Gekühlte Getränke
Welche Maschine liefert die besten Eiswürfel? Fünf mobile Geräte im stern-Check

Eiswürfelmaschinen im Test
Ob spontane Gartenparty, Feierabenddrink oder ein entspannter Abend auf der Couch – mit frischen Eiswürfeln auf Knopfdruck sind Sie immer bestens vorbereitet
© Anna Scheibe / stern

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Ein Kaltgetränk ohne Eiswürfel? Im Sommer undenkbar! Was aber, wenn das Eisfach nicht genug Platz bietet? Hier kommen Eiswürfelmaschinen ins Spiel. Wir haben fünf Geräte getestet.

Sommer, Sonne, kühle Drinks: Wenn die Temperaturen steigen, haben Eiswürfel Hochsaison. Ob im Softdrink, in der Weinschorle oder im Wasser – niemand mag warme Getränke, wenn das Thermometer über 30 Grad anzeigt. Während es in der örtlichen Gastronomie meist kein Problem ist, Eiswürfel am laufenden Band zu produzieren, gibt das private Eisfach nur wenig Platz her, um darin für ausreichend Nachschub zu sorgen. Aus diesem Grund kann die Anschaffung einer Eiswürfelmaschine sinnvoll sein, die (je nach Hersteller) mehrere Kilogramm am Tag herstellt. Aber welche ist die Beste und worauf kommt es beim Kauf an? Der stern Kaufkosmos hat fünf Marken genauer unter die Lupe genommen. 

Diese Eiswürfelmaschinen haben wir getestet

  1. Medion Eiswürfelmaschine zum Shop
  2. Juskys Eiswürfelmaschine zum Shop
  3. Fohere Eiswürfelmaschine zum Shop
  4. Arendo Eiswürfelmaschine zum Shop
  5. Klamer Eiswürfelmaschine zum Shop

Diese Geräte sind auch einen Blick wert 

Diese Geräte haben wir zwar nicht selbst getestet, sie sind uns in der Recherche allerdings aufgefallen. Daher möchten wir sie an dieser Stelle kurz vorstellen.  

Testergebnis: Diese Eiswürfelmaschine schneidet im Test am besten ab

Sie möchten schon jetzt erfahren, welches der fünf getesteten Geräte die beste Platzierung erreicht hat? Dann haben wir gute Nachrichten für Sie: Keine der Eiswürfelmaschinen hat im Test wirklich schlecht abgeschnitten – alle Modelle konnten mit ihrer Leistung überzeugen und zeigten nur kleinere Schwächen. Allen voran das Testmodell von Medion: Obwohl das Gerät über den kleinsten Wassertank im Vergleich verfügt und dadurch häufiger nachgefüllt werden muss, produzierte die Maschine innerhalb unseres festgelegten Testzeitraums die größte Eismenge. Nach einer kurzen Anlaufphase wurden die Würfel zudem zunehmend dicker und fester und brachten im Durchschnitt sechs Gramm auf die Waage. Für uns ist Medion damit der klare Favorit und Testsieger.

Knapp dahinter folgt die Eiswürfelmaschine von Juskys, die in unserer Wertung nur leicht schwächer abschnitt und ebenfalls eine sehr gute Bewertung erhielt. Die Geräte von Fohere, Arendo und Klamer erreichten ebenfalls gute Ergebnisse und liegen in der Sternebewertung gleichauf, unterscheiden sich jedoch bei den einzelnen Testnoten. Daraus ergeben sich die Plätze drei bis fünf.

Anna Scheibe
© Domenic Driessen

Über die Testerin

Gekühlte Getränke haben für mich schon immer ihren besonderen Reiz. Vor allem im Sommer schmecken mir Softdrinks oder auch alkoholische Getränke (zum Beispiel eine Weinschorle) nur dann richtig gut, wenn einige Eiswürfel darin schwimmen. Weil mein Eisfach jedoch zu klein für größere Mengen ist, habe ich fünf Eiswürfelmaschinen getestet. Was dabei herausgekommen ist, erfahren Sie im folgenden Test. Weitere Informationen über Anna Scheibe

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle Eiswürfelmaschinen

Preis
Testsieger
MEDION Eiswürfelmaschine
MEDION Eiswürfelmaschine*
1.
Juskys Eiswürfelmaschine
Juskys Eiswürfelmaschine*
2.
Preis-Leistungs-Tipp
FOHERE Eiswürfelmaschine
FOHERE Eiswürfelmaschine*
3.
Arendo - Eiswürfelmaschine
Arendo - Eiswürfelmaschine*
4.
KLAMER Eiswürfelmaschine
KLAMER Eiswürfelmaschine*
5.
Arebos Eiswürfelmaschine
Arebos Eiswürfelmaschine*
6.
Klarstein Eiswürfelmaschine
Klarstein Eiswürfelmaschine*
7.
H.Koenig KB14 Eiswürfelmaschine,
H.Koenig KB14 Eiswürfelmaschine,*
8.
Northclan Eiswürfelmaschine
Northclan Eiswürfelmaschine*
9.
SONGMICS Eiswürfelmaschine
SONGMICS Eiswürfelmaschine*
10.
Zum Anbieter
109,99 €
59,99 €
€ 189,85
Zum Anbieter
89,90 €
119,99 €
Zum Anbieter
Zum Anbieter
Zum Anbieter
Bewertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung Nicht in der Wertung
Modellname MD100117 40516 ICM1262A 722303865722 922558 AR-HE-EM22B Caldwell KB14 735940863544 XZB001B1EU
Maße 29T × 24B x 28H cm 29T x 22B x 29H cm 28T x 22B x 27H cm 30T x 23B x 33H cm 36T x 24B x 32H cm 25T x 33B x 36H cm 29T x 22,2B x 29,4H cm 24T x 36B x 32H cm 32T x 60B x 150H cm 31T x 25B x 32H cm
Gewicht 5,87 kg 6,2 kg 5,84 kg 8 kg 9,4 kg 9,5 kg 6,2 kg 9,02 kg 21,6 kg 6 kg
Kapazität 1,1 l 1,2 Liter 1,5 l 2 l 2,1 l 2,2 l 1,3 l k.A. 2 l k.A.
Zeit bis zur ersten Eiswürfelportion 9 min 10 min 12 min 9 min 10 min - - - - -
Produktionsintervall 9 min 9 min 10 min 9 min 10 min 15 min 12 min - 8 min 6 min
Eiswürfel pro Portion 9 Stk. 9 Stk. 8 Stk. 9 Stk. 10 Stk. - - - - -
Gewicht pro Eiswürfel 6 g 6 g 6 g 6 g 4 g - - - - -
Eismenge nach 60 Min 320 g 312 g 276 g 256g 185 g - - - - -
Laufzeit pro Tankfüllung 1:45 Std 2:50 Std. 2:13 Std. 4:35 Std. 4:40 Std. - - - - -
Stromverbrauch 0,09 kWh/h 0,09 kWh/h 0,09 kWh/h 0,11 kWh/h 0,11 kWh/h - - - - -
Lautstärke 54 dB 58 dB 60 dB 59 dB 60 dB - - - - -
Leistung 150 W 120 W 120 W 120 W 120 W 120 W 120 W 120 W 120 W 100 W
Testnote 1,54 1,65 1,96 1,96 2,36 - - - - -
Erhältlich bei
109,99 €
109,99 €
59,99 €
189,85 €
-10 %
89,90 €
99,90 €
119,99 €
-14 %
119,99 €
138,99 €

