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Herztod: Schüler stirbt an zu viel Koffein

Ein Teenager im US-Bundesstaat South Carolina hat innerhalb von zwei Stunden einen Cafe Latte, einen Energydrink und eine große Flasche stark koffeinhaltiger Limonade getrunken - mit fatalen Folgen.

In einem Café wird ein Becher gefüllt

Gefährliches Koffein? Nach Angaben des Gerichtsmediziner starb der 16-Jährige an Herzstillstand

Ein High-School-Schüler ist im US-Bundesstaat South Carolina gestorben, weil er zu viel Koffein konsumiert hatte. Der 16-Jährige sei bereits Ende April in einem Klassenraum zusammengebrochen, berichten mehrere US-Medien. Nun habe der zuständige Gerichtsmmediziner Gary Watts die offizielle Todesursache bekanntgegeben: durch Koffein hervorgerufene Herzrhythmusstörungen mit anschließendem Herzstillstand.

Verstorbener hatte keine Vorerkrankungen

Der Schüler hatte zuvor innerhalb von zwei Stunden einen Cafe Latte, einen Energydrink und eine große Flasche Mountain Dew getrunken, dabei handelt es sich um eine stark koffeinhaltige Zitronenlimonade. Er sei gesund gewesen und habe keine medizinischen Probleme gehabt, die durch das Koffein verschärft worden sein könnten, sagte Watts auf einer Pressekonferenz. Die Autopsie habe auch keine bis dahin unentdeckte Herzprobleme zu Tage befördert. Der Teenager sei bei seinen Mitschülern und Freunden dafür bekannt gewesen, sich gegen den Konsum von Drogen und Alkohol stark zu machen.

Watts achtete laut dem "Miami Herald" in seiner Stellungnahme sehr darauf, nicht den Begriff Koffein-Überdosis zu verwenden. Viele Menschen würden deutlich mehr Koffein zu sich nehmen als der Verstorbene und hätten damit keine Probleme, sagte der Gerichtsmediziner. "Es geschieht sehr selten, dass jemand an zu viel Koffein stirbt", ergänzte sein Kollege Dennis Fowler. Dennoch zeige der Tod des 16-Jährigen, dass Koffein und Energydrinks nicht ungefährlich seien, mahnte Watts. Das Risiko sei, dass unterschiedliche Menschen davon unterschiedlich beeinflusst würden und die Wirkung nur schwer abzuschätzen sei.

Vater warnt vor Energydrinks

Der Vater des 16-Jährigen war auf der Pressekonferenz ebenfalls anwesend. Er kämpfte mit den Tränen, als er vor die Mikrofone trat und an alle Eltern appellierte: "Es war kein Autounfall, der ihm das Leben nahm. Stattdessen war es ein Energydrink. Eltern, bitte, sprecht mit euren Kindern über diese Energydrinks. Und Teenager und Studenten, bitte hört auf, sie zu kaufen."

mad
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