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Ermittlungen Anzeige gegen "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann

Kai Diekmann
Kai Diekmann, Herausgeber der "Bild"-Gruppe
© Paul Zinken/DPA
Vorwurf des sexuellen Übergriffs. Kai Diekmann bestreitet.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen den scheidenden Herausgeber und langjährigen Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Kai Diekmann, 52. Dabei geht es um einen angeblichen sexuellen Übergriff an einer Mitarbeiterin des Verlags, der sich im Sommer 2016 in Potsdam ereignet haben soll. Das Ermittlungsverfahren wurde durch die Strafanzeige der Mitarbeiterin ausgelöst. Die Ermittlungen dauern noch an, so der Sprecher zum stern. Über eine Anklageerhebung sei noch nicht entschieden.

Diekmanns Anwalt bestreitet gegenüber dem stern den Vorwurf. Diekmanns Anwalt Otmar Kury: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos, und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden." 

Der Axel Springer Verlag will sich zum Tatvorwurf nicht äußern. Bestätigt aber, dass das Unternehmen den Vorwurf intern geprüft hat. Dabei konnten keine strafbaren Handlungen festgestellt werden. Der Axel Springer Verlag hat dann seine Ergebnisse der Untersuchung an die Staatsanwaltschaft geschickt, um eine rechtsverbindliche Klärung herbeizuführen.

Kai Diekmann scheidet zum 31. Januar 2017 aus Springer-Diensten aus. Der Verlag dazu: "Der Vorwurf ist nicht der Grund seines Ausscheidens." Das sei lange geplant gewesen. Der Vorwurf habe den Zeitpunkt höchstens beschleunigt.

stern

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