So haben wir die Produkte ausgewählt

  • Bekannte Marken und Hersteller: Für den Test wurden Eiswürfelmaschinen von etablierten Haushaltsmarken ausgewählt. Die Geräte decken verschiedene Preisklassen ab und sind im Handel weit verbreitet. So entsteht ein realistischer Vergleich von Einsteiger- bis Mittelklassemodellen.
  • Eisproduktion und Leistung: Wichtig war vor allem, wie schnell die Geräte Eis herstellen und wie konstant sie im Dauerbetrieb arbeiten. Bewertet wurden sowohl die Zeit bis zur ersten Eiswürfelproduktion als auch die tägliche Gesamtmenge. So lassen sich Unterschiede in der Leistungsfähigkeit gut erkennen.
  • Technologie und Eisarten: Die Auswahl umfasst unterschiedliche Bauarten von Eiswürfelmaschinen, die meist Hohlkegel- oder ähnliche Eisformen produzieren. Teilweise bieten die Geräte auch verschiedene Eisgrößen oder leichte Variationen in Form und Struktur. Dadurch lassen sich Unterschiede direkt vergleichen.
  • Bedienung und Alltagstauglichkeit: Die Geräte sollten einfach zu bedienen sein und sich gut für den Haushalt eignen. Im Fokus standen eine intuitive Steuerung, klare Anzeigen und eine unkomplizierte Handhabung beim Befüllen und Entnehmen. Besonders wichtig war ein reibungsloser Einsatz im Alltag.
  • Reinigung und Wartung: Auch die einfache Reinigung war ein zentrales Kriterium. Bewertet wurde, wie gut Wasserbehälter und Innenräume zugänglich sind und wie leicht sich Rückstände entfernen lassen. Geräte mit unkomplizierter Pflege sind im Alltag klar im Vorteil.

So haben wir die Eiswürfelmaschinen getestet

Für den Test standen insgesamt fünf Eiswürfelmaschinen zur Verfügung. Die Geräte wurden unter möglichst gleichen Bedingungen getestet, um faire und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Dadurch konnten sowohl Unterschiede in der Leistung als auch in der Handhabung und Effizienz gut herausgearbeitet werden.

Während der Tests lag der Fokus besonders auf der Eisproduktion im Praxiseinsatz. Um vergleichbare Werte zu erhalten, wurden alle Geräte unter identischen Rahmenbedingungen getestet. Da alle Geräte zwei unterschiedliche Eiswürfelgrößen herstellen können, wurde für alle Messungen ausschließlich die größere Variante gewählt. So ließ sich die Leistung der Geräte unter denselben Voraussetzungen objektiv vergleichen. Erfasst wurden unter anderem die Zeit bis zur ersten Eisproduktion sowie die produzierte Eismenge innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Dadurch lässt sich die Leistungsfähigkeit der einzelnen Eiswürfelmaschinen objektiv miteinander vergleichen. 

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Qualität der Eiswürfel. Bewertet wurden deren Gleichmäßigkeit, Stabilität sowie Form und Größe, da diese den praktischen Nutzen im Alltag maßgeblich beeinflussen. Zusätzlich wurde der Stromverbrauch der Geräte mit einem Strommessgerät erfasst. So ließ sich nachvollziehen, wie effizient die einzelnen Maschinen im Betrieb arbeiteten und wie hoch der Energiebedarf im Vergleich war. Neben der reinen Leistung spielte damit auch die Wirtschaftlichkeit im Alltag eine Rolle.

Jedes Gerät erhielt Schulnoten für die einzelnen Bewertungsschritte, aus denen anschließend eine Gesamtnote berechnet wurde. Diese setzte sich aus der Eisleistung (25 Prozent), der Eisqualität (25 Prozent), der Bedienung und den Funktionen (15 Prozent), dem Betrieb und der Effizienz (25 Prozent) sowie der Reinigung und Wartung (10 Prozent) zusammen. Aus der Gesamtnote wurde anschließend die Sternebewertung von bis zu fünf Sternen abgeleitet. Für eine feinere Differenzierung wurden dabei auch halbe Sterne vergeben. Dabei entsprachen Noten von 1,0 bis 1,4 fünf Sternen, Noten von 1,5 bis 1,9 viereinhalb Sternen, Noten von 2,0 bis 2,4 vier Sternen und so weiter.

