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Vor 36 Jahren: Mysteriöser Tod von Natalie Wood: Robert Wagner rückt ins Visier der Polizei

Natalie Wood ertrank 1981 bei einem Bootsausflug. Die Polizei ging von einem Unfall aus. 36 Jahre lang. Nun rollen Ermittler den Fall neu auf und interessieren sich dabei für Ex-Ehemann Robert Wagner. Ermittler bezeichnen den Fall nun als "verdächtigen Tod". 

Natalie Wood mit ihrem damaligen Ehemann Robert Wagner

Natalie Wood und ihr damaliger Ehemann Robert Wagner bei einem öffentlichen Auftritt 1980, ein Jahr vor dem ungewöhnlichen Tod der Schauspielerin.

Picture Alliance

Für die Polizei ist Robert Wagner nun "eine Person von Interesse". Behörden kategorisieren so die Personen, die wichtige Informationen zur Klärung eines Falles beitragen können. Robert Wagner ist daher weder ein Tatverdächtiger noch wird er beschuldigt. Die Ermittler werden sich ihn jedoch mit Sicherheit noch eingängig zur Brust nehmen, denn einige Indizien sprechen dafür, dass Wagner mehr mit dem Tod seiner damaligen Frau zu tun hat, als er preisgibt.

Blutergüsse an Woods Leiche und Zeugenaussagen sorgen dafür, dass die Behörden den Fall nach 36 Jahren als "verdächtigen Tod" einstufen. "Wir wissen jetzt, dass er die letzte Person an der Seite von Natalie war, bevor sie verschwand", sagte der Ermittler John Corina vom Sheriffs-Büro in Los Angeles dem Sender CBS.

Robert Wagner äußert sich nicht zu den neuen Erkenntnissen

Teile des Interviews wurden am Donnerstag veröffentlicht. Eine längere Reportage in der Sendung "48 Hours" sollte am Wochenende ausgestrahlt werden. Der heute 87-jährige Wagner ("Der rosarote Panther") habe eine Interview-Anfrage abgelehnt, teilte CBS mit.

Die Schauspielerin war 1981 im Alter von 43 Jahren bei einem Bootsausflug in der Nähe von Los Angeles ertrunken. Sie wurde in Nachthemd, Strümpfen und einer Jacke auf dem Meer treibend gefunden. Ihr Tod wurde damals als Unfall eingestuft. Wagner, Christopher Walken und ein Bootskapitän waren mit an Bord.

Blutergüsse und Zeugenaussagen machen Wagner zumindest verdächtig

Im Herbst 2011 hatte die Polizei neue Ermittlungen aufgenommen.
Es gebe "substanzielle" Informationen, denen man nachgehe. Wagner gelte aber nicht als Verdächtiger, hieß es damals. In einem neuen Autopsiebericht im Jahr 2013 führten die Gerichtsmediziner den zunächst als "Unfall" eingestuften Tod auf "unbestimmte Ursachen"zurück.

Sie hätten unter anderem Zeugen befragt, die in der Todesnacht in einem Boot in der Nähe unterwegs waren und ein streitendes Paar hörten, teilten die Ermittler dem Sender CBS mit. Auch nach Angaben des früheren Kapitäns der Jacht "Splendour" hatten sich Wagner und Wood in der Nacht heftig gestritten.

Als verdächtig wurden auch Blutergüsse auf der Leiche eingestuft.
Wood habe wie ein "Opfer von Körperverletzung" ausgesehen, sagte der Ermittler Ralph Hernandez dem Sender.

fk / DPA
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