Sofia litt an Malaria. Umgehend wurde sie in die Klinik von Brescia überstellt, ihr Leben konnte man damit nicht mehr retten. Wertvolle Zeit war verstrichen, zu viel, am Montag starb Sofia. Die Staatsanwaltschaft von Trient habe Ermittlungen aufgenommen, berichten italienische Medien: Es geht um fahrlässige Tötung, ermittelt wird gegen Unbekannt.

Seit 2000 kein "heimischer" Malaria-Todesfall in Europa

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es mindestens seit dem Jahr 2000 keine heimischen Malaria-Todesfälle mehr in Europa - also Fälle, bei denen sich die Betroffenen nicht im Ausland infiziert hatten.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin zufolge sterben weltweit jährlich etwa 600.000 Menschen an Malaria, drei Viertel davon sind Kinder unter fünf Jahren. Malaria kommt überwiegend in Ländern Asiens und Südamerikas vor, die meisten Opfer fordert die Krankheit aber in Afrika.

2016 gab es dem RKI zufolge 970 "importierte" Malaria-Fälle in Deutschland. Die Patienten hatten sich jeweils im Ausland infiziert. Es gibt zudem seltene Sonderformen der Infektion außerhalb eines Endemiegebietes, die Flughafen- oder Baggage-Malaria genannt werden. Dabei erfolgt die Infektion durch importierte infektiöse Mücken im Reisegepäck, im Flugzeug, auf einem Flughafen oder in dessen unmittelbarer Umgebung. Auch im Fall von Sofia ist eine von mehreren möglichen Ursachen, dass sie von einer eingeschleppten Überträgermücke gestochen wurde.


pg/DPA

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(