Noch ein wichtiger Hinweis vorab: Nach dem Auspacken sollten Eiswürfelmaschinen vor der ersten Inbetriebnahme einige Stunden aufrecht stehen. So können sich das Kältemittel und das Kompressoröl nach dem Transport wieder gleichmäßig verteilen. Erst anschließend sollte das Gerät an das Stromnetz angeschlossen und eingeschaltet werden.

1. Der Testsieger: Medion Eiswürfelmaschine

Eiswürfelmaschine von Medion
Mit knapp unter sechs Kilogramm ist die Eiswürfelmaschine von Medion (neben Fohere) das leichteste Gerät dieser Testreihe
© Anna Scheibe / stern

Design und Funktion
Die Eiswürfelmaschine von Medion zeigt sich im schlichten Design. Der schwarze Kunststoffkorpus wird durch einen praktischen Tragegriff sowie einen transparenten Deckel ergänzt, durch den sich die Eisproduktion live mitverfolgen lässt. Zum Lieferumfang gehören eine Eisschaufel sowie ein herausnehmbarer Eisbehälter, der über dem 1,1 Liter großen Wassertank eingesetzt wird. Laut Hersteller arbeitet das Gerät mit dem Kältemittel R600a. Um die Maschine in Betrieb zu nehmen, müssen zuerst die gewünschten Einstellungen über ein Membran-Bedienfeld vorgenommen werden. Es gibt zwei Tasten, über die das Gerät ein- und ausgeschaltet oder die Einstellungen geändert werden können. Es gibt zwei verschiedene Eisgrößen: S und L, ein Selbstreinigungsprogramm und zwei Symbole, die blinken, wenn der Wassertank leer ist oder der Eisbehälter geleert werden muss.

MEDION Eiswürfelmaschine
Testsieger
MEDION Eiswürfelmaschine*

Handling und Bedienung
Medion wirbt damit, dass die Maschine nach dem Einschalten nur sechs bis neun Minuten braucht, bis die ersten Eiswürfel fertig sind – das bestätigt unser Test: Wir haben fast neun Minuten gemessen, ehe das Gerät mit einem lauten Klackern ankündigte, dass die erste Fuhre Eiswürfel fertig war. Zu Beginn zählten wir zunächst nur acht Würfel, obwohl die Maschine neun Kühlstäbe besitzt. Wie sich jedoch herausstellte, passiert das immer nach dem Einschalten. Ab dem zweiten Zyklus waren es dann immer neun Eiswürfel. Was noch auffiel: Die ersten Eiswürfel waren noch recht dünn und glasig, allerdings stellte sich im Test heraus, dass die Eiswürfel immer dicker und fester wurden, je mehr Durchgänge das Gerät durchlaufen konnte. 

Zwischen jedem Zyklus vergingen sechs bis sieben Minuten, ehe die nächste Fuhre Eis fertig war. Nach 60 Minuten haben wir die produzierte Eismenge gewogen und dabei 320 Gramm gemessen. Laut Hersteller soll das Gerät in der Lage sein, bis zu zwölf Kilogramm Eis an einem Tag (sprich 24 Stunden) zu produzieren – nach unserer Hochrechnung würde das allerdings über 37 Stunden dauern. Um herauszufinden, wie schnell die Eiswürfel bei Zimmertemperatur (22,8 Grad Celsius) schmelzen, haben wir die Zeit gestoppt: Es dauerte sage und schreibe 25 Minuten, bis sich das Eis in eine kleine Pfütze verwandelt hatte. Zusätzlich haben wir gemessen, wie lange es dauert, bis der Wassertank leer ist. Das Ergebnis: eine Stunde und 45 Minuten. 

Betrieb und Verbrauch
Natürlich hat uns auch interessiert, wie viel Energie die Maschine von Medion innerhalb einer Stunde für die Herstellung von 320 Gramm Eiswürfeln benötigt hat: Laut Messgerät verbrauchte das Gerät 0,09 kWh Strom – das entspricht einem Stromverbrauch von 0,28 kWh pro Kilogramm Eis beziehungsweise Stromkosten von rund drei Cent (bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh). Ein weiteres Kriterium, das wir während des Tests gemessen haben, war die Lautstärke: Vom reinen Hören empfanden wir die Geräusche der Eiswürfelmaschine als relativ leise; das bestätigte auch unser Messgerät mit einem Maximalwert von 54 Dezibel. Um herauszufinden, ob sich das Gerät während des Betriebs stark erwärmt, haben wir die Außenflächen überprüft. Dabei stellten wir fest, dass sich die Seitenwände nur leicht erwärmten.

Reinigung und Wartung
Die Eiswürfelmaschine von Medion besitzt ein Selbstreinigungsprogramm, das wir – wie vom Hersteller empfohlen – vor der ersten Nutzung per Knopfdruck aktiviert haben. Anschließend spülte sich das Gerät selbstständig durch, allerdings nur mit klarem Wasser. Die Zugabe von Reinigungsmitteln wird hier nicht empfohlen. Um das Wasser nach der Säuberung abzulassen, mussten wir das fast sechs Kilogramm schwere Modell über die Spüle halten, da sich das Ablassventil unter dem Gerät befindet – was den Prozess nicht gerade erleichtert hat. Abschließend wurden das Gehäuse und die Innenräume mit einem feuchten Tuch abgewischt, um die restlichen Wasser- und Kalkrückstände zu entfernen. Mehr Aufwand war hier nicht nötig. 

