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Verbot für Tabakwerbung: Bye, bye, Zigaretten-Plakat!

Steht die Zigarettenwerbung damit vor ihrem endgültigen Aus? Nach Plänen der Bundesregierung soll Tabakwerbung künftig ganz aus dem öffentlichen Leben verbannt werden – von Plakaten, Litfaßsäulen und aus Kinosälen.

War es das mit der Werbung für die Glimmstängel? Die Bundesregierung plant Zigaretten-Plakate künftig zu verbieten.

War es das mit der Werbung für die Glimmstängel? Die Bundesregierung plant Zigaretten-Plakate künftig zu verbieten.

Seit jeher sind Tabakfirmen sehr kreativ, wenn es darum geht, ihre Produkte an den Mann und die Frau zu bringen: Sie erfanden den Marlboro-Cowboy, ließen ihn durch idyllische Landschaften reiten und am Lagerfeuer rauchen. Sie druckten Zigaretten auf großformatige Plakate, lichteten junge Menschen mit Glimmstängel in den Händen ab - lachend, immer gut gelaunt.

Die Botschaft der Konzerne ist stets dieselbe: ‚Rauche Zigaretten, und es geht Dir gut.‘ Genauer gesagt: Das war die Botschaft. Denn wenn es nach Plänen der Bundesregierung geht, könnte der Zigarettenwerbung bald das endgültige Aus drohen.

Verbot an Haltestellen und Litfaßsäulen

Die Außenwerbung für Tabak auf Litfaßsäulen, an Haltestellen und auf Plakaten soll spätestens ab Sommer 2020 verboten werden. Das berichtet die "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf ein Papier des Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministeriums. Demnach haben sich  das Bundeskanzleramt und der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) darauf geeinigt, dass es für Zigaretten ab dem 1. Juli 2020 keine Außenwerbung mehr geben soll. Zudem sollen in Kinos die Zigaretten aus der Werbung von Filmvorstellungen verbannt werden, die für Zuschauer unter 18 Jahren freigegeben sind.

Bereits seit dem Jahr 2005 ist die Werbung für Tabak in der EU stark eingeschränkt. Dies gilt vor allem für Werbung in Medien sowie für Sponsoring im Kultur- und Sportbereich.

ikr/dpa/AFP
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