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19 Produkte im Test Eine ist "mangelhaft" - vor dieser Sonnencreme warnt Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest prüft nicht in der Berliner Zentrale, sondern in Testlabors, deren Standorte geheim gehalten werden. Der stern durfte sich eines von innen anschauen.
 
In den Räumen sind aufwendige Prüfstände aufgebaut, die zum Teil eigens für die Stiftung Warentest entwickelt wurden. Staubsauger, Werkzeuge, Küchengeräte – jedes Produkt muss verschiedene Tests überstehen.
 
Wie lange halt eine Bohrmaschine durch?
 
Dafür läuft sie in eine elektrische Vorrichtung eingespannt, die das Gerät immer wieder gegen einen Widerstand anbohren lässt. So wird in 33 Stunden eine Lebensdauer von 10 Jahren simuliert
 
Hat eine Bohrmaschine technische Schwachstellen gibt sie schließlich den Geist auf.
 
Einen Raum weiter werden Astscheren für den Garten getestet. 6000 Mal muss die große Astschere sich durch den hölzernen Prüfstab knacken, um den Dauertest zu bestehen. Bei Billiggeräten bricht irgendwann die Klinge oder der Griff. Der Prüfabfall taugt immerhin noch als Futter für den Kamin.
 
Auch der Labortest für Hochdruckreiniger hat einen ganz speziellen Aufbau. Zunächst wird eine mit schwarzer Farbe bemalte Hartschaumplatte in eine Glasvitrine gelegt. Nun fährt die Platte langsam unter der Düse des Reinigers hindurch, der die Farbe möglichst großflächig und gleichmäßig entfernt.
 
Der Vergleich der Platten zeigt, wie unterschiedlich gut die verschiedenen Hochdruckreiniger säubern. Ein breiter gleichmäßiger Streifen bedeutet ein gutes Ergebnis.
 
In der Testküche werden Backöfen, Mikrowellen und andere Küchengeräte getestet.
 
Mit Hilfe von normierten Muffins wird untersucht, welcher Backofen halt, was er verspricht.
 
Es gibt sogar ein eigenes Chemielabor. Hier werden Produkte auf gefährliche Schadstoffe untersucht.
 
Das Prüfinstitut testet nicht nur für die Stiftung Warentest. Auch Hersteller lassen hier ihre Protoypen durchchecken. Auch Diese dürfen auch wir leider nicht filmen.
 
Auf 8200 Quadratmetern wird alles Mögliche geprüft.
 
Wenn die Hersteller irgendwo Mist gemacht haben – hier kommt es raus.

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Stiftung Warentest zeigt: Gute und wirksame Sonnencremes müssen nicht teuer sein. Den Testsieger gibt es für wenig Geld beim Discounter. Vollen Sonnenschutz gibt es aber nur unter einer Bedingung. 

Es ist Sommer, die Sonne knallt vom Himmel und für viele steht der Urlaub vor der Tür: Sonnencremes haben derzeit Hochsaison. Zeit für Stiftung Warentest, Lotionen und Sprays mit hohem und sehr hohem Lichtschutzfaktor - 30, 50 und 50+ - ins Labor zu schicken.

Diese sind besonders für Menschen mit heller, sonnenempfindlicher Haut empfehlenswert. Ein Lichtschutzfaktor von 30 verlängert den maximalen Aufenthalt in der Sonne um den Faktor 30 - das heißt: Menschen, die sich ohne Schutz fünf Minuten in der Sonne aufhalten dürfen, können mit einer SPF-30-Sonnencreme maximal 150 Minuten in der Sonne bleiben. Aber auch diese Zeitspanne solle keinesfalls ausgereizt werden, warnt Warentest.

Das Ergebnis? 18 von 19 Lotionen und Sprays halten ihr UV-Schutz-Versprechen. Die ersten Plätze belegen die günstigsten Produkte aus dem Discounter. Die von Lidl, Penny, Rewe und Real erhalten das Testergebnis "Sehr gut". Dabei schonen sie auch noch den Geldbeutel. Sie kosten zwischen 1,17 und 1,50 Euro. Auch das Sonnenspray von dm ist sehr gut, aber etwas teurer (2,23 Euro pro 100 Milliliter).

Aber nicht alle Sonnenschutzmittel empfiehlt die Stiftung Warentest. Abraten würden sie beispielsweise von der Naturkosmetikmarke Eco. Mit 21,20 Euro je 100 Milliliter ist sie das teuerste Produkt - und schneidet mangelhaft ab, weil sie einen zu niedrigen UVA-Schutz bietet. Außerdem wurde sie nicht mit Keimen fertig, die Tester der Lotion zusetzten. Es geht zwar kein Gesundheitsrisiko von der Creme aus, aber verkeimte Kosmetika können an pflegender oder schützender Wirkung einbüßen, so die Tester.

Vollen Sonnenschutz gibt's unter bestimmten Bedingungen

Mal abgesehen vom Preis bieten die Produkte vollen Sonnenschutz nur unter bestimmten Bedingungen. Man sollte sie reichlich und regelmäßig auftragen. Wer zu den hellhäutigen Menschen zählt muss besonders aufpassen. Sowohl im Alltag als auch im Urlaub. Genauso wie Kinder, deren Haut noch besonders empfindlich ist und schnell verbrennt. Also gilt: reichlich verteilen, Lotion oder Spray verreiben und trocknen lassen. Sprays am besten zweimal hintereinander auftragen, rät die Stiftung Warentest.

Wer keine Lust auf Flecken von der Sonnencreme hat, sollte sich erst anziehen, wenn die Lotion vollständig eingezogen ist. 

Den ganzen Test gibt es gegen Gebühr hier zu lesen!

dsw

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