Eiswürfel von Medion
Die Eiswürfelmaschine von Medion kann zwei verschiedene Eiswürfelgrößen (S & L) produzieren
© Anna Scheibe / stern

Fazit
Es kann so einfach sein: Wasser geht rein, Eiswürfel kommen raus: Das Testgerät von Medion sorgte mit seinem 1,1 Liter großen Wassertank alle neun Minuten für Nachschub – und das über einen Zeitraum von fast zwei Stunden. Die ersten Eiswürfel waren teilweise noch etwas unförmig und glasig, allerdings verbesserte sich die Konsistenz mit jedem weiteren Durchlauf. Nach 60 Minuten hatten wir 320 Gramm gleichmäßig geformte, dicke Eiswürfel, die bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 22,8 Grad Celsius 25 Minuten benötigten, ehe sie vollständig geschmolzen waren. Besonders positiv fielen die einfache Bedienung, der geringe Stromverbrauch und die niedrige Lautstärke auf. Kleine Schwachstellen zeigte das Gerät dennoch: So gestaltet sich etwa das Ablassen des Wassers über das unterseitige Ventil des knapp sechs Kilogramm schweren Gerätes etwas umständlich. Insgesamt bietet Medion das beste Gesamtpaket im Vergleich und sichert sich damit den Testsieg. Besonders die hohe Eisproduktion, die einfache Bedienung und der geringe Stromverbrauch überzeugen. 

2. Die Ausdauernde: Juskys Eiswürfelmaschine

Eiswürfelmaschine von Juskys
Die Eiswürfelmaschine von Juskys ist das leichteste Gerät dieser Testreihe
© Anna Scheibe / stern

Design und Funktion
Die Eiswürfelmaschine von Juskys präsentiert sich in einem zeitlosen Design. Im Gegensatz zu den anderen Testgeräten muss der Tragegriff nach dem Auspacken noch am Gerät montiert werden, ehe er einsatzbereit ist. Der Deckel ist auch hier transparent, damit die Produktion live mitverfolgt werden kann. Über dem 1,2 Liter großen Wassertank befindet sich ebenfalls ein herausnehmbarer Eisbehälter, der die fertigen Würfel sammelt. Herausgenommen werden können diese anschließend mit einer weißen Schaufel, die im Lieferumfang enthalten ist. Bedient werden kann das Modell über ein leicht verständliches Display, auf dem sich fünf Symbole sowie zwei Drucktasten finden: eine zum An- und Ausschalten, die andere dient zum Auswählen zwischen den zwei möglichen Eiswürfelgrößen S und L. Die zusätzlichen Kontrollleuchten blinken unter anderem auf, wenn Wasser nachgefüllt werden muss oder der Behälter voll ist. 

Juskys Eiswürfelmaschine
Juskys Eiswürfelmaschine*
109,99 €
109,99 €

Handling und Bedienung
Laut Hersteller braucht die Maschine – in Abhängigkeit von der Raumtemperatur – durchschnittlich sechs bis 13 Minuten für die erste Eiswürfelproduktion. In unserem Test hat es nach dem Einschalten zehn Minuten gedauert, bis die erste Fuhre fertig war. Danach wurde alle acht bis neun Minuten neues Eis hergestellt. Auch bei diesem Gerät machten wir die Beobachtung, dass die ersten Würfel noch sehr zerbrechlich und glasig waren, allerdings mit jedem weiteren Durchlauf immer dicker und fester wurden. Die Waage zeigte hier nach einer Stunde ein Gewicht von sechs Gramm pro Eiswürfel an, also ähnlich wie bei der Konkurrenz (unter anderem Medion und Fohere). 

Um herauszufinden, wie viel Eis das Gerät in einer Stunde produziert, haben wir die Zeit gestoppt und 312 Gramm gemessen – im Vergleich zu den anderen Testmodellen ist es das beste Ergebnis. Die versprochenen zwölf Kilogramm Eis, die laut Hersteller innerhalb eines Tages maximal hergestellt werden können, sind dennoch unrealistisch. Laut unserer Rechnung würde es über 35 Stunden dauern, bis das Ziel erreicht wäre. Was das Schmelzverhalten angeht, so haben wir hier ebenfalls die Zeit gemessen: Bei einer Raumtemperatur von 24,7 Grad hat es 25 Minuten gedauert, ehe sich der Aggregatzustand des Eiswürfels von fest in flüssig verwandelt hat. Ein weiterer Wert, der uns interessiert hat: die Laufzeit, bis der Wassertank leer war. Hier haben wir eine Laufzeit von zwei Stunden und 50 Minuten gemessen.

Betrieb und Verbrauch
Eine weitere Frage, die es während der Testphase zu klären gab: Wie viel Strom verbraucht die Maschine von Juskys innerhalb einer Stunde für die Produktion von 312 Gramm Eiswürfel? Laut unserem Messgerät waren dafür 0,10 kWh nötig – das entspricht einem Stromverbrauch von 0,30 kWh pro Kilogramm Eis und Stromkosten von rund vier Cent bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent/kWh. Nach dem Strommessgerät kam noch ein weiteres Gerät zum Einsatz, um die Lautstärke während des Betriebs zu ermitteln: Maximal 58 Dezibel haben wir gemessen, also fast genauso viel wie bei den anderen Geräten. Und was die Wärmeentwicklung des Gehäuses angeht, so hat unser persönlicher Handtest ergeben, dass die Seitenwände die gesamte Laufzeit über kühl geblieben sind. 

Reinigung und Wartung
Auch die Firma Juskys hat an eine Selbstreinigungsfunktion gedacht. Um diese zu (de)aktivieren, muss die „On-/Off“-Taste fünf Sekunden lang gedrückt werden. In unserem Test ließ sich das Selbstreinigungsprogramm trotz korrekter Vorgehensweise und mehrerer Versuche nicht aktivieren. Einen Grund dafür konnten wir im Test nicht feststellen. Laut Hersteller reicht für eine normale Reinigung frisches Wasser aus. Nach mehrmaligem Nutzen hingegen wird empfohlen, etwas Zitronensäure mit in den Tank zu geben, um mögliche Kalkrückstände zu entfernen. Um das dreckige Wasser abzulassen, muss auch hier das Ventil des 6,2 Kilogramm schweren Gerätes unter dem Gerät gelöst werden – was wir wie bei den anderen Testmodellen ebenfalls als umständlich empfanden. Die Außenwände lassen sich mit einem sauberen, feuchten Tuch reinigen.

