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Amyotrophe Lateralsklerose: Zum Tod von Stephen Hawking: Das steckt hinter der unheilbaren Krankheit ALS

Der verstorbene Astrophysiker Stephen Hawking litt an an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Doch was genau bedeutet es, an dieser Krankheit zu leiden?

Stephen Hawking bei einem Besuch am Cap Finisterre

Stephen Hawking, der als junger Mann an ALS erkrankte, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. 

AFP

erkrankte bereits als Student an ALS - Ärzte sagten ihm nur noch wenige Jahre voraus. Doch die Krankheit schritt bei ihm sehr langsam voran und konnte seinen Aufstieg in der Wissenschaft nicht aufhalten. Im Alter von 76 Jahren ist er jetzt gestorben. Aber was bedeutet es, mit dieser Krankheit leben zu müssen?

Die (ALS) führt zu zerstörten Nerven und fortschreitender Muskellähmung. Die Betroffenen können sich im Verlauf der Erkrankung nicht mehr bewegen, sie haben Schwierigkeiten beim Schlucken, Sprechen und Atmen. Das Bewusstsein und der Intellekt bleiben aber in der Regel intakt.

In Ausnahmefällen kann man mehr als zehn Jahre mir ALS leben

Etwa die Hälfte der Patienten stirbt innerhalb der ersten drei Jahre. Nur in Ausnahmefällen leben sie länger als ein Jahrzehnt mit der unheilbaren Krankheit - bei Hawking war es sogar mehr als ein halbes Jahrhundert. "Es gibt unterschiedliche Formen von ALS", sagt der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (Freiburg), Horst Ganter. "Bei Stephen Hawking stellte sich heraus, dass er eine extrem seltene, langsam verlaufende Form hatte."

Die Todesursache ist meist Atemlähmung. Über die genauen Ursachen und Mechanismen der ist wenig bekannt. Die meisten Fälle treten spontan auf, nur bis zu zehn Prozent sind familiär gehäuft.

Am häufigsten erkranken Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren, Männer häufiger als Frauen. In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge rund 6000 ALS-Patienten. Auch der Künstler Jörg Immendorff starb 2007 an dieser Nervenkrankheit.   

vit / DPA

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