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Viagra und Cialis: US-Behörde untersucht Fälle von Erblindung

Nachdem vereinzelt Fälle von Erblindung nach Einnahme der Sexpillen Viagra und Cialis aufgetreten waren, untersucht die US-Arzneimittelbehörde FDA jetzt einen möglichen Zusammenhang.

Nach Auskunft der FDA-Sprecherin Susan Cruzan gebe es bislang aber keine Hinweise darauf, dass die Medikamente Ursache der Erblindung seien. In den bislang bekannten Fällen wurde ein Schlaganfall des Auges diagnostiziert, in der Fachsprache NAION (Nonarteric Ischemic Optic Neuropathy) genannt. Diese Art von Blindheit kann bei Männern auftreten, die an Diabetes oder einer Herzerkrankung leiden. Beide Erkrankungen können auch zu Impotenz und damit zur Einnahme von Viagra oder Cialis führen. Der FDA liegen 42 Berichte über Fälle einer derartigen Erblindung vor, 38 davon traten nach der Einnahme von Viagra, vier nach der Einnahme von Cialis auf. Allein Viagra wird weltweit von mehr als 23 Millionen Männern eingenommen.

Ein Sprecher der Herstellerfirma Pfizer bestätigte, dass Gespräche mit der FDA darüber geführt würden, einen Hinweis auf derartige Fälle im Beipackzettel aufzunehmen. Er betonte aber, dass es keinen Beweis dafür gebe, dass Viagra die Erblindung verursacht habe. Männer, die Viagra nähmen, hätten häufig auch einen hohen Blutdruck und einen hohen Cholesterinspiegel - auch dies gelte als Risikofaktor für eine Erblindung. Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Potenzpille zählen laut dem Pharmaunternehmen Kopfschmerzen, Gesichtsröte und Übelkeit. Weniger häufig träten kurzzeitige Blausichtigkeit, eine verschwommene Wahrnehmung oder Lichtempfindlichkeit auf.

AP

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