Eiswürfel von Juskys
Die Eiswürfelmaschine von Juskys kann zwei verschiedene Eiswürfelgrößen (S & L) produzieren

 
© Anna Scheibe / stern

 

Fazit
Mit einer langen Laufzeit von fast drei Stunden und der zweithöchsten Eisproduktion im Vergleichstest (312 Gramm in 60 Minuten) zeigt die Maschine von Juskys eine starke Leistung. Die Eisproduktion erfolgt gleichmäßig, die Eisqualität ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut und auch die Bedienung überzeugt mit einer einfachen Handhabung. Trotz dieser Stärken reicht es im Vergleich nicht für den Testsieg. Ausschlaggebend sind vor allem die etwas schwächere Energieeffizienz und die Probleme mit dem Selbstreinigungsprogramm. Auch das Ablassen des Wassers über das unterseitige Ventil gestaltet sich umständlich. Insgesamt überzeugt die Eiswürfelmaschine dennoch mit einer hohen Leistung, einer guten Eisqualität und einer unkomplizierten Bedienung. Wir vergeben viereinhalb Sterne.

3. Der Preis-Leistungs-Tipp: Fohere Eiswürfelmaschine

Eiswürfelmaschine von Fohere
Die Eiswürfelmaschine von Fohere ist das kleinste und leichteste Gerät dieser Testreihe
© Anna Scheibe / stern

Design und Funktion
Die Eiswürfelmaschine von Fohere präsentiert sich in einem kompakten Design: Ausgestattet mit einem praktischen Tragegriff, lässt sich das Gerät leichter transportieren. Um den Stromverbrauch zu reduzieren, setzt der Hersteller auf eine hochdichte, isolierende Schaumstoffschicht. Lebensmittelechte Materialien sollen zu einer geruchsfreien Umgebung beitragen – sie verhindern jedoch nicht den typischen Neugeruch eines frisch ausgepackten Gerätes. Zu den weiteren Besonderheiten zählen der leistungsstarke Kompressor sowie der transparente Deckel, durch den sich die Eiswürfelproduktion beobachten lässt. Auch hier kann zwischen zwei Größen (S und L) auf dem zugehörigen Display gewählt werden. Darauf finden sich zwei weitere Symbole: Eines steht für den 1,5 Liter großen Wassertank. Es leuchtet auf, wenn er leer ist. Das andere zeigt an, wenn der herausnehmbare Eisbehälter voll ist und geleert werden muss. Das Selbstreinigungsprogramm hingegen wird erst durch ein drei Sekunden langes Drücken des Powerknopfes aktiviert. 

FOHERE Eiswürfelmaschine
Preis-Leistungs-Tipp
FOHERE Eiswürfelmaschine*
59,99 €

Handling und Bedienung
Laut Fohere produziert das Gerät alle fünf Minuten acht neue Eiswürfel – in unserem Test dauerte es jedoch im Schnitt doppelt so lange, bis der nächste Schwung fertig war (was immer noch eine sehr kurze Zeitspanne ist). Auch hierbei konnten wir beobachten, wie die Eiswürfel mit jedem Durchgang dicker und fester wurden. Während die ersten Eiswürfel noch etwas glasig waren und zerbrechlich wirkten, waren die später produzierten Würfel deutlich dicker, fester und trüber. Was uns besonders gut gefallen hat, sind die Form und die Größe der Würfel. Um herauszufinden, wie viel Eis die Maschine nach 60 Minuten herstellen kann, haben wir eine Küchenwaage hinzugezogen – und 256 Gramm gewogen. Damit liegt das Gerät im Vergleich zu den anderen Testgeräten im guten Mittelfeld. 

Die vom Hersteller angegebenen 14 Kilogramm in 24 Stunden konnten im Test nicht bestätigt werden. Nach unserer Hochrechnung würde die Produktion deutlich länger dauern. Fairerweise muss jedoch dazu gesagt werden, dass die Umgebungstemperatur großen Einfluss auf die Leistung einer Eiswürfelmaschine hat. Sprich: Je wärmer der Raum, desto mehr Wärme muss das Kühlsystem abführen. Das Gleiche gilt auch für das Schmelzverhalten: In unserem Fall dauerte es 30 Minuten, ehe sich ein sechs Gramm schwerer Würfel bei Zimmertemperatur (22,8 °C) komplett aufgelöst hatte. Die Laufzeit einer Tankfüllung betrug im Test 2 Stunden und 13 Minuten.

Betrieb und Verbrauch
Die 120 Watt starke Eiswürfelmaschine verbrauchte laut unserem Messgerät 0,09 kWh Strom innerhalb einer Stunde. Umgerechnet würde das einem Stromverbrauch von 0,35 kWh pro Kilogramm Eis beziehungsweise Stromkosten von rund 3,2 Cent (bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh) entsprechen. Was die Lautstärke und Wärmeentwicklung während des Betriebs angeht, haben wir folgende Beobachtungen gemacht: Mit rund 60 Dezibel, die wir gemessen haben, lief das Gerät im normalen Zustand vergleichsweise leise. Nur beim Auswerfen der Eiswürfel war der Geräuschpegel für wenige Sekunden deutlich höher. Das Gehäuse hingegen blieb während der gesamten Produktion angenehm kühl an den Händen unserer Testerin.

Eiswürfel von Fohere
Die Eiswürfelmaschine von Fohere kann zwei verschiedene Eiswürfelgrößen (S & L) produzieren

 
© Anna Scheibe / stern

Reinigung und Wartung
Der Bedienungsanleitung zufolge verfügt die Eiswürfelmaschine über einen Selbstreinigungsmodus. Um diesen zu aktivieren, muss die An/Aus-Taste für drei Sekunden lang gedrückt werden – anschließend startet und endet das Programm automatisch. Laut Hersteller kann ergänzend ein spezielles Reinigungsmittel hinzugefügt werden oder eine Mischung aus Natron und Wasser. Anschließend kann das Schmutzwasser durch ein Ablassventil unter dem Gerät ins Spülbecken geleitet werden – was sich trotz Tragegriff als umständlich herausstellte (wie bei den anderen Testgeräten auch), da die Maschine mit ihren knapp sechs Kilogramm kein Leichtgewicht ist. Die oberflächliche Reinigung des Gehäuses hingegen ist mit einem sauberen, feuchten Tuch schnell erledigt.

