HOME

Achimowitz: Ein Mann sagt ja zur Überstunde

Der überzeugte Angestellte Achimowitz arbeitet in der Abteilung "Sonstiges" eines modernen Mischkonzerns. Ab sofort gibt es bei stern.de jeden Tag einen Büro-Cartoon aus seinem Leben.

Sinnlose Aufgaben, faule Kollegen, inkompetente Chefs - super, meint der Optimist Achimowitz aus der Abteilung "Sonstiges" eines modernen Mischkonzerns, denn er kennt keine Probleme sondern nur "spannende Herausforderungen".

Mit Hingabe besucht der überzeugte Angestellte Achimowitz endlose Meetings - weil Kommunikation immer zu irgend was gut ist. Er ist überzeugt von der Weisheit seiner Vorgesetzten - trotz gegenteiliger Aktenlage. Achimowitz entdeckt die versteckten Vorteile in tiefroten Zahlen und arbeitet begeistert für den Papierkorb. Woher das kommt? Noch in der schlimmsten Krise glaubt der Überstunden-Fan an die hochtrabenden Ideale aus der edlen Firmenbroschüre - gerade auch die menschlichen -, und aus tiefster Überzeugung sagt er ja zur Überstunde.

Achimowitz – täglich exklusiv bei stern.de

Bei stern.de erscheint jeden Tag ein neuer Cartoon mit der neuen Kultfigur für jeden, der seinen Bürojob zugleich liebt und hasst. Und tun wir das nicht alle?

Zum täglichen Cartoon...

Der Cartoonist und Schriftsteller Achim Schwarze

Achim Schwarze, der Erfinder von Achimowitz, kennt die Welt seines gutmütigen Helden aus erster Hand: Nach einer ersten Karriere als Bestseller-Autor (z.B. "Dünnbrettbohrer in Bonn – aus den Dissertationen unserer Elite" sowie 30 weitere Titel) hat er fast zehn Jahre lang als Unternehmensberater und Manager für Banken und Media-Unternehmen gearbeitet. "Das moderne Büro ist eine wunderbare Welt für sich", sagt Schwarze. "Ich liebe diese Mischung aus Familie und Haifischbecken, diese Melange aus Ordnungswahn und Alltagschaos - schon weil sie nie langweilig wird."

Schwarze hat die Welt der Büros hinter sich gelassen und widmet sich inzwischen, ganz entspannt und ohne Krawattenzwang, ausschließlich seinen Cartoons und Büchern. "Ich habe meine 60-Stunden-Woche erfolgreich auf 50 Stunden reduziert." Im Sommer arbeitet er in Berlin, im Winter steht sein Schreibtisch inmitten einer Zimtplantage in Sri Lanka. Anstatt am nahegelegenen Strand unter Palmen gemütlich Cocktails zu schlürfen, geht er lieber seinem Hobby nach: "Arbeiten."

Auf einer begrünten Veranda mit Panoramablick auf Reisfelder und Kokoshaine ist Achimowitz entstanden. "Zuerst kamen die Cartoons. Weil niemand anders sich opfern wollte, habe ich Fotos von mir als Material für Achimowitz genommen. Direkt nach dem Aufstehen mit Selbstauslöser."

Das erste Achimowitz-Buch

Ganz von allein entwickelte der Cartoon-Achimowitz ein Eigenleben: "Ständig fielen mir irgendwelche absurden Geschichten ein", erzählt Schwarze, "und die musste ich einfach aufschreiben." Und so ist parallel zu den Cartoons ein Buch entstanden. In witzigen Episoden nimmt Schwarze den alltäglichen Wahnsinn aus unseren Büros aufs Korn ("Achimowitz – ein Mann sagt ja zur Überstunde", dtv, 128 Seiten, 7,50 Euro.

Mit Liebe zum Detail porträtiert er seine Büro-Figuren. Man erkennt auf Anhieb die eigenen Chefs und Kollegen wieder, die Meetings mit Faulpelzen und Strebern, die Auftritte der Computer-Soziopathen oder der Karriere-Piranhas - und manchmal auch sich selbst.

"In meinen Jahren als Anzugträger habe ich mehr Stoff angesammelt, als ich je verwerten kann", sagt Schwarze, der jeden Tag fleißig Cartoons bastelt und sein zweites Achimowitz-Buch schreibt.

Spruchkopfomat

Der Achimowitz-Spruchklopfomat produziert auf Knopfdruck 1,28 Milliarden wichtig klingender Phrasen für Präsentationen, Einleitungen und Berichte. Achimowitz höchstselbst spricht diese wunderbar hohlen Chef- und Streber-Phrasen in perfektem Business-Deutsch.

Themen in diesem Artikel