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"Dschungelbuch"-Autor: 50 Manuskripte von Rudyard Kipling entdeckt

Der Erste Weltkrieg und ein Weihnachtsfest in New York: Davon handeln unter anderem die in Manhattan gefundenen Gedichte des britischen Schriftstellers Kipling.

In den USA ist eine Sammlung von mehr als 50 bislang unbekannten Gedichten des britischen Autors Rudyard Kipling entdeckt worden. Die Manuskripte wurden unter anderem bei Arbeiten in einem Haus im New Yorker Stadtteil Manhattan entdeckt und von dem US-Akademiker Thomas Pinney im Rahmen einer größer angelegten Nachforschung gesammelt und aufbewahrt, wie am Dienstag bekannt wurde. Pinney sprach in einer Erklärung des Verlags der britischen Universität von Cambridge von einem wahren "Schatz". Der Verlag will die Gedichte nun veröffentlichen.

Der in Indien geborene Kipling schrieb in den Manuskripten unter anderem über den Ersten Weltkrieg und über ein Weihnachtsfest in New York. Er verfasste außerdem eine gegen die Presse gerichtete Schmähschrift. Bekannt ist der Autor vor allem für seine Erzählsammlungen "Das Dschungelbuch" und "Das zweite Dschungelbuch", die Vorlagen für zahlreiche Filme und Trickfilme lieferten, unter anderem für den gleichnamigen Walt-Disney-Klassiker. Rudyard lebte von 1865 bis 1936. Als erster britischer Schriftsteller erhielt er 1907 den Nobelpreis für Literatur.

nw/AFP / AFP