Fazit
Die Maschine von Fohere punktet in vielen Bereichen mit einer starken Leistung: Der 1,5 Liter große Wassertank produzierte über zwei Stunden lang gleichmäßig geformte Eiswürfel. Das Handling wie auch die Reinigung funktionierten auch hier denkbar einfach und konnten über ein leicht verständliches Display bedient werden. Nach 60 Minuten kamen wir auf eine Eismenge von 256 Gramm. Damit lag das Gerät im guten Mittelfeld des Vergleichs. Bei einer durchschnittlichen Raumtemperatur von 22,8 Grad dauerte es 30 Minuten, bis der getestete Eiswürfel vollständig geschmolzen war. Ein starkes Ergebnis, das jedoch – wie bei allen Modellen – stark davon abhängt, wie warm die Umgebung ist. Wir vergeben vier von fünf möglichen Sternen.

4. Die Solide: Arendo Eiswürfelmaschine

Arendo Eiswürfelmaschine
Die Eiswürfelmaschine von Arendo hat einen zwei Liter großen Wassertank
© Anna Scheibe / stern

Design und Funktion
Die Eiswürfelmaschine von Arendo setzt wie die Firma Klamer auf ein zeitloses Metallgehäuse. Der zugehörige Tragegriff befindet sich auch hier separat im Lieferumfang und muss vor der Inbetriebnahme zuerst am Gerät befestigt werden. Ergänzt wird das Zubehör um einen Ersatzstöpsel für das Ablaufventil (den sonst kein Hersteller bietet), eine Eiswürfelschaufel sowie einen herausnehmbaren Einsatz, der nach dem Auspacken auf den zwei Liter großen Wassertank montiert wird. Im Gegensatz zu den anderen vier Testgeräten ist der Deckel nicht komplett durchsichtig, stattdessen findet sich in der Mitte ein kleines Guckfenster – durch das jedoch nur ein Blick auf den Eiswürfelbehälter erhascht werden kann, nicht auf den laufenden Prozess. Das erschwert die Beobachtung des eigentlichen Produktionsvorgangs. Die Bedienung erfolgt über ein kleines Display. Die Steuerung erfolgt über zwei Drucktasten (On/Off und Select). Insgesamt können sechs Symbole aufleuchten: Power, Add Water, Ice Full sowie die Anzeigen für die beiden Eiswürfelgrößen S und L. 

Arendo - Eiswürfelmaschine
Arendo - Eiswürfelmaschine*
189,85 €

Handling und Bedienung
Laut Arendo braucht die Maschine maximal neun Minuten, um neun Eiswürfel herzustellen – das bestätigt auch unser Test: Pro Durchlauf vergingen im Schnitt acht bis neun Minuten. Im Gegensatz zu den anderen Testgeräten wirkten die ersten Eiswürfel etwas stabiler. Dennoch waren sie leicht glasig und noch nicht so dick wie die später produzierten Varianten. Was das Intervall anging, so dauerte es im Schnitt immer acht bis neun Minuten, ehe eine neue Fuhre Würfel fertig war. Nach 60 Minuten kamen wir – bei einem Eigengewicht von maximal sechs Gramm pro Würfel – auf eine Gesamtmenge von 256 Gramm Eis. Nach 24 Stunden wären das hochgerechnet also etwas mehr als sechs Kilogramm und nicht (wie vom Hersteller versprochen) bis zu zwölf Kilogramm. 

Da diese Herstellerangabe auch bei keinem der anderen Geräte im Test erreicht wurde, haben wir diesen Punkt in der Wertung nicht berücksichtigt. Zu den weiteren Testkriterien, die uns interessiert haben, zählte unter anderem das Schmelzverhalten eines Würfels: Wir haben die Zeit gestoppt und 25 Minuten gemessen, bis das Eis bei einer Raumtemperatur von 22,8 Grad vollständig geschmolzen war. Und wie lange hat es gedauert, bis der Wassertank vollständig leer war? Auch dieser Frage sind wir nachgegangen und haben die Zeit gestoppt: Nach vier Stunden und 35 Minuten blinkte das Symbol „Add Water“ auf und zeigte somit, dass nicht mehr ausreichend Flüssigkeit im Tank war für die nächste Produktion neuer Eiswürfel.

Betrieb und Verbrauch
Mit einem Strommessgerät haben wir während der Testphase ermittelt, wie viel Energie die Maschine in einer Stunde verbraucht hat, um 256 Gramm Eiswürfel herzustellen. Das Ergebnis: 0,11 kWh. Das entspricht einem Stromverbrauch von rund 0,43 kWh pro Kilogramm Eis beziehungsweise Stromkosten von etwa vier Cent (bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh). Anschließend haben wir die Lautstärke gemessen, um den Geräuschpegel während der Produktion zu ermitteln. Dabei herausgekommen ist ein moderater Wert von 59 Dezibel. Abschließend prüften wir die Wärmeentwicklung des Metallgehäuses, indem wir die Außenseiten mit den Händen kontrollierten. Dabei zeigte sich, dass die Seitenwände während der gesamten Produktion nur minimal warm wurden.

