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Frankfurter Buchmesse 2011: Digitale Säulen sollen gestärkt werden

Wie verändert sich die Bücherwelt im digitalen Zeitalter? Antworten und neue Ideen will die Frankfurter Buchmesse im Oktober präsentieren. Dafür verstärkt die weltgrößte Branchenveranstaltung die Partnerschaft mit der IT-Branche.

Die kreativen Köpfe der Buchbranche suchen verstärkt nach neuen Konzepten für die digitale Präsentation und Vermarktung ihrer Inhalte. Als Forum dafür bietet sich die Frankfurter Buchmesse im Oktober an. "Wir müssen alles machen - Print, digital, Social Media und die Vernetzung vorantreiben", sagte Buchmessen-Direktor Jürgen Boos am Mittwoch bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit dem IT-Branchenverband Bitkom in Berlin.

"Das Nutzungsverhalten ändert sich permanent, mit der Vernetzung von Inhalten bieten sich neue Chancen", sagte Boos. Auf mobilen Endgeräten könnten Inhalte in ganz neuer Form entstehen. "Wir Verleger tun uns bisher schwer damit, in diesen neuen Sparten zu denken." Die Buchmesse bemühe sich daher darum, neue Konzepte für die digitale Welt nach Frankfurt zu holen. Überwunden sei inzwischen die Verunsicherung früherer Jahre. Damals sei vor allem gefragt worden, welche Technik sich als Standard am Markt etablieren werde. "Inzwischen hat man festgestellt, dass viele Standards nebeneinander bestehen und dass darin auch Chancen liegen."

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder forderte die Buchbranche auf, "Gas zu geben und aus den schmerzlichen Erfahrungen anderer Branchen zu lernen". Dabei nannte er die Musik- und Filmindustrie. Anstatt die "Energie in Verteidigungsschlachten zu stecken" wie den Anspruch auf ein Leistungsschutzrecht, sollte sich die Verlagsbranche bei neuen Geschäftsmodellen engagieren. Dabei seien IT- und Verlagsbranche aufeinander angewiesen.

Die Buchmesse widmet dem Geschäft mit digitalen Inhalten einen eigenen Bereich mit der Bezeichnung "Frankfurt Sparks". In diesem Rahmen soll die zweitägige Konferenz "StoryDrive" am 12. und 13. Oktober "die Grenzen des digitalen Geschäfts neu vermessen", wie es in einer Pressemitteilung vom Mittwoch heißt.

DPA / DPA