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Filmstar soll verhört werden: Robert Wagners Geschichte zum Tod seiner Ehefrau "ergibt keinen Sinn", sagt die Polizei

Mehr als 36 Jahre nach dem mysteriösen Tod von Nathalie Wood nehmen die Ermittlungen neue Fahrt auf. Ihr damaliger Ehemann, Filmstar Robert Wagner, soll verhört werden - weigert sich aber bislang. Die Polizei zweifelt an seiner Version.

Nathalie Wood und ihr Ehemann Robert Wagner im Jahr 1976

Nathalie Wood und ihr Ehemann Robert Wagner im Jahr 1976. Fünf Jahre später starb sie auf einem Bootsausflug mit ihrem Mann und Schauspieler Christopher Walken.

AFP

Die Polizei von Los Angeles will Filmstar Robert Wagner wegen des Todes seiner Ehefrau Nathalie Wood verhören, doch der mittlerweile 87-Jährige weigert sich bislang. Das berichten unter anderem das US-Portal "Page Six" und Sky News . Demnach zweifeln die Behörden an Wagners bisheriger Version von jener Nacht  im November 1981. Seine Geschichte ergebe "keinen Sinn" (engl. doesn't add up) und passe nicht zu den Ermittlungsergebnissen. Die Polizei habe Wagner daher bereits zwei- bis dreimal kontaktiert, doch er habe abgelehnt, mit den Beamten zu sprechen, heißt es in dem Bericht, der sich auf eine Pressekonferenz vom Montag beruft.

Den aktuellen Ermittlungen zufolge sei Wagner die letzte Person, die Wood lebend gesehen habe. Die 43-Jährige war 1981 bei einem Ausflug mit einer Jacht in der Nähe von Los Angeles ertrunken. Sie wurde in Nachthemd, Strümpfen und einer Jacke auf dem Meer treibend gefunden. Wagner, Schauspielkollege Christopher Walken und ein Bootskapitän waren mit an Bord. In unmittelbarer Nähe zur Leiche trieb das Beiboot der Jacht. Die Behörden gingen damals davon aus, dass sie damit an Land gelangen wollte, jedoch alkoholisiert ins Wasser gefallen und ertrunken sei. Ihr Tod wurde als Unfall bewertet. 

Nathalie Wood: Neue Ermittlungen ab 2011

Im Herbst 2011 hatte die Polizei neue Ermittlungen aufgenommen und stuft das Ereignis mittlerweile als "verdächtigen Todesfall", nicht aber als Mordfall ein. Laut "Page Six" sollen sich seitdem rund 100 Zeugen gemeldet haben. Viele davon hätten einen heftigen Streit zwischen Wagner und Wood beschrieben. Laut Polizei gibt es "substanzielle" Informationen, denen man nachgehe. In einem neuen Autopsiebericht im Jahr 2013 führten die Gerichtsmediziner den zunächst als "Unfall" eingestuften Tod auf "unbestimmte Ursachen" zurück.

Sie hätten unter anderem Zeugen befragt, die in der Todesnacht in einem Boot in der Nähe unterwegs waren und ein streitendes Paar hörten, teilten die Ermittler dem Sender CBS mit. Auch nach Angaben des früheren Kapitäns der Jacht "Splendour" hatten sich Wagner und Wood in der Nacht heftig gestritten. Der Kapitän sei daraufhin zu ihrer Kabine gegangen, doch Wagner habe ihn weggeschickt. Als verdächtig wurden auch Blutergüsse auf der Leiche eingestuft. Wood habe wie ein "Opfer von Körperverletzung" ausgesehen, sagte der Ermittler Ralph Hernandez dem Sender.

Wagner selbst hatte in seiner 2008 erschienenen Biografie eingestanden, sich mit seiner Ehefrau kurz vor ihrem Tod gestritten zu haben. Ihr Ableben sei jedoch ein Unfall gewesen, so Wagner.

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