Reinigung und Wartung
Wie alle anderen vier Testgeräte auch bietet die Eiswürfelmaschine von Arendo eine Selbstreinigungsfunktion: Um sie zu aktivieren, muss sich das Gerät im Stand-by-Modus befinden. Andernfalls wird zuerst die Power-Taste, dann die Clean-Taste und erneut die Power-Taste aktiviert. Anschließend startet die Maschine das Programm, das aus sechs Einzeldurchgängen besteht und nach etwa acht Minuten automatisch stoppt. Laut Hersteller kann der Vorgang mit frischem Wasser durchgeführt werden – oder auch mit einem leichten Reinigungsmittel für Eiswürfelmaschinen. Das dreckige Wasser kann danach über ein Ablassventil unter dem Gerät in die Spüle gekippt werden, was bei einem Eigengewicht von acht Kilogramm trotz Tragegriff kein leichtes Unterfangen ist. Die äußere Reinigung ist hingegen unkompliziert: Dafür genügt ein sauberer, feuchter Lappen.

Eiswürfel von Arendo
Die Eiswürfelmaschine von Arendo kann zwei verschiedene Eiswürfelgrößen (S & L) produzieren
© Anna Scheibe / stern

Fazit
Die Firma Arendo hat mit der Eiswürfelmaschine ein solides und funktionales Gerät auf den Markt gebracht. Die Bedienung ist denkbar einfach und auch das Ergebnis kann sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz sehen lassen: Der zwei Liter große Wassertank produzierte über mehrere Stunden zuverlässig Eis und zeigte dabei – abgesehen vom hohen Eigengewicht – nur wenige Schwachstellen. Setzt man die produzierte Eismenge und den Stromverbrauch in Relation, liegt die Maschine im guten Mittelfeld. Stellt man jedoch den hohen Einkaufspreis ins Verhältnis zu den gemessenen Werten, fällt die Gesamtbewertung etwas schwächer aus.

5. Die Große: Klamer Eiswürfelmaschine

Klamer Eiswürfelmaschine
Mit über neun Kilogramm Eigengewicht ist die Eiswürfelmaschine von Klamer das schwerste Gerät dieser Testreihe
© Anna Scheibe / stern

Design und Funktion
Die Eiswürfelmaschine von Klamer besitzt ein hochwertiges Metallgehäuse, das dem Gerät eine moderne und wertige Optik verleiht. Auf eine Tragehilfe wurde trotz des mit 9,4 Kilogramm höchsten Eigengewichts aller Testgeräte verzichtet. Dadurch ist der Transport des Geräts weniger komfortabel als bei den leichteren Konkurrenzmodellen. Dafür kann der gesamte Prozess – vom flüssigen bis zum gefrorenen Zustand – durch eine transparente Abdeckklappe beobachtet werden. Der Wassertank fasst hier 2,1 Liter. Darüber wird ebenfalls ein loser Eisbehälter montiert, der die fertigen Eiswürfel aus mehreren Zyklen auffängt. Gewählt werden kann zwischen zwei verschiedenen Größen (S und L). Entnommen werden können diese mit einer kleinen Schaufel, die im Lieferumfang enthalten ist. Über ein Druckknopf-Display kann das Gerät ein- und ausgeschaltet werden. Zudem finden sich darauf weitere Symbole, die aufleuchten, wenn beispielsweise der Wassertank aufgefüllt werden muss oder der Eisbehälter voll ist. Zwei weitere Besonderheiten sind die Vorlaufzeit- und eine Timer-Funktion. Die Erste legt fest, wann die Eiswürfelproduktion starten soll, die Zweite, wann sie beendet wird. 

KLAMER Eiswürfelmaschine
KLAMER Eiswürfelmaschine*

Handling und Bedienung
Laut Klamer benötigt die Maschine nach dem Einschalten sieben bis neun Minuten, bis die ersten zehn Eiswürfel ausgeworfen werden. In unserem Praxistest vergingen vom ersten bis zum letzten Durchlauf im Schnitt zehn Minuten, bis das Gerät für Nachschub sorgte. Auch hier konnten wir beobachten, dass die ersten Eiswürfel noch sehr dünn und glasig waren. Mit jedem Durchgang wurden sie jedoch dicker und fester. Obwohl zwischen zwei verschiedenen Größen gewählt werden konnte, fiel uns auf, dass selbst die größere Variante kleiner ausfiel als beispielsweise bei den Geräten von Medion und Fohere. Um herauszufinden, wie groß der Unterschied ist, haben wir die Eiswürfel gewogen: Die L-Version von Klamer brachte vier Gramm auf die Waage, die der Konkurrenzgeräte bis zu sechs Gramm. 

Das erklärt auch, warum wir nach 60 Minuten auf eine Gesamtmenge von 185 Gramm Eis kamen – obwohl die 120 Watt starke Maschine einen größeren Wassertank besitzt und deutlich länger läuft: laut unserer Messung dauerte es 4:40 Stunden, ehe die Produktion eingestellt wurde. Das bedeutet, dass nach einer Stunde nicht die theoretisch möglichen 80 Würfel produziert wurden, sondern lediglich 60. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Umgebungstemperatur Einfluss auf die Eiswürfelproduktion nehmen kann. Und die bereits produzierten Würfel schon anfangen zu schmelzen, während neue nachgeschoben werden. Dennoch konnten wir die vom Hersteller angegebene Tagesproduktion von bis zu 15 Kilogramm im Test nicht bestätigen. Nach unserer Hochrechnung würde die Produktion deutlich länger dauern. Beim Schmelzverhalten ermittelten wir ebenfalls 25 Minuten, bis sich der Eiswürfel bei einer Raumtemperatur von 22,7 Grad Celsius vollständig aufgelöst hatte.

Betrieb und Verbrauch
Um 185 Gramm Eiswürfel in einer Stunde herzustellen, verbrauchte die Maschine 0,11 kWh Strom. Das entspricht Stromkosten von rund vier Cent bei einem Strompreis von 35 Cent/kWh. Ein weiterer Wert, den wir geprüft haben, war der Geräuschpegel während des Betriebs: Maximal 60 Dezibel haben wir gemessen. Subjektiv empfanden wir die Lautstärke nicht als unangenehm. Eine Ausnahme bildete der Moment, in dem die fertigen Eiswürfel ausgeworfen und in den Eisbehälter geschoben wurden. Bei der Wärmeentwicklung hingegen zeigte sich, dass die Außenwände der Maschine während der Testphase durchweg kühl blieben.

Reinigung und Wartung
Auch das Gerät von Klamer besitzt ein automatisches Reinigungsprogramm, das über eine separate "Auto Clean"-Taste aktiviert werden kann. Laut Bedienungsanleitung kann ein spezielles Reinigungsmittel für Eiswürfelmaschinen verwendet werden – alternativ ist auch eine Wasser-Essig-Lösung möglich. Das dreckige Wasser kann danach über ein Ablassventil unter dem Gerät in die Spüle geleitet werden. Aufgrund des hohen Eigengewichts von 9,4 Kilogramm und des fehlenden Tragegriffs gestaltet sich dieser Vorgang jedoch besonders umständlich. Der herausnehmbare Kunststoff-Einsatz sollte hingegen von Hand mit etwas Spülmittel gereinigt werden. Das Gleiche gilt für die Eisschaufel. Wird das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, empfiehlt der Hersteller, den Innenraum vorab mit einem lebensmittelsicheren Desinfektionsmittel zu reinigen. Andernfalls reicht es aus, den Innenraum als auch das Gehäuse mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch abzuwischen und abzutrocknen. 

Eiswürfel von Klamer
Die Eiswürfelmaschine von Klamer kann zwei verschiedene Eiswürfelgrößen (S & L) produzieren
© Anna Scheibe / stern

Fazit
Obwohl die Eiswürfelmaschine in puncto Größe, Gewicht und Wassertankfüllung zu den größten Modellen im Test zählt, produzierte sie deutlich weniger Eis als der Testsieger. Auch der fehlende Tragegriff erschwerte das Handling beim Ablassen des Wassers über der Spüle, da das Modell mit über neun Kilogramm das schwerste Gerät ist. In der Praxis überzeugte die Maschine dennoch mit einem zuverlässigen Ergebnis: Nach einer gewissen Vorlaufzeit produzierte sie über vier Stunden lang zuverlässig gleichmäßig geformte und feste Eiswürfel. Diese fielen zwar etwas kleiner aus als bei der Konkurrenz, schmolzen aber nicht schneller. Angesichts der guten Leistung, der hochwertigen Verarbeitung und der genannten Einschränkungen landet das Gerät von Klamer im guten Mittelfeld des Vergleichs.

Eiswürfelmaschinen: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Wie funktioniert eine Eiswürfelmaschine?

Eine Eiswürfelmaschine arbeitet wie ein eigenständiger Gefriersystem-Kreislauf. Wasser wird in einen Tank gefüllt und anschließend über ein gekühltes Metall- oder Stabelement geleitet. Dort gefriert es schichtweise zu Eiswürfeln, die nach kurzer Zeit automatisch gelöst werden. Das fertige Eis fällt in einen Auffangbehälter, während neues Wasser nachläuft. Der Prozess wiederholt sich kontinuierlich, solange Wasser und Strom vorhanden sind.

Wie schnell produzieren die Maschinen Eiswürfel?

Die Produktionszeit hängt stark vom jeweiligen Modell und der Umgebungstemperatur ab. In der Regel entstehen die ersten Eiswürfel bereits nach etwa sechs bis 15 Minuten. Allerdings sind diese ersten Würfel oft noch kleiner oder weniger fest als spätere Produktionen. Erst nach mehreren Zyklen arbeitet die Maschine stabil und konstant. Für größere Mengen ist daher etwas Vorlaufzeit einzuplanen.

Welche Arten von Eiswürfeln können die Maschinen herstellen?

Eiswürfelmaschinen produzieren je nach Bauart unterschiedliche Eisformen, die sich in Struktur und Schmelzverhalten unterscheiden. Häufig sind es Hohlkegel, die schnell gefrieren und sich gut für Softdrinks eignen, oder Nugget-Eis, das weicher und kaubar ist. Viele Geräte bieten zusätzlich die Möglichkeit, zwischen zwei verschiedenen Eisgrößen zu wählen, meist klein und groß. Die kleinere Einstellung sorgt für schnelleres Kühlen, während größere Eiswürfel langsamer schmelzen und Getränke länger kalt halten. Dadurch lässt sich die Eisproduktion besser an den jeweiligen Einsatz anpassen.

Wie viel Eis produziert eine Eiswürfelmaschine pro Tag?

Die Tagesleistung variiert stark zwischen kleinen und leistungsstarken Geräten. Einfache Modelle schaffen oft etwa zehn bis zwölf Kilogramm Eis pro Tag. Größere oder effizientere Maschinen können bis zu 20 Kilogramm erreichen. Diese Werte gelten allerdings nur unter optimalen Bedingungen ohne längere Pausen. In der Praxis ist die tatsächliche Menge meist etwas geringer.

Wie viel Strom verbraucht eine Eiswürfelmaschine?

Der Stromverbrauch hängt von Leistung, Nutzungshäufigkeit und Effizienz des Geräts ab. Im Durchschnitt liegt der Verbrauch im Bereich eines kleinen Küchengeräts oder Mini-Kühlschranks. Viele Geräte arbeiten nur zeitweise, da sie sich automatisch ein- und ausschalten. Dadurch bleibt der Gesamtverbrauch im Alltag meist moderat. Bei Dauerbetrieb kann er jedoch spürbarer ausfallen.

Wie aufwendig ist die Reinigung und Wartung?

Die Reinigung ist wichtig, um Hygiene und gleichbleibende Eisqualität zu gewährleisten. Regelmäßig sollten Wasserbehälter und Auffangschalen gespült und von Rückständen befreit werden. Manche Geräte bieten automatische Reinigungsprogramme, die den Aufwand reduzieren. Kalk kann sich je nach Wasserhärte im Inneren ablagern und muss gelegentlich entfernt werden. Insgesamt ist der Aufwand überschaubar, aber kontinuierliche Pflege notwendig.

Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft. 

Quellen: Klamer, Fohere, Medion

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